Der Klimawandel – Ein zyklisches Phänomen

bigpixel, „Klima im Koma“, CC-Lizenz (BY 2.0) http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de Das Bild stammt aus der kostenlosen Bilddatenbank www.piqs.deDas Klima befindet sich im Umbruch, selbst die hartgesottensten Kritiker müssen dies inzwischen einsehen.

In Folge der globalen Erwärmung gibt es mehr Stürme, Überflutungen aber auch Dürren und insgesamt ein sehr markantes Wetter auf dem Planeten. Es steht nicht zur Debatte, dass wir uns darauf vorbereiten müssen – Die Frage ist nur: In wie weit sind wir überhaupt am Klimawandel beteiligt?

Dies muss zunächst analysiert werden, denn nur daran können wir festmachen, ob wir den Prozess stoppen, verlangsamen oder umkehren können. Entsprechend unterschiedlich müssten unsere Maßnahmen sein.

Wir müssen uns also zunächst mit dem Prozess „Klimawandel“ auseinander setzen. Es handelt sich dabei keineswegs um ein „neues“ Phänomen. Genau genommen ist der Klimawandel auf der Erde ein nie abgeschlossener, durchlaufender Prozess. Das Klima auf dem Planeten verändert sich bereits seit den ersten Tagen seiner Existenz.

Lange vor dem ersten Auftauchen der Spezies Mensch hat es bereits – teils dramatische – Veränderungen im Klima gegeben. Wir sollten also eher von globaler Erwärmung sprechen, denn das bezeichnet in erster Linie den Einfluss des Menschen auf den natürlichen Prozess des Klimawandels. Der allgemeinen Meinung zufolge ist der Mensch für die klimatischen Veränderungen auf dem Planeten seit ca. 30 Jahren überwiegend verantwortlich.

Der Treibhauseffekt als solches ist aber zunächst einmal völlig natürlich. Ohne diesen wäre kein Leben auf dem Planeten möglich. Man ist sich zwar sicher, dass die Treibhausgase, welche durch Verbrennung fossiler Energieträger, Massentierhaltung, Rodung der Wälder, Landwirtschaft usw. entstehen die Erwärmung des Planeten zumindest begünstigen, jedoch sollte man Einfluss und Wirkung von beispielsweise Kohlendioxid (CO2) dabei genau im Blick haben.

CO2 funktioniert dahingehend nämlich logarithmisch. Das bedeutet: Wenn man den Einfluss von CO2 auf die globale Erwärmung vom jetzigen Stand aus verdoppeln möchte, müsste man die CO2-Konzentration in der Atmosphäre vervierfachen. Um diesen dann nochmals zu verdoppeln müsste man die Konzentration bereits verachtfachen. Es gibt also eine Art Sättigungseffekt bei dem zusätzliche CO2-Moleküle in der Luft keine zusätzliche Wirkung mehr haben.

Es ist aber wichtig zu wissen, dass neben CO2 der größte „Klimakiller“ Wasserdampf ist. Es ist also völlig falsch, den CO2 Ausstoß allein für die derzeitige Entwicklung verantwortlich zu machen. Wenn wir künftig im großen Stil mit Wasserstoff-Technologien arbeiten, sollten wir uns der Tatsache bewusst sein, dass wir so weiterhin einen Einfluss auf unser Klima nehmen könnten. Das gilt natürlich ebenso für die zahlreichen Kühltürme, die es bereits heute gibt.

Dazu kommt jetzt allerdings ein großer Unsicherheits-Faktor. Denn all diese Erkenntnisse legen zwar nahe, dass unsere Aktivitäten auf dem Planeten einen Beitrag zur globalen Erwärmung leisten – Es kann weiterhin aber nicht genau fest gemacht werden, wie groß unser Einfluss nun wirklich ist.

Der Planet befindet sich nach wie vor in einer Aufwärmphase. Diese dauert seit der letzten Eiszeit an. Solaraktivität, Achsneigung und Umlaufbahn spielen dabei ebenso eine Rolle wie der Zyklus des Planeten selber. Selbst auf anderen Planeten in unserem Sonnensystem wurden kürzlich Anzeichen für Erwärmungsprozesse entdeckt. Auch die Öffnung und Schließung von Meereswegen kann durch die temperaturausgleichende Wirkung von Meeresströmungen entsprechende Wirkungen erzielen.

In den Wetterdaten der letzten 100 Jahre wurde bis zum Jahr 1940 ein ähnlich rascher Temperaturanstieg wie heute aufgezeichnet. Damals haben Treibhausgase noch keine so große Rolle wie heute gespielt. Das wärmste Jahr war übrigens 1998. Hier war offenbar El Nino schuld – Denn bislang wurden die dort gemessenen Höchsttemperaturen nicht mehr überschritten. Von einer ruckartigen Erwärmung kann aktuell also nicht die Rede sein.

Fakt ist aber: Nichts zu unternehmen ist wesentlich teurer als jetzt Maßnahmen zu ergreifen. Denn ob wir einen Einfluss auf das Klima nehmen oder nicht ist letztlich egal, wenn wir den Planeten weiterhin vergiften. Daher sollten umweltfreundliche Technologien sowie die flächendeckende Wiederaufforstung gerodeter Waldflächen ohnehin höchste Priorität in der globalen Agenda haben. Und danach sollten wir unsere Infrastruktur entsprechend wetterfest machen.

Erst sobald all dies umgesetzt ist können wir feststellen, ob und in wie weit unser Einfluss Änderungen im Klima bewirkt. Und selbst wenn wir dann feststellen, dass unser Einfluss keinen oder kaum einen Unterschied gemacht hat, sind wir einerseits vorbereitet und andererseits haben wir unseren Kindern und deren Kindern dann zumindest eine Welt hinterlassen, in der man wieder bessere Luft atmen kann.

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5 Gedanken zu “Der Klimawandel – Ein zyklisches Phänomen

  1. wir haben schon einen Anteil an der Erwärmung, aber dieser liegt in unterem einstelligen Prozentbereich meiner Meinung nach. Aber es wird eben gepushed ohne Ende, um mit der Angst und dem schlechten Gewissen vieler ortentlich Kasse zu machen.

    Die meisten wissen eben nicht, das wir eigentlich gerade aus einer Eiszeit kommen, die es den Menschen auch ermöglichte, auf dem „Landweg“ über Sibirien nach Alaska einzuwandern. Genauso wie im das Weltweite kleine Eiszeit seit dem 15. Jh. bin hinein ins 19. Jh. Das wird alles gekonnt ausgeblendet, sogar im Schulunterricht nicht erwähnt, obwohl das eigentlich ein wichtiger Fakt ist. Das jetzt wieder die Temperatur recht schnell nach oben geht, ist villeicht genau der Anstieg, den die kleine Eiszeit zurückgehalten hat.

    übrigens, die Meere haben ein viel viel größeres Potenzial an Treibhausgas als was die Menschen insgesamt bisher in die Luft gejagt haben. Nämlich gefrohrenes Methanhydrat. Laut unbestätigten Meldungen wurde ziemlich viel (wenn auch nur ein geringer Bruchteil auf die Weltmeere gesehen) davon bei dem Beben von Japan 2011 freigesetzt.

  2. Stimmt, davon liegt auch eine ganze Menge noch am Kontinentalschelf bei Norwegen da oben bzw. Skandinavien allgemein. Sollte da mal etwas Abrutschen haben wir auch noch eine Menge Methan zusätzlich in der Atmosphäre – Methan ist ja auch ein ziemlicher Klimakiller. (Deswegen habe ich im Text oben die Massentierhaltung mit aufgeführt.

    • Jo was da aber alles unten liegt, das is 100x schädlicher als alles zusammen was der Mensch und auch die gehaltenen Tiere eben in die Luft gejagt haben.

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