Von dreckigen Städten und gesellschaftlichem Verfall

VerfallHeute möchte ich mir einfach mal ein paar Gedanken von der Seele schreiben, die schon seit Längerem in meinem Kopf herum spuken.

Jeden Tag begegnet mir auf den Straßen der Stadt Essen der gleiche Anblick: Leere Glasflaschen, Dosen, Plastiktüten, Glasscherben… Aber auch Grüppchen von herumlungernden Jugendlichen und Leute mittleren alters mit alkoholischen Getränken in der Hand. Dabei scheint es gar keine Rolle zu spielen, in welchem Stadtteil man sich aufhält – Sehen wir einmal von den Refugien des Geldadels ab.

Dazu kommt ein Bericht, der neulich in den Nachrichten war demzufolge die Polizei zugibt, das Gewaltmonopol auf deutschen Straßen nicht mehr aufrecht erhalten zu können und sich Bürger zurecht in manchen Stadtteilen nicht mehr sicher fühlen können. Sogar die Einrichtung von sogenannten „Sicherheitszonen“ war im Gespräch.

Doch woher kommt das alles? Und warum beschleunigt sich der Verfall immer weiter? Sind wir nicht das reichste Land in der EU?

Sicher – uns geht es verhältnismäßig gut wenn man den starken Zahlen aus Wirtschaft und Börse sowie die geringe Arbeitslosenquote anschaut. Aber das sind eben nur Zahlen – Das allgemeine Wohlbefinden der Bürger läuft offenbar nicht synchron zu diesen Werten.

Schnell scheint ein Übeltäter gefunden zu sein: „Faule Arbeitslose“ und „gelangweilte Jugendliche“ immer wieder als Ursache sämtlicher Probleme herangezogen. Klar – Es ist ja auch schön einfach, alles auf einen Sündenbock abzuwälzen. Dazu kommen pünktlich zu jedem bundesdeutschen Armutsbericht neue Serien auf RTL welche völlig überzogen über HartzIV Familien herziehen – Damit es den Betroffenen vermittelt dass andere es noch schlechter haben und dem Rest der Bevölkerung Angst macht um diesen somit immer noch ein Stückchen weiter davon zu entfernen, kritische Fragen zu stellen.

Doch wie kommt das alles? Warum lassen wir so mit uns umgehen? Und wie kann man das ändern?

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Ein extrem lautes und ungewöhnliches Flugzeug über Essen in NRW

Piaggio P180 Avanti Schnappschuß bei Testflügen in Pescara, Italien Author: raboe001 Veröffentlicht auf WIKIPEDIA http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Piaggio_p_180_03.jpg
Piaggio P180 Avanti Schnappschuß bei Testflügen in Pescara, Italien
Author: raboe001
Veröffentlicht auf WIKIPEDIA
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Piaggio_p_180_03.jpg

Seit einigen Monaten überfliegt uns immer mal wieder ein extrem lautes und ungewöhnliches Flugzeug mit zwei hinten angebrachten Propellern und einer Art Hammer am Bug. (Hammerhead / Hammerkopf)

Heute, am 07. Februar 2014 zwischen 12 und 13 Uhr wurde dieses Objekt über der Frohnhauser Straße in Essen, NRW gesichtet. Dabei war es wohl noch lauter als sonst – Autofahrer haben angehalten und den Himmel abgesucht, Kinder und Fußgänger haben einen Schock davon getragen, es hörte sich an, als würde die Welt über einem zusammen brechen – Oder eben dass in wenigen Sekunden ein Flugzeug abstürzen würde.

Dabei ist dieses Biest immer sehr laut.

Zuerst bemerkt habe ich es im Spätsommer letzten Jahres. Seither taucht das Teil immer mal wieder auf.

Bei meinen Recherchen habe ich herausgefunden, dass es sich dabei um ein italienisches Flugzeug vom Modell Piaggio P.180 Avanti 2 handelt. Dieses gibt es zum einen als Geschäftsreise-Flugzeug als auch für das italienische Militär als unbemannte Version für Drohnenaufträge.

Hier wird es sich allerdings um eine zivile Maschine gehandelt haben – Es sei denn das Militär will seinen Feind mit dieser Drohne an einem Herzinfarkt sterben lassen…

Wie kann man nun versuchen, ein Flugverbot für diese Maschine für den Luftraum über Essen zu erwirken? An wen kann man sich da wenden?

Ich freue mich schon auf eure Kommentare.

UPDATE am 21.10.2015:

In der Zwischenzeit ist dieses Flugzeug bereits mehrfach wieder über unser Wohngebiet geflogen. Aber offenbar hat man eine Lösung für das Problem gefunden, denn man konnte sie vom Schallpegel her nicht von anderen Maschinen unterscheiden.

 

Von Marktschreiern und Erlebnismachern

SchreyerSie sind wieder da!

Nicht zum ersten Mal habe ich heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit jemanden an der Kreuzung Harkortstraße, Martin-Luther-Straße & Frohnhauser Straße in Essen gesehen, der lauthals Informationen verkündete.

Ein Betrunkener Irrer? Verrückter? Nein, gar nicht! Außerdem waren es zwei verschiedene Personen letztes Mal und heute.

Heute ging es um Artikel und Aktenzeichen in einem Fall des internationalen Gerichtshofes. Letztes Mal ging es um Tierversuche und Kosmetika.

Da fühlt man sich ins alte Rom oder in das Mittelalter zurück versetzt – Ich finde das aber toll. Sehr interessant, dass es so etwas wieder gibt. Es stand sogar Publikum dabei. Früher oder später werden solche Leute natürlich von der Staatsmacht entfernt (wurden Sie ja schon immer) aber wie gesagt finde ich es lustig, dass es so etwas wieder gibt. Sehr interessant, weiter so 🙂

Gibt es so etwas bei euch auch?

Pro Messe Essen

Logo, Public Domain, http://pro-messe-essen.de | Downloads Pressebereich
Logo, Public Domain, http://pro-messe-essen.de | Downloads Pressebereich

Jede Stimme zählt

beim Bürgerentscheid am 19.01.2014 mit „NEIN“ Stimmen, um den Messeausbau zu unterstützen!


In den letzten Wochen müsste jeder Bürger der Stadt Essen Wahlunterlagen per Post erhalten haben. Es geht dabei um unsere Messe –  Eines der umstrittensten Themen in diesen Tagen, welche unsere Stadt betreffen.

Denn während finanzielle Unterstützung für Modernisierung von Messeanlagen in den meisten, bedeutenden Städten Deutschlands gar kein Thema ist, da man Stolz empfindet und Respekt für die Bedeutung der Messe zeigt, wird in Essen darüber gestritten, ob die Messe ausgebaut und modernisiert werden soll und wenn ja, in welchem Umfang.

Nicht zuletzt natürlich geht diese Diskussion auf die finanzielle Lage der Stadt zurück. Aber neben Flurfunk und beiläufigen Gesprächen hat sich ein großer Teil der Bevölkerung überhaupt nicht detailliert damit befasst, was alles hinter dem Projekt steht.

Ich habe mir nun das gesamte Informationsmaterial angeschaut und möchte hier eine kleine Zusammenfassung geben. Mit meiner Meinung dazu möchte ich natürlich niemandem vor den Kopf stoßen, doch es ist auch hier so wie es immer im Leben ist sobald es zu einer Entscheidung kommt, die mit „ja“ oder „nein“ beantwortet werden muss – Man ist gezwungen, für eine Seite Stellung zu beziehen. Und wie man vermutlich an Bild & Titel dieses Beitrages erkennt, habe ich mich dazu entschlossen, den Ausbau der Messe zu unterstützen.

Hier möchte ich euch nun kurz aufzeigen, warum.

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Stadtbild Essen – Zwischen Licht, Kunst und Verfall

a40ezentrum Stadtbild Essen – Zwischen Licht, Kunst und Verfall

Ich möchte euch hiermit ein paar Bilder aus der Kategorie „Stadtfotos“ vorstellen, welche ich in den letzten Wochen aufgenommen habe. Diese Fotostrecke nenne ich: „Stadtbild Essen: Zwischen Licht, Kunst und Verfall“.

Hintergrund sind die ständig wechselnden Eindrücke einer Stadt im Alltagsleben, welche plötzlich wechseln können – Abhängig von Wetterlage, Tageszeit oder sei es auch nur dem Abbiegen in die nächste Straße. Ob es eine Dämmerung ist, das Glitzern der Lichter in der Nacht oder auch die Schattenseite: Heruntergekommene, bizarre Orte.

Dafür schieße ich mit meiner Smartphone Cam immer mal wieder Motive, die mir vor die Linse kommen – Alltägliche Bilder aus ganz normalen Zeiten. Nichts Gestelltes sondern einfach nur Bilder, wie Sie ein ganz normaler Tag mit sich bringt. Ob diese Herangehensweise langweilig oder interessant ist – Diese Entscheidung liegt an euch.

Ich freue mich schon auf eure Kommentare dazu und wünsche euch viel Spaß mit den Bildern. Zum Vergrößern einfach anklicken, weitere Bilder bei Klick auf „Weiterlesen“, sofern man auf der Seitenübersicht ist.

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Zwei neue Stadtfotos

Zwei neue Stadtfotos

Hallo zusammen,

heute habe ich noch zwei neue Stadtfotos für Euch bzw. auch für die Galerie „Stadtfotos“. Und zwar die Haltestelle am ETEC an einem schönen Sommertag und das völlig verrostete, metallene Stadtarchiv im Essener Zentrum.

haltestelle-etec rostiges-stadtarchiv

Die komplette Galerie gibt’s hier:
https://home.guender.net/galerie/stadtfotos/

Essen Frohnhausen – Die Rückkehr der gelben Bude

Essen Frohnhausen – Die Rückkehr der gelben Bude

die-gelbe-bude Ich weiß noch – Kurz vor meinem Urlaub hing ein Zettelchen im Fenster der „Die Gelbe Bude“ in Essen Frohnhausen – Jetzt 24 Stunden geöffnet. Und nur wenige Tage danach – „Zu Vermieten“.

Schock! Ein wichtiges Stück direkter Nachbarschaft war verloren.

Doch nun hat diese wieder geöffnet – Unter neuer Leitung.

Daher wünsche ich den Betreibern gute Geschäfte und ein herzliches Willkommen in der Nachbarschaft.

Hoffentlich bleibt ihr uns nun eine Weile erhalten 🙂

Wo soll ich denn sonst am Wochenende meine Noteinkäufe machen? Auch wenn es nicht viel weiter ist – Aber die 24 Stunden Bude am Gemarkenplatz ist dann doch ein paar Meter zu weit für den notorisch faulen Bürger 🙂

Essen Frohnhausen – Unser Pennymarkt ist bald wieder da

Essen Frohnhausen – Unser Pennymarkt ist bald wieder da

penny Bald ist es soweit! In drei Wochen, am 23. September 2013 macht endlich wieder unser Pennymarkt auf.

Nach langer Abstinenz kann man dann wieder zu vernünftigen Preisen in der unmittelbaren Nachbarschaft einkaufen gehen.

Ein Blick durch den am Sonntag offenen Eingangsbereich zeigte auch eine Überraschung: Zumindest wirkte es optisch so als hätte man es geschafft, zusätzlichen Raum zu schaffen – Vielleicht durch einen Anbau weiter hinten am Gebäude?

Es mag allerdings nur so gewirkt haben – Man darf also gespannt sein.

Nur noch drei Wochen! 😀

Keine Straßenbahnen mehr in Mülheim an der Ruhr

Keine Straßenbahnen mehr in Mülheim an der Ruhr

abzweigaktienstr Der Verfall der Infrastruktur schreitet voran. Nach so vielen Jahren stellt unsere Nachbarstadt Stadt Mülheim an der Ruhr bald den Betrieb ihrer Straßen- und U-Bahnen ein.

Das beruhigende, vibrierende, langsam an den Fundamenten der umliegenden Häuser nagende Rumpeln der Straßenbahnen aus Essen und Mülheim hat mich in über 10 Jahren Wohnen am Abzweig Aktienstraße täglich begleitet – Nun wird es für die dort verbliebenen wohl bald etwas ruhiger werden.

Zumindest behauptet dies ein Artikel, der heute morgen bei der WAZ Mediengruppe (derwesten.de) erschienen ist. Demnach ist einfach nicht genug Geld dafür da, das Schienennetz aufrecht zu erhalten und zu warten.

Ich finde, die benachbarten Städte sollten dafür alle zusammenwerfen, denn schließlich geht es hier „nur“ um ein paar Millionen Euro die fehlen – Während man Milliarden in den Süden Europas schießt.

Die Straßenbahnen sind eine langjährige Institution, die nicht aus dem Ruhrgebiet wegzudenken ist. Die Umstellung auf privatisierte Buslinien kann da keine Lösung für sein. Ausserdem baut die Stadt Essen aktuell erst das Schienennetz aus – Unter anderem ist dies vor Kurzem erst mit der Linie in Richtung Mülheim geschehen. Ich erinnere mich noch gut an die riesige Baustelle, die Wochenlang die Aktienstraße ab Tankstelle/Edeka/Aldi blockiert und zu wahnwitzigen Staus geführt hat.

Soll das nun alles umsonst gewesen sein? Die dort verpulverten Gelder sollte die ganze Diskussion also obsolet machen.

Zu Not muss eben eine Bürgerinitiative her – Wenn jeder Bürger angeschlossener Städte der meoLine auch nur einen Euro im Jahr geben würde, wäre das ganze Nahverkehrsnetz saniert.

Also tragt die Information weiter! Es reicht mit dem Sparwahnsinn – Spart an den Gehältern der Manager – Spart an den Renten der Politiker – Aber nicht mehr an unserer Infrastruktur. Es ist ja nicht so, als wäre das erst der Anfang! (vom Ende)

Andere Alternative –> Soli für die Weststädte? 😉 (Aufbauprojekt West)

Stand up!

Achtung: Gaswolke über NRW [UPDATE 2]

Achtung: Gaswolke über NRW [UPDATE 2]

[UPDATE 2] Gegen 12 Uhr hat die Stadt Mülheim offiziell Entwarnung gegeben, der Wind hat sich nun gedreht und die Wolke ist unterwegs in Richtung Moers. Einwohner diese Region sollen auf die lokalen Medien achten!

[UPDATE] Die Menschen in Krefeld, Duisburg, Mülheim und sogar Essen sollen Türen und Fenster geschlossen halten. Nach ersten Messungen ist die Wolke aber nicht giftig.

Seit heute Morgen brennt eine Lagerhalle eines Düngemittelherstellers in Krefeld. Eine Wolke aus Gas breitet sich derzeit Richtung Duisburg Süd aus und zieht offensichtlich weiter ostwärts – Könnte somit auch Mülheim oder Essen erreichen.

Wer also aus der Region kommt sollte auf jeden Fall ein Ohr auf’s Radio haben – Und sobald ihr eine Sirene hört begebt Euch ins Innere von Gebäuden, schliesst Fenster und Türen.

Die Feuerwehr misst aktuell wie schädlich die Gase sind, man kann derzeit nicht einschätzen ob die Wolke gesundheitsschädlich ist oder nicht. Daher solltet ihr im Alarmfall auf jeden Fall die Sicherheitsregeln einhalten.

Selbst Fahrzeuge der Essener Feuerwehr und der ganzen Region sind inzwischen zum Unfallort aufgebrochen.

Aktuelle Infos hier:
http://www.n-tv.de/panorama/Giftwolke-zieht-nach-Duisburg-article7306226.html

http://www.n24.de/news/newsitem_8242877.html