Die nächste Finanzkrise kommt bestimmt

Geld | Quelle: Pixabay.com | Lizenz: CC0 / Gemeinfrei„Die Geschichte des Kapitalismus ist die Geschichte seiner Krisen. (Karl Marx)“

Im Jahr 2007 bebte die Erde – Zumindest im übertragenen Sinne. Von den USA ging die größte Finanzkrise der letzten Jahrzehnte aus, deren Nachwehen noch bis heute zu spüren sind.

Nicht nur Banken und hunderte, teils alt eingesessene Unternehmen sind von der Bildfläche verschwunden, auch ganze Länder wurden in den Ruin gestürzt. Nach wie vor sind die Zinsen der großen Zentralbanken auf einem Rekord-Tief, was zum einen zwar den Staaten und der Wirtschaft zu größeren Investitionsmöglichkeiten verhelfen soll, gleichzeitig aber an anderer Stelle Vermögenswerte vernichtet und inflationsbedingt mehrere Generationen an Sparern enteignet.

Doch wer meint, das Schlimmste sei überstanden, der irrt leider gewaltig.

Dass der Kapitalismus durch seine Krisen gekennzeichnet ist, weiß man ja nicht erst seit gestern. Denn die Finanzkrise im Jahr 2007 war nur das jüngste Ereignis in einer Kette von Katastrophen mit globalem Ausmaß für Wirtschaft und Menschheit. Eine kurze Liste gefällig?

– ca. 700 vor Christus hat König Midas seine Währung erstmals entwerten müssen.
– Am 7. Februar 1637 platzt die seit zirka 1634 andauernde Tulpenzwiebelspekulation in Holland.
– Dänischer Staatsbankrott von 1813
– Wirtschaftskrise von 1837 in den Vereinigten Staaten
– Wirtschaftskrise von 1857 (die erste weltweite Wirtschaftskrise)
– Gründerkrise 1873
– Panik von 1907 in den Vereinigten Staaten
– Die Weltwirtschaftskrise von 1929
– US-Sparkassenkrise in den 1980er Jahren
– Lateinamerikakrise in den 1970er und 1980er-Jahren
– Japanische Bankenkrise in den 1990er-Jahren
– Eine im Wesentlichen auf Mexiko beschränkte Krise war die Tequila-Krise der Jahre 1994 und 1995.
– Asienkrise der Jahre 1997 und 1998
– Russlandkrise der Jahre 1998 und 1999
– Brasilienkrise 1999
– Argentinien-Krise um 2000
– Dotcom-Krise wurde durch eine im März 2000 geplatzte Spekulationsblase ausgelöst.
– Finanzkrise ab 2007 (Subprime-Krise) sowie Islands Finanzkrise 2008–2011
– Eurokrise ab 2010, beginnend mit der Griechenland-Krise

Das um nur die Wichtigsten zu nennen. Details dazu HIER

Der WDR hat über das Format „WDR5 Neugier genügt“ mit Ulrike Herrmann über den aktuellen Zustand des globalen Kapitalismus gesprochen. Um es kurz zu fassen:

Einfache Frage, einfache Antwort. Wie geht’s dem Kapitalismus? „Nicht gut“, sagt die Journalistin und Autorin Ulrike Herrmann. „Jeder, der in einer Bank arbeitet, weiß ganz genau, dass die nächste Finanzkrise droht.“
Quelle: WDR 5 Sendungsarchiv

Den Beitrag dazu könnt ihr euch HIER als MP3 herunterladen. (Rechtsklick, Ziel speichern unter)

Die einzige Möglichkeit aus dieser Krise heraus zu kommen ist offenbar eine komplette Moderniesierung des globalen Finanzwesens. Angefangen bei den Zinsen. Dass die Zinsen weg müssen, sollte auch jedem klar sein – Wenn nicht, dann schaut euch bitte das hier mal an:

Die BüSo fordert zudem schon seit Jahren, umgehend ein System der Bankentrennung einzuführen. Dies wäre ein gewaltiger Schritt in die richtige Richtung. Nur so konnten sich die USA damals ihren im letzten Jahrhundert vorherrschenden, hohen Lebensstandard erarbeiten. Dazu auch mal eine zweite Dokumention:

Das Problem ist nur, dass die Wirtschaftswissenschaftler an alten, nicht funktionierenden Modellen fest halten – Und leider sind es genau diese Leute, die Staaten auf der ganzen Welt in Wirtschaftsfragen beraten. Hier müssen dringend frische Ideen her und alte, festgefahrene Prinzipien müssen über Bord geworfen werden. Ich hoffe, dass es bald zu einer Lösung dieser Probleme kommt, so dass alle Menschen auf der Erde wieder eine Chance haben.

Wie es auch anders gehen könnte, zeigt euch diese 3. Dokumentation:

Danke für eure Zeit 🙂

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