Das große Ganze

Universe Cell

Es folgt ein Gedankengang…

Warum kommt es einem manchmal so vor, als würde man beobachtet und stellt dann fest, dass dem wirklich so ist? Warum denkt man manchmal an eine Person – Und kurz darauf ruft diese dann an oder schreibt eine Nachricht? Oder warum hat man öfters Vorahnungen, die bald darauf in Erfüllung gehen? Und was hat das Universum damit zu tun?

Das sind vermutlich Fragen, die bereits von Philosophen aller Zeitalter gestellt wurden. Die moderne Wissenschaft bringt uns immer weiter an die Antworten heran – Auch wenn ein Stück weit immer noch Glaube und Esoterik von Bedeutung bleiben.

Aber fangen wir mal ganz von vorne an.

Bereits vor den ersten menschlichen Siedlungen (also zu einer Zeit, als wir noch Jäger und Sammler waren) gab es Religion. Das zeigt eine Ausgrabung in der heutigen Türkei, welche eine Kultstätte zutage brachte, die errichtet wurde noch bevor die Menschen das allererste Haus erbauten. Somit ist Religion nachweislich ein zentraler Bestandteil der menschlichen Kultur – und dies bereits seit den ersten Tagen unserer Zivilisation.

Und es ist auch leicht zu verstehen wieso.

universe-fieldBevor es die Wissenschaft gab, diente Religion in allererster Linie dem Zweck, die Umwelt zu verstehen und mittels zugehörigem Verhaltenskodex eine Art gesellschaftliche Stabilität zu erzeugen. Wenn es einen Sturm gab, eine Dürre, Regen oder gar Sonnenauf- und Untergänge so musste eine göttliche Macht dahinter stehen. Die Götter waren quasi die Erklärung für alles. Mit der Zeit entwickelte sich die menschliche Weltsicht durch Beobachtung aber weiter und mit ihr auch die Religion.

Inzwischen geht es bei Religion überwiegend um spirituelle Führung sowie dem festen Willen, Körper und Geist in Einklang zu bringen um letztlich ein gutes Leben führen zu können. Einige Mönche erreichen beispielsweise einen Grad der Meditation in dem sie ohne die Augen zu öffnen ihre komplette Umgebung wahrnehmen können. Sie „spüren“ andere Menschen schon lange bevor man diese hören oder sehen kann. Selbst ein Erkennen von Farben und Formen entfernter Objekte soll so möglich sein.

Ist das alles esoterischer Quatsch oder ist es möglich, dass wir aufgrund unserer natürlichen Veranlagung nach Religion bzw. geistiger Führung streben?

Es war die Religion, welche noch lange vor der Gründung von Nationalstaaten große Menschenmengen zusammenbringen konnte. Zuvor gab es lediglich zweckgebundene Gemeinschaften, welche allein dem Überlebenswillen zugute kamen. Immerhin lebte es sich zu einer Zeit da gefährliche Raubtiere die gesamte Natur dominierten in einer großen Gruppe deutlich länger.

Doch das Prinzip der Vernetzung gab es in unserer Kultur schon immer. Sei es nun durch jene, frühen Zweck-Gemeinschaften, Familien, römischen Straßenbau, Kurierdienste, religiösen Zusammenhalt oder das heutige Internet.

In der Tierwelt findet man ähnliche Phänomene. So bewegen sich ganze Schwärme von Vögeln, Fischen, Antilopen etc. in perfekter Synchronisation – Ohne eine Art erkennbarer Kommunikation.

Dieses Prinzip ist allgegenwärtig – Selbst in den Weiten des Universums. Doch seit wir uns immer mehr auf unsere Technologie verlassen und uns nicht mehr als Teil der Natur verstehen, entfremden wir uns immer weiter von unserer eigentlichen Lebensweise. Ausgerechnet die Wissenschaft, jene kalte, kalkulierte von Logik geprägte Lehre soll uns nun wieder in die richtige Richtung lenken – Wenn wir nur unser Verständnis für das Wesentliche und Offensichtliche zurückerlangen.

Universum und LebenInzwischen haben wir einen ziemlich guten Blick auf unser Universum erhascht. Ist die Entfernung zum Betrachter groß genug, so kann man beispielsweise sehen, dass die Gesamtstruktur des Universums große Ähnlichkeiten mit dem Aufbau eines Gehirns hat.

Auch hier kommt wieder das Prinzip der Vernetzung zum Vorschein.

Wenn das noch nicht reicht um das Universum als lebenden Organismus zu verstehen, so vergleiche man einmal die Geburt einer Zelle mit dem Tod eines Sternes. Durch beide Vorgänge wird ein bestehendes Objekt zugunsten neuer Erscheinungsformen aufgelöst.

Das Bild rechts zeigt noch einen weiteren Vergleich und zwar den eines Sternennebels mit dem Muster eines menschlichen Auges.

Wir finden also die unterschiedlichsten Formen und Muster sowohl in den Tiefen des Weltraums als auch auf unserem eigenen Planeten wieder. Die Struktur des Lebens ist also offenbar überall im Universum gleich. Und jede Struktur strebt nach Vernetzung. Selbst Atome gehen Verbindungen ein und bilden dadurch neue Erscheinungsformen.

Auch haben Messungen schon vor langer Zeit ergeben, dass sich das Universum ausdehnt. Muss es ja auch – Es ist ja quasi noch ein Kind, welches wächst. In der Natur gilt: Alles was wächst, wird größer.

Wenn wir anhand dieser neuen Sichtweise weiter darüber nachdenken, so kommen wir letztlich zu dem Schluss, dass wir als Teil dieses Netzwerkes auch Zugriff auf den uns unmittelbar passierenden „Datenstrom“ nehmen können. Ähnlich dem elektrischen Strom welcher durch ein Netzwerkkabel fließt, gibt es auch im Universum geladene Teilchen, welche sich quasi ungehindert durch jede feste Materie hinweg bewegen können: Neutrinos.

In Verbindung mit der Tatsache, dass jedes lebende Wesen ein messbares, elektromagnetisches Feld abgibt, erscheint es gar nicht mehr so abwegig, dass Bindungen zwischen Mensch und Natur über den körperlichen Kontakt hinausgehen können.

Die Ausdehnung des Universums infolge des „Zellwachstums“ könnte darüber hinaus auch wieder eine Brücke zur Religion schlagen. Laut Energieerhaltungssatz ändert sich die Menge der Energie in einem isolierten System (ganzheitlich also auch im Universum) nicht – Sie wird nicht „verbraucht“ sondern wechselt nur ihre Form.

Wenn nun der Körper eines Lebewesens stirbt, verwandelt dieser sich wieder in seine Grundbestandteile. Die Natur verwendet diese dann um neue Erscheinungsformen zu bilden. Aber was ist mit dem Geist? Jene elektrische Ladung, die Gedanken im Gehirn entstehen lässt oder es ermöglicht, die Muskeln zu bewegen muss folglich auch irgendwo hin.

Also werden Religionen, die eine Form von „Leben nach dem Tod“ predigen am Ende wohl doch Recht behalten.

Wie diese Form des Lebens aussieht – Das bleibt wohl noch zu klären. Wer weiß: Vielleicht tragen wir dadurch ja auch zum Wachstum des Universums bei. Unsere Energie im Universum könnte somit auch unser gesammeltes Wissen, unsere Erfahrungen und Persönlichkeit transportieren und somit zum Teil des Großen Ganzen machen. Hier wäre es dann um so wichtiger diesen Datenstrom auch lesbar zu machen. Das würde einige Probleme lösen.

Mit dieser Überlegung drängt sich einem aber vor allem auch die Frage auf, ob unser ganzes Leben und der Tod letztlich dem Zweck dienen, das Universum zu bereichern um die bestmögliche, evolutionäre Form vorzubereiten, das Wachstum zu beschleunigen oder  einen Teil zum Erreichen eines komplexen Zieles beizusteuern, welches das lebendige Universum als solches verfolgt. Sinn des Lebens? Ganz kurz gehabt – und schon wieder die nächsten Fragen. 🙂

Doch selbst wenn wir alle nach dem Tod in einer kosmischen Brühe aus Energie hin und her schwappen sollten, so würde die „elektrische Gemeinschaft“ bestimmt nicht von „bösen Schwingungen“ schlechter Menschen begeistert sein.

Wie auch immer es also ausgeht – Es lohnt sich trotz allem, ein guter Mensch zu sein.

 

Bilddaten:
Alle Beitragsbilder wurden von der NASA als „Public Domain“ veröffentlicht und sind somit frei verwendbar.

8 Gedanken zu “Das große Ganze

  1. Daumen hoch Nick. Diese Gedankenexpedition trägt wahrlich mehrere Schätze mit sich, deren Sinnhaftigkeit dem Leser erst durch Deine Formulierungen tief ins Bewusstsein sickern. Danke dafür! Besonders schön ist der Vergleich der Geburt einer Zelle mit dem Tod eines Sterns. Wenn das tatsächlich die Weltformel sein sollte, lass sie Dir mal ganz schnell patentieren 😉

    • Vielen Dank für Deine Nachricht – es freut mich sehr, dass der Beitrag gut angekommen ist. 🙂

      Wird schwer, sich jetzt noch zu steigern. Aber kommt Zeit, kommt Rat – Oder ein neuer Beitrag! 🙂

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