Brunhilde RTA Verdampfer by Vapefly & German 103 – Test & Erfahrungsbericht

Eigentlich ist es dieses Mal kein Test im eigentlichen Sinne – Davon hat es ja schon genug im Internet. Der Verdampfer ist ja nun auch schon ein paar Monate auf dem Markt.

Vielmehr ist es ein erweiterter Erfahrungsbericht nachdem ich dieses Ding nun eine Weile gedampft habe. Hoch gelobt wurde das Gerät ja auf fast allen Websites. 

Hat die Brunhilde also wirklich das Potential zur „letzten Dampfe“ – Also der Dampfe für’s Leben?

Ich finde – Mal ja, mal nein.

Alle weiteren Details hier im Text.

Grundsätzlich: Ja, die Brunhilde ist ein tolles Gerät, der Lieferumfang ist gewaltig und die Verarbeitung ist top.

Schmecken tut das Ganze auch hervorragend, auch wenn man bei den Wicklungen schon darauf achten sollte, sauber zu arbeiten und genug Watte zu verwenden. Grundsätzlich gilt hier: Nehmt so viel Watte wie es geht. Also so viel, wie reinpasst ohne dass es zu gequetscht ist. 

Man sollte sich zudem bewusst darüber sein, dass es sich hierbei um einen Dualcoil Verdampfer handelt. Man muss also immer zwei Wicklungen verbauen, mit nur einer Wicklung läuft das Ganze nicht rund – Das gibt zwar eine Menge Geschmack und heftig viel Dampf (abhängig von den Wicklungen) aber das Verbraucht auch eine Menge Liquid und Strom.

In der ersten Zeit habe ich die mitgelieferten Wicklungen gedampft, da geht man auf jeden Fall mit Werten jenseits der 50Watt dran. Da ich schon mal beim Fernsehen Abends dazu neige, „dauerzunuckeln“, habe ich mich schon einige Male an der doch sehr heiß werdenden Topcap verbrannt. Da ist also ein weiterer Punkt auf den man achten muss.

Befüllt werden kann das ganze bequem von der Seite, indem man die Topcap einfach dreht, so dass der Liquid Einlass an die Stelle der Haupt-Airflow tritt. Das Loch zum Befüllen ist aber sehr sehr schmal, so dass es Probleme mit einigen Liquid Flachen gibt, Hier muss man wirklich mit aller Kraft gegendrücken, so dass keine Sauerei passiert. Auch bleiben kleine Liquidreste an und um der Öffnung zurück, so dass es beim Zudrehen auch mal leicht an der Hand landet. 

Diese Probleme sind der aus relativ dünnem Blech gefertigten Topcap zuzuschreiben. Das dünne Metall erhitzt und überhitzt leicht und die Drehung schabt über die Dichtungsringe, so dass es hier einen relativ hohen Verschleiß gibt. Sobald die Dichtungsringe etwas „unten“ sind, geht die Topcap auch gerne mal ab, wenn man die Dampfe falsch anpackt (zum Beispiel wenn Sie in der Tasche war.)

Liegt die Dampfe über längere Zeit leicht schräg, neigt sie zudem leicht zum siffen. Am oberen Segment der Topcap wird durch einfache Drehung die sekundäre Airflow gesteuert. Das funktioniert soweit einwandfrei – Allerdings kann sich mit der Weile auch die gesamte Topcap mitdrehen wenn man nicht aufpasst. So kann es schnell dazu kommen, dass man die Öffnung zum Befüllen erreicht und Liquid austritt.

Was mir zudem aufgefallen ist: Das mitgelieferte Driptip sitzt nur sehr locker und ich hätte dieses unterwegs schon mehrfach fast verloren. Alternativ kann man den 510er Adapter für kleinere Driptips nehmen, der sitzt etwas fester. Allerdings sammelt sich dann schnell Kondenswasser im Driptip, was auch wieder nicht so schön ist.

Die mitgelieferten Stahldochte transportieren das Liquid zuverlässig aus dem Tank nach oben zu den Coils. ABER: Man muss diese unbedingt entkernen, da es ansonsten unter Umständen nicht genug Nachfluss gibt.

Das ist für mich zwar schnell und einfach gemacht – Ich wusste das aber auch nur, weil ein Bekannter mich darauf hingewiesen hat.

Vielen Dank dafür noch einmal an Brian.

Es ist zwar ein kleiner Nachteil, aber wirklich einfach gemacht, ich verlinke euch hier ein Video mit einer Anleitung.

Vapefly Brunhilde RTA wickeln, Dochte entkernen und Problemlösung Nachfluss

 

So, nun haben wir eine Menge gemeckert. Aber nicht alles an dem Gerät ist schlecht.

Das Deck zum Beispiel ist hervorragend verarbeitet und bietet Platz für zwei richtig schöne, große Wicklungen. Nutzt hier wie gesagt immer genug Watte.

Aufgrund der relativ kleinen Verdampferkammer haben wir eine hervorragende Geschmacksentwicklung und dichten, vollmundigen Dampf.

Das Gesamtkonstrukt aus Tank, Verdampferkammer und TopCap ist stabil gebaut und nahezu unverwüstlich. Abgesehen von den Problemen mit Schräglage und der Befüllung ist das Gerät sehr Wartungsarm und hat eigentlich keine Macken.

Meine Meinung dazu: Es ist ein ordentlicher, stabiler Verdampfer mit genug Druck unter der Haube. ABER: Es ist eher ein gemütlicher Verdampfer für Zuhause. Für die Hosentasche ist er zu schwer, zudem man auch einen ordentlichen Akkuträger mitführen muss. Ich nutze daher für unterwegs eher einen Vaporesso NRG oder SKRR. Oder auch das neue NORD Kit von Smok.

Aber für Zuhause ist die Brunhilde meine bevorzugte Nebelmaschine geworden 🙂

Vape on!


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