Diesel – Und die Stinkerei geht weiter

Diesel | Quelle: Pixabay.com | Lizenz: CC0 / GemeinfreiDass im Diesel-Skandal das letzte Wort noch nicht gesprochen ist, das war vielen bereits seit langem klar. Die deutsche Regierung versucht nach wie vor die Autobauer in Schutz zu nehmen und vor tiefgreifenden Konsequenzen im eigenen Land zu bewahren.

Doch spätestens, nachdem die EU jetzt Klage gegen Deutschland erhoben hat, wird es langsam eng.

Fahrverbote für Diesel-PWK scheinen jetzt unvermeidbar zu werden – Und immer noch soll die ganze Last von den Autofahrern geschultert werden.

Eine Meinung.

Deutsche Großstädte stinken. Und daran sind Dieselfahrzeuge maßgeblich beteiligt. Und die stinken und räuchern uns trotz Diesel-Gate weiterhin zu. Die Politik schwallt von „mit uns wird es keine Fahrverbote geben“ und nimmt brav die Hersteller in Schutz. Während in den USA und in Kanada Milliarden-Entschädigungen gezahlt werden mussten und die Fahrer neue PKW oder kostenfreie Hardware-Umrüstungen auf modernste Verbrennungssysteme bekommen haben, wird der blöde, deutsche Autofahrer mit nichtsnutzigen Softwareupdates abgespeist. 

Und jetzt drohen die Fahrverbote. Ja, und die werden kommen. Ganz sicher.

Ich habe mich ja bisher aus der Diskussion herausgehalten – zumal ich ja auch weinen Benziner fahre – Aber dennoch habe ich die Entwicklung in den letzten Monaten permanent beobachtet.

Ich will es mal so ausdrücken, dass jeder Laie das versteht – Denn vielleicht habe ich ja selber etwas falsch verstanden. Aber… Ist es nicht so, dass die Hersteller Versprechungen und Garantien gemacht haben aber in Wirklichkeit sowohl den Kunden als auch den Gesetzgeber belogen und betrogen haben, da das Produkt überhaupt nicht das hält, was versprochen wurde? Und jetzt wollen die Hersteller, daß die Kunden auch noch selber dafür bezahlen müssen, wenn Sie jetzt auch WIRKLICH (naja hofft man zumindest) das Produkt bekommen möchten, was sie schon gekauft und bezahlt haben.

Und der Staat, seines Zeichens Gesetzgeber unterstützt die Hersteller noch dabei und versucht sich mit Sätzen wie sinngemäß „Ist doch alles nicht so schlimm“ aus der Affäre zu reden?

Ist doch so, oder? Habe ich doch richtig verstanden?

Und so Reden werden dann auf dem Weg vom Sitzungssaal zum Klo kurz rausgedrückt. Und dann noch nebenbei auf entspannt den Arsch mit den Klimaziel-Papieren abwischen. Danach noch schnell den Scheck vom Lobbyisten einstecken und in der gesponserten Luxuskarosse zum 5-Sterne-Restaurant heizen und sich den fetten Bauch vollschlagen.

Liebe Politiker, liebe Lobbyisten, liebe Autobauer – Das ist Betrug im großen Stil – Auf Kosten des Rufs unseres Landes im internationalen Wettbewerb. Auf Kosten der Kunden. Auf Kosten der Bürger. Auf Kosten der Umwelt und der Zukunft unserer Kinder.

Ihr seid dreckige, verlogene und aalglatte *diese Stelle musste leider zensiert werden*. Und ich hoffe, dass der lange Arm des Gesetzes euch deines Tages erreicht und ihr für immer in einer dunklen Gefängniszelle verschwindet.

3 Gedanken zu “Diesel – Und die Stinkerei geht weiter

  1. An der Stelle muss ich mich auch mal einklinken.
    Der große Unterschied zwichen USA/Canada und Deutschland/Eurpa ist, dass die Hersteller hierzulande kein Gesetzt gebrochen haben, auf der anderen Seite des großen Teichs allerdings schon.
    Das liegt daran, dass die „drüben“ eine deutlich schärfere Umweltgesetzgebung haben und diese auch vernünftig niedergeschrieben haben, wärend hier nur wischi-waschi Normen umgesetzt werden müssen.
    Zwar steht ganz genau beschrieben unter welchen Testbedinungen welche Werter einzuhalten sind, aber was außerhalb dieser Testbedingungen passiert, ist nicht definiert. Wenn es keine Definition gibt, kann diese auch nicht gebrochen werden. Entsprechend ist auch niemand haftbar. Höchtens vllt der Trottel, der die Vorgaben so dämlich geschrieben hat.
    Und sind wir mal ehrlich: Jeder, der mit etwas Geld verdienen will, macht es sich so einfach wie möglich.
    Des weiteren bin ich auch gegen Entschädigungszahlungen, einfach deswegen, weil dem Nutzer noch überhaupt kein Schaden entstanden ist. Das Auto fährt ja nachwievor uneingeschränkt. Und wer hier mit Restwert kommt soll mal die Füße still halten. Wenn jemand einen Gebrauchsgegenstand vor Ende seiner Nutzungsdauer abgibt, interessiert er sich offenbar eh nicht für die Umwelt.
    Dann gibt’s ja noch die Leute, Die die Werte auf der „echten“ Straße messen wollen. Ein nicht reproduzierbares Messverfahren um Eigenschaften miteinander zu vergleichen? MMn müsste dann bei den Messergebnissen auch die Messunsicherheit angegeben werden. Da kann das z.B. stehen: NOx 35mg/km +- 80%. Ist das sinnvoll?
    Zum Schluss noch: Ich will hier überhaupt nicht die Hersteller verteidigen. Ich finde das moralisch sehr verwerflich! Aber aus rechtlichem Standpunkt haben wir hier keine Möglichkeit. Immerhin leben wir in einem Rechtsstaat, und das ist auch gut so.

  2. Kann sein dass hier in der EU keine Gesetze gebrochen wurden. Aber dennoch wurden Versprechen gemacht die anschließend nicht umgesetzt wurden. Was ja letztenendes auch den Bestand eines Vertragsbruches erfüllt oder nicht?

    Und dann die Begründung: Nur für den Kunden, damit der nicht vor dem regelmäßigen Wartungstermin adBlue nachfüllen muss… Genau.

    Rechtsstaat hin oder her – Das ist einfach asozial!

  3. Versprechen gemacht, die nicht umgesetzt wurden….klingt für mich nach Alltag in der deutschen Politik…leider :'(
    Asozial; vielleicht, bzw. sogar ziemlich sicher, aber eben nicht illegal.

    Ich fahre übrigens ein Fahrzeug mit AdBlue. Da wird natürlich genauso getrickst, aber da dürfen sich die Medien erst in 2 Jahren drüber aufregen. Mit meinen lächerlichen 9l komme ich an die 10.000km weit. Normal sollte mindestens die 5-fache Menge benötigt werden.

    Ich schlage vor, wir lösen das typisch deutsch und sitzen das Problem einfach aus. In 10 Jahren hat uns der Rest der Welt mit E-Autos sowieso überholt. Dann erledigt sich das Problem von ganz allein 😉

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