5 Dinge, die ihr nicht gesehen haben müsst

01 - Reifen | Quelle: Pixabay.com | Lizenz: CC0 / GemeinfreiSie begegnen einem jeden Tag, sie sind allgegenwärtig, voll im Trend, absolut „hip“ und scheinbar nicht mehr wegzudenken…

Die Blogposts mit Titeln wie: „5 Dinge, die…“, „7 Dinge, die…“ und so weiter. Der Kreativität sind an dieser Stelle keine Grenzen gesetzt.

Dann folgt natürlich noch der reißerische zweite Teil des Satzes wie: „7 Dinge, die Du machen musst, bevor Du 30 bist.“ – Verdammt, ich bin Ü30! Jetzt habe ich mein Leben unwiderruflich verkorkst, da ich diese Liste nicht kannte!

02 - Container | Quelle: Pixabay.com | Lizenz: CC0 / GemeinfreiMal ganz im ernst: Ich finde, es ist überhaupt nichts schlimmes daran, den Leuten zu zeigen, was man gerne so macht und was man empfiehlt. Egal, ob das nun Produkte, Orte oder Aktivitäten sind.

Das ist sogar klasse, solange es objektiv ist. Teilweise sogar, wenn es nicht mehr objektiv ist und man beim Lesen des Blogs die Begeisterung des Bloggers spüren kann.

03 - Elektroschrott | Quelle: Pixabay.com | Lizenz: CC0 / GemeinfreiIch lese unglaublich gerne Urlaubs-Blogs, Technik-Blogs, Lifestyle-Blogs und so weiter. Man sieht, was es sonst noch so auf der Welt gibt und bekommt Inspiration und Ideen. an die man niemals zuvor gedacht hätte.

Wenn der Blogger oder die Bloggerin dann auch noch eigene Bilder mit dazu gibt, rundet es die Sache ab und macht wirklich Spaß.

Worauf ich aber gar nicht kann ist dieser SEO-Optimierte Klickbait-Scheiss mit Formulierungen, bei denen so manchem Leser der Kloß im Hals stecken bleibt.

04 - Auto | Quelle: Pixabay.com | Lizenz: CC0 / GemeinfreiWarum muss man denn schreiben, dass gewisse Dinge vor einem Alter „X“ gemacht werden müssen? Warum muss man sagen, wann man welche Sachen nicht mehr tragen darf? Warum muss geschrieben werden, dass man dieses oder jenes Urlaubsziel unbedingt bereisen MUSS oder warum wird man genötigt noch unbedingt in diesem Sommer dieses und jenes zu kaufen?

Klar – der Satz in seinen Variationen ist wunderbar für jede Suchmaschine geeignet und ist damit ein Klick-Garant. Irgend ein Blogger hat sich da wohl mal SEO-technisch beraten lassen und nun machen es alle nach. Klicks auf den Blog zu kriegen ist ja auch ein Teil des Sinns hinter der Sache – Jeder Blogger möchte, dass die Beiträge auch gelesen werden.

Das Ganze liest sich aber inzwischen nicht nur wie mehrfach aufgewärmter Einheitsbrei, sondern birgt auch andere Gefahren.

05 - Mülleimer | Quelle: Pixabay.com | Lizenz: CC0 / GemeinfreiIch rede da nicht einmal von den schwarzen Schafen, die solche Überschriften zwecks Clickbait nutzen und dann noch Krümmelkacke schreiben. Ich rede von den erst gemeinten und sogar sehr guten Beiträgen.

Warum?

Dazu muss ich kurz ausholen: Ich arbeite in einem großen Bürogebäude in dem die unterschiedlichsten Firmen ansässig sind. Auf dem Weg vom Parkplatz zum Büro gehe ich durch verschiedenste Gänge und an unterschiedlichen Firmen vorbei. Auf den Fluren begegnen mir Menschen aller Alters- und Gehaltsklassen. Auch diese Menschen lesen Blogs.

Während die einen prahlen und protzen, dass sie sich das neue, angesagte Accessoire, von dem Blogger X berichtet hat sofort zugelegt haben, begegnen mir auch traurige Leute, die es leider eben nicht geschafft haben, die To-Do-Liste von Blogger Y bis zum 30. Lebensjahr abzuarbeiten, weil sie leider schon 50 sind. Oder Leute, die unbedingt die neuen T-Shirts vom Blogger Z haben wollen, die sich das aber leider nicht leisten können. Und die ihr liebgewordenes Kuschelshirt auf einmal im Büro nicht mehr anziehen können, weil die Kollegen im Büro (gleichzeitig Leser von Blogger A) sich das Maul darüber zerreißen, dass man solche Shirts mit 34 nicht mehr trägt, da man so etwas nur noch bis 33 1/2 tragen darf. Und dann auch nur Dienstags. Bei Vollmond. Und seichter Südost-Brise.

Liebe Mitblogger – Ihr seid Influencer, ihr habt Einfluss auf die Leute. (Und sowas schreibt jemand, der in seinen Beiträgen zeitweise mal Schimpfworte benutzt!) Bitte achtet darauf, wie ihr Sachen formuliert – Viele Leute nehmen das für bare Münze und richten ihren ganzen Lebensstil nach euch aus.

Also bitte: Preist gerne eure Produkte an, eure Reiseorte, eure Lieblings-Restaurants und was auch immer. Das ist wirklich ne gute Sache, bringt frische Ideen und andere Gedanken.

Aber: Lasst den 2017er Lifestyle-Knigge stecken! Ihr seid so kreativ – Warum nicht bei Formulierung und Überschrift?

Und damit das hier kein Clickbait ist, habe ich den Beitrag noch mit 5 Bildern von Dingen versehen, die ihr nicht gesehen haben müsst.

Und danke für den ganzen Fisch!

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