Bitcoin – Das Spiel mit der Zukunft

Bitcoin | Quelle: Pixabay.com | Lizenz: CC0 / GemeinfreiBitcoin hier, Bitcoin da. Die Kryptowährung und andere Vertreter ihrer Art sind aktuell in aller Munde. Sei es bei den Tradern, den Minern, Hardwareherstellern oder auch den Philosophen unserer Zeit.

Eigentlich ist das auch eine klasse Idee – Eine Währung abseits des regulären, auf Schulden basierten Finanzsystems, basierend auf gemeinschaftlichen Werten und der Lösung mathematischer Probleme.

Doch das Ganze hat auch Schattenseiten – Und an die denkt mal wieder kaum jemand.

Wenn man über Bitcoin redet, denkt der durchschnittliche Normalsterbliche an „diese komische verschlüsselte Währung im Internet“. Aber das Ganze ist inzwischen weit mehr als nur noch eine Randerscheinung, die bestenfalls von ein paar Nerds genutzt wird.

Und das sehen auch die ersten Wissenschaftler, die sich eingehender mit dem Thema beschäftigen – Insbesondere die aus dem Energiesektor. Denn der Bitcoin benötigt nicht nur massive Rechenpower, sondern hat inzwischen einen gut sichtbaren Abdruck auf die globale Strombilanz entwickelt.

Es ist natürlich schwer nachzuvollziehen, wie viel Energie tatsächlich durch das Schürfen und durch Transaktionen verbraucht wird – Aber mit ein paar Formeln basierend auf durchschnittlichen Verbrauchswerten aktueller Hardware in Bezugnahme auf die Anzahl generierter Bitcoins und deren Kurs konnte man nun festmachen, dass die Kryptowährung inzwischen für etwa 0,5% des jährlichen, globalen Stromverbrauchs verantwortlich ist.

0,5% – Das klingt erst einmal nicht nach viel. Aber global gesehen, ist das schon eine ganz andere Liga. 0,5% des globalen Energieverbrauchs – Das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von Österreich mit knapp 9 Millionen Einwohnern. Da kommt man schon in’s Staunen.

Um das auf etwas greifbare Werte herunter zurechnen – Eine einzige Bitcoin-Transaktion verbraucht im Durchschnitt so viel Energie, wie ein durchschnittlicher, holländischer Haushalt in einem ganzen Monat.

Hier zeigt sich wieder, wie unbedarft die Menschen heutzutage mit Energie umgehen. Jenseits der kapitalistischen Idee hat die Kryptowährung überhaupt keine Relevanz für uns als Spezies. Trotzdem werden ohne Schulterzucken so gigantische Mengen an Saft verbraten. Dann aber über Stürme und Unwetter beschweren.

Ich finde, dass dies solange wir nicht über Fusionskraftwerke oder ähnlich performante Energiequellen verfügen, bestenfalls grob fahrlässig ist. Stoppt diesen Wahnsinn und verbessert lieber unsere regulären Finanzmittel. Werdet euch bewusst, was ihr tut und was euer Handeln für Auswirkungen hat. Das ist zwar alles eine tolle Idee – Aber derzeit einfach nicht umsetzbar. Somit wird man leider eher zum Teil des Problems als zum Teil der Lösung.


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3 Gedanken zu “Bitcoin – Das Spiel mit der Zukunft”

  1. Ja, der BitCoin braucht aktuell sehr viel Energie. Aber wie viel wird denn an den ganzen Börsen und sonstigen „Finanzprodukten“ an Energie verbraten?
    Es ist ja nicht die Transaktion die beim BitCoin die Energie benötigt, sondern das berechnen des nächsten Blocks, in dem die letzten Transaktionen eingebettet werden. Dabei ist es braktisch unerheblich wie viele Transaktionen es sind. D.h. je mehr die Währung genutzt wird, desto „energieeffizienter“ wird sie.

  2. Ich sag ja – Die aktuellen Systeme sollten mal grundlegend modernisiert und entschlackt werden. Aber das ist dann schon wieder eine ganz andere Story 🙂

    Abgesehen vom Bitcoin gibts ja noch dutzende andere Kryptowährungen – Da blickt eh kaum noch einer durch.

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