E-Dampfen: Gerät wegen mangelnder Kindersicherung verboten

eGo AIO Pro C Tank | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiIhr habt die Nachricht sicher schon mit bekommen – Ein Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt in NRW verbietet Twisted Vaping den Verkauf der eGo AIO Pro C wegen mangelnder Kindersicherheit.

Genau genommen geht es dabei um die mangelnde Sicherheit bei den Schraubverschlüssen, die so oder in ähnlicher Form bei fast allen Dampfgeräten vorkommen, die aktuell auf dem Markt sind. 

Dass nicht die gesamten eGo AIO Pro C vom Markt genommen werden müssen liegt lediglich daran, dass Twisted Vaping dieses Gerät bei uns unter Lizenz mit eigenem Label vertreibt.

Aber das ist erst einmal der Hammer, wenn man so etwas halb verschlafen nach dem Aufstehen liest wie in meinem Fall in der letzten Woche. Ich habe mir da so einige Gedanken drüber gemacht und lange hin und her überlegt, ob ich dazu überhaupt einen Beitrag schreiben sollte – Immerhin sind die Dampfer-News-Portale da schon mit hervorragenden Artikeln am Start.

Aber ich muss mir einfach an dieser Stelle Luft machen…

 

Ich finde, das ist einfach absurd. E-Zigaretten sind Produkte, die genau wie normale Zigaretten oder auch stärkere Alkoholgetränke für Personen ab 18 Jahre zugelassen sind. Somit sollte zunächst ja einmal vorgesorgt sein, dass die Geräte nicht in die Hände von Kindern gelangen. Zumindest ab Werk nicht. 

Aber warum muss der Schraubverschluss dann eine Kindersicherung haben? Oder fragen wir mal anders herum: Wo ist denn die Kindersicherung an der Zigarettenschachtel? Oder an der Whiskyflasche? Ihr erlebt mich entsetzt! Zigaretten? Tabak? Zigarren und Co? Whiskey, Wodka, Weinbrand und Konsorten? Nicht kindersicher! Müssen sofort komplett aus dem Markt genommen werden.

Verkehrsampeln? Zebrasteifen? Aufgrund der Natur von Fahrern grösserer Luxuskarossen nicht mehr kindersicher! Auch die meisten Putzmittel sind nicht kindersicher. Energydrinks? Drehtüren? Staubsauger? Man könnte endlos so weiter machen – Quer durch alle Produktgruppen hindurch.

Krokodile? Löwen? Tiger? Öhm okay, das geht zu weit.

Wie ihr seht, gibt es haufenweise Produkte ohne Kindersicherung, die aber laut der Logik dieses Gerichtsbeschlusses ebenfalls betroffen wären. Und dabei ist es für ein Kind weitaus weniger gefährlich, mit Liquid in Berührung zu kommen oder dieses zu verschlucken als die Bedrohung beispielsweise bei dem Verzehr einer Zigarette wäre. Bevor man da also direkt mit dem Vorschlaghammer kommt und – wenn man es konsequent machen würde und nicht eben nur mal wieder als Hass-Tirade gegen die E-Zigarette – nahezu die Hälfte aller global verfügbaren Produkte aller Gattungen aus dem Markt wirft, sollte man da viel mehr an die Verantwortung des Einzelnen appellieren.

Mein Kind weiß seit ich dampfe: Finger weg! Ich hab den Jungen nicht einmal erlebt, wie er mit Liquid rumgespielt oder meine Dampfe untersucht hätte. Und Liquid gehört ja auch nicht direkt neben die Fruchtsäfte, sondern gehört separat verstaut – So wie Zigaretten eben auch oder Schnapsflaschen und was auch immer.

Twisted will nun in Revision gehen und ich hoffe, dass die Gerichte an der Stelle mal Vernunft walten lassen. Falls nicht, wären die Folgen für die Dampfer unabsehbar. Und – wenn man wirklich konsequent ist – auch für Millionen weiterer Produkte.


Hier noch einmal eine Liste mit meinen aktuellen Dampf-Favoriten. Hinweis: Dies sind Affiliate-Links aus dem Amazon-Partnerprogramm. Das bedeutet, dass ich bei Einkäufen über diese Links eine Provision erhalte. Das kostet für Dich nicht mehr und es entstehen auch keine sonstigen Nachteile. Wo und wann Du ein Produkt kaufst, bleibt natürlich ganz alleine Dir überlassen.

 

1 Gedanke zu “E-Dampfen: Gerät wegen mangelnder Kindersicherung verboten”

Schreibe einen Kommentar

Live! Zum Zuschauen anklicken.
Derzeit offline.