Burger King trickst Google aus!

Cheeseburger | Quelle: Pixabay.com | Lizenz: CC0 / GemeinfreiMit einem Werbespot auf MTV und Comedy Central hat Burger King für neuen Gesprächsstoff gesorgt.

Im Spot sagt ein Schauspieler, er hätte in der kurzen Zeit des Werbespots leider nicht genug Zeit um alle Zutaten des berühmten „Whopper Burgers“ aufzuzählen – Aber er hat natürlich die Lösung schon parat und sagt: „Ok Google, was ist der Whopper?“

Bekannterweise ist „Ok Google“ der allgemeine Trigger für sprachgesteuerte Google-Geräte – Und das ist auch bei allen Android-Geräten standardmäßig konfiguriert.

Und so fühlten sich natürlich Millionen von Endgeräten plötzlich angesprochen und lieferten den überraschten Benutzern Informationen über die Zutaten des Whopper-Burgers.

Was im ersten Moment ein netter Werbegag zu sein scheint, stellt sich bei genauerer Betrachtung als konzeptionelles Problem aller sprachgesteuerten Geräte heraus. Und das könnte – mit wachsender Anzahl dieser Geräte – sogar zu einem ernsthaften Sicherheitsproblem werden.

Wenn nun schon ein Werbespot meine Geräte ohne meine Genehmigung zu Handlungen auffordern kann – Welche Möglichkeiten haben dann erst kriminelle Elemente? Und das betrifft natürlich nicht nur Google-Geräte sondern alle sprachaktivierten Geräte. Insbesondere bei Geräten, die eine direkte Aktion aufgrund einer erfolgten Spracheingabe durchführen können, wird es zu massiven Problemen kommen.

Amazon’s „Alexa“ kann ja beispielsweise direkt auf Zuruf Online-Bestellungen durchführen. Findige Banditen könnten damit Fakebestellungen durchführen und sich im Anschluss daran absetzen.

Grundsätzlich gilt: Je mehr „Rechte“ die Geräte erhalten um durch solche Eingaben weitere Aktionen auszulösen (oder Informationen zu durchsuchen), desto größer ist die Gefahr für Endbenutzer Opfer eines Missbrauchs zu werden.

Insbesondere in Zeiten, in denen die allgemeine Stimmung in Richtung „Kapitalismus im Endstatium“ geht, sollten die Benutzer intelligenter Geräte nicht nur Vertrauen in die von Herstellern versprochenen Sicherheitsfunktionen haben sondern müssen unbedingt mehr Eigenverantwortung im Umgang mit moderner – und meist experimenteller – Technologie zeigen.

1 Gedanke zu “Burger King trickst Google aus!

  1. sry, aber JEDER der sich so eine Wanze ins Zimmer holt, hat es nicht besser verdient. Es muss doch jedem klar denkenden Wesen bewusst sein, das ein Gerät, was mit Sprachsteuerung funktioniert, dauerhaft lauscht und diese Befehle sich auch missbrauchen lassen, wenn nicht irgendwelche Sicherheitsfunktionen wie Stimmerkennung verhanden sind.

    Da die das nicht sind, da die Stimmerkennung aufgrund der schlechten Microfone derzeit einfach zu oft versagt, ist es nunmal nicht mehr wie eine Wanze. Und das diese Microfone sich auch zum belauschen eignen durch unsere netten, uns nur wohlgesonnenen Geheimdienste …. naja 1984 lässt grüßen …

Schreibe einen Kommentar