Heute am Nachthimmel: Mond, Jupiter und Venus

mondjupitervenus_0 Heute am Nachthimmel:
Mond, Jupiter und Venus

Heute Abend (Sonntag, 25.03.2012) hab ich mal wieder vom Küchenfenster aus den Nachthimmel beobachtet. Und wie vor kurzem berichtet, nähern sich aus unserer Sicht die Planeten Venus und Jupiter einander an. Sie erscheinen derzeit auf gespenstische Weise am Nachthimmel – Dort wo früher eigentlich nichts war. XD

Ich hab mich also mal mit meiner bescheidenen Ausrüstung hingestellt und ein paar Bilder gemacht. Also, wenn ihr das nächste mal in den Sternenhimmel schaut – Nun wisst ihr, was sich da oben so tut und wo auf einmal die beiden neuen Objekte am Himmel herkommen, die seit Februar und März 2012 erscheinen. Dass der Mond am Nachthimmel ist, habe ich natürlich nur dazu geschrieben um Euch einen Orientierungspunkt zu geben. ^_^

Bestimmt gibt’s im Internet schon die ersten Gerüchte und Theorien dass nun auf einmal neue Raumschiffe oder Satelliten im Orbit sind – Tja es sind „leider“ nur Venus und Jupiter, die am westliche Nachthimmel nun ihre Bahnen ziehen.

Meine Bilder dazu gibt’s mit Klick auf „Weiterlesen“.

Gruß!

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Polarlichter / Nordlichter Anfang 2012

Polarlichter / Nordlichter Anfang 2012
Aufnahmen von der ISS

Dass es dieses Jahr bereits einige starke Sonnenstürme gab wurde ja bereits auf Nilenia berichtet. Oftmals gab es auch Ankündigungen zum Thema Polarlichter – Deutschland ging da aber leider immer leer aus und selbst wenn es solche Erscheinungen bei uns gegeben hätte – Die Wolkendecke war immer enttäuschend dicht.

Allerdings gibt es fantastische Aufnahmen, welche von Bord der internationalen Raumstation (ISS) aus entstanden sind und zwar im Januar und im Februar 2012. Damit ihr also auch etwas davon habt, gibt’s nun eine Kopie davon auf YouTube.

Die Originalaufnahme davon wurde übrigens von einem Youtube-User mit Namen „Flight Regression“ ins Netz gestellt. Da es aber leider viel zu oft vorkommt, dass Videos nach kurzer Zeit wieder verschwinden, habe ich davon eine Sicherheitskopie gemacht.

Viel Spaß mit dem Video!

Polarlichter / Nordlichter 2012 – ISS Aufnahmen

Rendezvous am Himmel – Venus & Jupiter

Rendezvous am Himmel – Venus & Jupiter

Das Jahr 2012 bietet wirklich Einiges für Fans der Astronomie.

Heute Abend bietet sich ein ganz besonderes Spektakel:
Die Bahnen von Venus und Jupiter kommen sich aus unserer Sicht heute Nacht sehr nah. Dabei wird Ihre Entfernung nurnoch ca. 3 Grad betragen.

Keine Angst – Eine kosmische Kollision steht uns nicht bevor – Es sieht nur von unserem Standort her so aus. In Wirklichkeit sind die Planetenbahnen sehr weit voneinander entfernt.
Mit etwas Wetterglück kann man das Spektakel heute Abend kurz nach Sonnenuntergang am westlichen Himmel beobachten. (Etwa 30° über dem Horizont, Venus ist der hellere Planet.)

Während die Venus etwa die Größe der Erde hat und hauptsächlich aus Felsen besteht ist der Jupiter ein gigantischer Gasriese, der unter anderem für den Schutz unseres Sonnensystems vor Asterioiden und anderem Zeugs aus dem all sorgt. Seine riesige Anziehungskraft zieht die Meisten Objekte in seine Bahn.

Übrigens: Am 6. Juni findet der sogenannte Venus-Transit statt – Dabei wird der Planet (auch wieder aus unserer Sicht) direkt an der Sonne vorbeifliegen und wird somit als dunkler Punkt auf unserem Stern zu sehen sein!

Stärkster Sonnensturm seit 2003

Stärkster Sonnensturm seit 2003

sternenkarte-screenshot

Im Jahr 2003 sind in den USA große Teile des Stromnetzes ausgefallen, ein mehrere Millionen Dollar teurer US-Satellit ist zerstört worden und zeitweise lagen Handynetze und GPS-Navigation lahm.

So etwas könnte uns an diesem Wochenende auch treffen, denn auf der Sonne hat sich ein Ausbruch der Stufe G3 ereignet. (G5 ist das höchste auf der bisherigen Skala).
Bereits seit Beginn der Woche gibt es wieder hohe Aktivitäten auf unserem Stern (auch zu sehen auf dem Statusmonitor für Weltraumwetter) und es wurde auch schon vor kurzem ein geomagnetischer Sturm im Erdmagnetfeld angemeldet. Das ging auch mal wieder durch alle Medien. Doch wir hatten Glück: Die gigantische Gasfackel von der Sonne schrammte die Erde nur. Trotzdem konnte man in Nordeuropa spektakuläre Polarlichter sehen.

Doch noch an diesem Wochenende könnte es erneut starke Stürme in unserem Magnetfeld geben, der nächste Massenauswurf aus der Sonne ist bereits auf dem Weg. Es bleibt allerdings wie immer abzuwarten, ob wir in Deutschland auch Zeuge dieser Aktivitäten werden.

Der stärkste, bisher bekannte Sonnensturm ereignete sich übrigens im Jahr 1859: In der Nacht zum 29. August 1859 machen riesige Leuchtschwaden am Himmel in Europa und Nordamerika die Nacht zum Tag. Kompassnadeln schlagen wie von Geisterhand aus, in den Städten fürchten die Menschen eine nahende Feuersbrunst. Und Seefahrer berichten von einem brennenden Himmel, der auf sie herabstürzt – viele sehen ihr Ende nahen. Zur gleichen Zeit bricht das noch junge Telegrafennetz in Nordamerika und Europa wie aus dem Nichts zusammen. Leitungen schmoren durch oder sprühen Funken, Telegrafenpapier fängt Feuer. Jetzt steht die Presse endgültig Kopf. Wilde Gerüchte über die Ursachen kursieren: Von mächtigen Blitzen in großen Höhen ist die Rede und von meteoritischer Materie aus dem All, welche die Erde trifft.

Schon bald haben Forscher die Sonne im Verdacht. Doch die wahren Zusammenhänge erkennen sie erst mehr als 100 Jahre später. Immer wieder schleudert die Sonne mächtige Wolken geladener Teilchen mit bis zu 3000 Kilometern pro Sekunde in den interplanetaren Raum.

Trifft eine solche hochenergetische Wolke auf das Magnetfeld der Erde, kann es zu einem Kurzschluss kommen. Dann dringen elektrisch geladene Teilchen tief in die Erdatmosphäre ein. Sie erzeugen bezaubernd schöne Polarlichter am Himmel – und können zerstörerische Ströme in Oberlandleitungen von bis zu 1000 Ampere hervorrufen. Der Sonnensturm von 1859 war der stärkste gemessene Sonnensturm aller Zeiten.

In einem Zyklus von etwa 11 Jahren schwankt die Aktivität der Sonne; seit 2010 nimmt diese wieder zu und wird ihren Höhepunkt voraussichtlich im Jahr 2013 haben. Danach folgt wieder eine Zeit der Ruhe. Es gilt inzwischen auch als sehr wahrscheinlich, dass einige der extremen Wettersituationen, wie wir sie derzeit auf der Erde erleben direkt mit der Aktivität der Sonne und den daraus resultierenden Magnetstürmen zusammenhängen.

Besuch aus dem Weltraum

asteroid-2012-da14 Near-Earth Asteroid 2012 DA14 to Miss Earth on February 15, 2013 Paul Chodas, Jon Giorgini & Don Yeomans NASA/JPL Near-Earth Object Program Office March 6, 2012 Discovered by the LaSagra observatory in southern Spain, the small asteroid 2012 DA14 will pass within about 3.5 Earth radii of the Earth's surface on February 15, 2013. Although its size is not well determined, this near-Earth asteroid is thought to be about 45 meters in diameter. Asteroid 2012 DA14 will pass inside the geosynchronous satellite ring, located about 35,800 km above the equator. Its orbit about the sun can bring it no closer to the Earth's surface than 3.2 Earth radii on February 15, 2013. On this date, the asteroid will travel rapidly from the southern evening sky into the northern morning sky with its closest Earth approach occurring about 19:26 UTC when it will achieve a magnitude of less than seven, which is somewhat fainter than naked eye visibility. About 4 minutes after its Earth close approach, there is a good chance it will pass into the Earth's shadow for about 18 minutes or so before reappearing from the eclipse. When traveling rapidly into the northern morning sky, 2012 DA14 will quickly fade in brightness.Besuch aus dem Weltraum

Am 15. Februar 2013 gegen 20:26 wird ein Asteroid nur knapp an der Erde vorbei fliegen. Zu einem Einschlag wird es dabei nicht kommen.
Das haben die NASA-Wissenschaftler Paul Chodas, Jon Giorgini & Don Yeomans vom „NASA/JPL Near-Earth Object Program Office“ am Dienstag gemeldet.
Entdeckt wurde der Brocken vom LaSagra Observatorium in Süd-Spanien.

Er trägt den Namen „2012 DA 14“, seine Größe ist noch nicht genau vermessen wird aber auf ca. 45 Meter Durchmesser geschätzt.
Das Teil wird in einer Entfernung von nur 3,2 Erdradien an uns vorbei fliegen, das sind knapp 20.000 Kilometer.

Dabei ist zu beachten, dass die meisten Satelliten in einer Entfernung von 35.800 Kilometern Entfernung kreisen – „2012 DA14“ wird also näher an uns herankommen, als der äussere, geosynchrone Satellitenring.

Auf der Erde wird man allerdings wohl kaum etwas davon sehen können, mit seinen schätzungsweise 45 Metern ist das Objekt relativ klein. Doch auch wenn es zu einem Einschlag kommen würde, bestände kaum ein Grund zur Sorge: Denn generell sagt man auch, dass Asteroiden mit unter 30 Metern Durchmesser beim Einschlag wohl wenig bis garkeinen Schaden auf der Erde verursachen würden – Das Meiste würde einfach beim Eintritt in die Atmosphäre verglühen.

Ein 45-Meter-Brocken würde da wohl keine große Ausnahme sein.

The final Launch!

The Final Launch!

Heute war es dann soweit: Mit der „Atlantis“ ist das letzte U.S. Space-Shuttle zu seiner Mission aufgebrochen. Mit der Mission „STS-135“ geht nun eine Ära zuende, die einst im Jahr 1981 begann.
Der Start verflief nach zwei kleineren Pannen und anfänglichen Wetterproblemen dann doch noch problemlos. Die regenhaltigen Wolken haben sich im letzten Moment glücklicherweise verzogen. Das Shuttle darf nämlich beim Start auf keinen Fall nass werden – Die Flüssigkeit auf der Aussenhülle würde ab einer gewissen Höhe nämlich sofort gefrieren und könnte die Systeme des Schiffs beschädigen.

Einem Bericht des U.S. Nachrichtensenders „CNN“ zufolge sind mehrere hundertausend Menschen zu diesem Event gekommen.
In Zukunft sollen sich private Unternehmen um den erdnahen Raumverkehr kümmern, das nächste, geplante Projekt der NASA ist ein neues Schiff für Langzeitmissionen wie zB die Mission zum Mars. Erste Testflüge sollen schon sehr bald starten, über die Planungsphase sei man hier schon hinaus.

Ich habe einen Mitschnitt des Starts bei NASATV gemacht und diesen bei Youtube hochgeladen:

The Final Launch – SpaceShuttle Atlantis, STS-135