Das intelligente Pflaster

Pflaster | Quelle: Pixabay.com | Lizenz: CC0 / GemeinfreiDie Nanotechnologie hat inzwischen Einzug in das alltägliche Leben gehalten. So haben ägyptische Forscher nun mithilfe von Nanostrukturen einen neuartigen Wundverband entwickelt, der ein Medikament zur Wundheilung gleichmäßig und regelmäßig auf einer Wunde verteilen kann.

Sie benutzen dazu den Wirkstoff „Phenytoin„, der eigentlich zur Behandlung von Epilepsie eingesetzt wird.

Wie man festgestellt hat, beschleunigt dieses Mittel allerdings auch die Wundheilung um ein Vielfaches. So kann ein Verband, der das in Nanokapseln untergebrachte Mediakament mit Hilfe von Nanoröhrchen gleichmäßig und konstant auf einer Wunde verteilt, die Heilung so stark beschleunigen, dass sich an den betroffenen Stellen nicht einmal mehr Narben bilden sollen.

Aktuell versucht man einen Prototypen für die Massenherstellung und somit flächendeckende Markteinführung zu entwickeln.

Der Erfindergeist hat wieder einmal zugeschlagen – Das Produkt könnte vor allem bei Katastrophen und in Krisen- oder Kriegsgebieten für eine massive Erleichterung bei den Ärzten und Ersthelfern sorgen. Bedenklich finde ich allerdings in welchem Ausmaß die bisher kaum erprobte Nanotechnologie in unsere Biosphäre entlassen wird.

Erst vor Kurzem gab es wieder eine Studie, der-zufolge die Nanopartikel in Kosmetik- und Pflegeprodukten bereits heute zu einer erheblichen Mehrbelastung unserer Wasservorräte führen. Man kann diese nicht mehr ohne eine flächendeckende Modernisierung von Klär- und Recyclinganlagen aus dem Kreislauf entfernen.

Auch sind Forscher besorgt, dass sogenannte Kohlenstoff-Nanoröhrchen in der Natur für dauerhaften Schaden sorgen könnten. Dieses extrem widerstandsfähige Zeug lässt sich kaum zerstören und ist so klein, dass es sich durch den Wind in der Luft transportieren lässt und auch in Organgewebe festsetzen kann.

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