Die omnidirektionale Schreib-Blockade

Ice | Quelle: Pixabay | Lizenz: CC0 / GemeinfreiHinter diesem massiv eindrucksvollen Titel verbirgt sich ein Phänomen, welches jeden Blogger und Schreiberling früher oder später einholt – Meistens in den dunklen, kalten und tristen Wintermonaten. Eines schönen Tages fällt einem entweder kein Thema mehr ein über das man schreiben könnte – Oder man hat einfach keine Motivation mehr. Man sagt, man solle dann einfach weiter schreiben – Daher werde ich jetzt einfach ein paar Dinge aneinander reihen, die mich aktuell beschäftigen.

Der Winter brachte immer schon eine sogenannte „Winterdepressionen“ mit sich – Insbesondere dann, wenn es ein derart wechselhaftes Klima gibt wie eben jenes, welches uns diese Saison quält. Das führt natürlich nicht nur zu gewaltigen Krankheitswellen, die sich unheilvoll durch das ganze Land schrauben sondern gleichzeitig auch zu einer Belastung des Gemütes.

Typisch für den Höhepunkt der Jahreszeit sind dann auch gewisse Individuen, die aus ihrer ansonsten stillen Ecke gekrabbelt kommen, ein paar olle Kamellen ausgraben, kurz um sich schlagen nur um dann in strahlender, rechthaberischer Rüstung hohen Hauptes wieder für die nächsten Monate in der Versenkung zu verschwinden.  Aber dieser Moment markiert zum Glück immer einen Wendepunkt – Belebt er doch die Geister und wühlt ansonsten vor sich hin schlummernde Gedanken auf.

Wer dies zu seinem Vorteil nutzen kann, kommt ruckzuck wieder in geordnete Bahnen zurück.

So beginnt man dann, sich um zuschauen und sucht nach neuen Ereignissen auf der Welt, über die es sich lohnt ein paar Worte zu verlieren. Nur um dann festzustellen, dass bereits jedes halbwegs interessante Thema der letzten Wochen durch die regulären und alternativen Medien „hyänenartig“ zerfleischt wurde – Kein Wunder, denn den anderen Autoren wird es sicherlich genau so gehen. So weiß man nun alle Details von Leo’s Oscarverleihung (hatte er echt eine Rede vorbereitet?!?), kennt sich prima mit dem Thema Gravitationswellen aus, hat verschiedenste Arten erlernt, Grenzzäune einzureißen, kennt bereits heute die neuen technischen Gadgets, die vielleicht eines Tages mal herauskommen werden und konnte die Stunden zählen, bis Waffenruhen erwartungsgemäß bröckelten. Ach ja – Und wichtige Twists aus dem neuen Buch können in der Serie „Game Of Thrones“ gar nicht mehr vorkommen, da Charaktere in der Serie bereits verschieden sind, die im Buch immer noch leben. Sommerloch? Ha – Mitnichten! Es ist ein Winterloch! Und zwar ein ganz tiefes.

Wer also tagein tagaus die gleichen Texte liest, sollte sich entweder ein gutes Buch schnappen oder ein neues Hobby suchen. Wie wäre es beispielsweise damit, die Professionalität der Medien infrage zu stellen. Und nein – Ich spreche nicht davon, dass Recherche heutzutage offenbar ein Fremdwort geworden ist und nicht mehr zum Berufsbild eines Journalisten passt. Ich spreche von der Kompetenz in Wort und Schrift.

Dem Blogger Karl-Heinz-Friedrich-Eusebius-Wenzel aus Erlangen wird keiner zur Last legen, dass seine auf dem stillen Örtchen in tiefster Meditation geschriebenen Texte den ein oder anderen Rechtschreibfehler beinhalten. Die großen Medienportale sollten dies aber ein wenig anders sehen. Aber trotzdem vergeht kein Tag, an dem ich nicht übelste Schreibfehler, verkorkste Grammatik und sogar unvollständige Sätze lesen muss. Egal ob es sich um privat finanzierte Nachrichtenportale, Webseiten von Zeitungen oder gar öffentlich rechtliche Auftritte handelt – Man hat offenbar kaum noch Qualitätsansprüche an sich selbst. Und das finde ich sehr schade.

Immerhin – Der März ist da und mit ein wenig Glück kommen mit ihm auch die ersten frühlingshaften Tage. Und die bringen sicherlich ein paar gute Ideen mit sich. Von mir gibt es immerhin in den nächsten 2 Wochen ein wenig frische Musik, da dürft ihr gespannt bleiben. 🙂 Und bis dahin heißt es durchhalten.

Und denkt daran: Wir sind alle Kinder der Affenmaschine 😀

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