Der Kampf gegen resistente Keime

Bakterie | Quelle: Pixabay.com | Lizenz: CC0 / GemeinfreiDie Angst geht um vor superresistenten Keimen – Bakterienstämmen, gegen die kein Antibiotikum mehr wirkt.

Immer häufiger wird davon berichtet, dass sich solche – früher auch Krankenhauskeime genannten – Bakterien nicht mehr nur in Kliniken aufhalten, sondern auch bereits in vielen Badeseen und auch in fließenden Gewässern nachgewiesen wurden.

Die Gefahr, sich mit so einem Keim anzustecken ist also wesentlich größer als noch vor einigen Jahren. Die Folgen einer solchen Infektion sind enorm – Erhebliche, gesundheitliche Einschränkungen bis hin zum Tod – Alles ist möglich.

Doch nun will man eine Lösung für das Problem gefunden haben.

Für ein von Menschen gemachtes Problem muss also auch eine menschengemachte Lösung her – Und laut Forschern der Abteilung für Evolutionär-Biologie an der Yale University heißt diese Lösung „Bakteriophage“. Bei Bakteriophagen oder auch nur „Phagen“ genannt, handelt es sich um speziell gezüchtete Viren, deren genetischer Code so programmiert ist, dass Sie sich lediglich von Bakterien eines bestimmten Stammes ernähren.

So vermehren sich die Viren im Körper des Patienten so lange, bis Sie alle Bakterien eines vorher bestimmten Types getötet haben und dann sterben sie wieder ab und werden vom Körper ausgeschieden – Genau so wie ein Antibiotikum.

Das Labor lässt sich regelmäßig neue Wassetrproben aus den U.S. Badeseen zukommen, um anhand der gefundenen Keime neue Phagen zu entwickeln. Erste Tests am Menschen haben übrigens auch bereits stattgefunden. Ein Patient beispielsweise hatte sich beim Baden in einem See mit einem multiresistenten Keim angesteckt. Schon nach kurzer Zeit konnte diese Infektion beseitigt werden und auch 18 Monate später zeigte er keine Anzeichen mehr einer Infektion.

Hier zeigt sich wieder einmal eindrucksvoll, was mit moderner Technik alles möglich ist und dass Menschen immer zu Bestleistungen angespornt werden, je größer ein Problem ist. Und so gibt es hoffentlich bald ein Schreckgespenst weniger auf der Welt – Vielleicht lassen sich Antibiotika auf diese Weise ja eines Tages sogar völlig ersetzen.


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