E-Zigaretten – Von Regulierung und Panikmache

E-Dampfe | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: GemeinfreiAls überzeugter Dampfer verfolgt man natürlich auch die aktuellen Geschehnisse rund um die für Mai 2016 geplante Umsetzung des „Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie über Tabakerzeugnisse und verwandte Erzeugnisse“, welches die Dampfer teilweise stark einschränken wird.

Da liest und hört man natürlich schlimmste Dinge – Beispielsweise hat mir ein Arbeitskollege heute mitgeteilt, dass nun wohl auch geplant ist, die Liquids auf 3mg Nikotin beschränken zu wollen. Da wird dann natürlich auch der ein oder andere Euro an der aufkeimenden Panik verdient. Beispielsweise wird nun in Massen sogenannte „Bunkerbasis“ mit hohen Nikotinwerten verkauft, die man dann später beim Ansetzen eigener Liquids heruntermischen kann.

Eines vorweg: Ich selbst bin auch kein Freund dieser geplanten Regulierung und selbstverständlich habe auch ich die in den letzten Wochen viel geteilte Petition mitgezeichnet, die in den kommenden Tagen übergeben wird.

Aber ist jetzt wirklich die Zeit für Panik und Hamsterkäufe gekommen?

Selbstverständlich habe auch ich die in den letzten Wochen viel geteilte Petition mitgezeichnet, die in den kommenden Tagen übergeben wird. Aber ich dachte mir, dass nun die Zeit gekommen ist, sich diesen Gesetzesentwurf wirklich einmal durchzulesen.

Man bekommt ihn hier zum Download:
http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/18/072/1807218.pdf

Ausschlaggebend für den Alltag der Dampfer sind

Seite 12 § 14 Absatz 1 Punkte 1 und 2:

(1) Elektronische Zigaretten und Nachfüllbehälter dürfen nach Maßgabe des Satzes 2 nur in den Verkehr gebracht werden, wenn

  1. Nachfüllbehälter ein Volumen von höchstens 10 Millilitern haben,
  2. elektronische Einwegzigaretten oder Einwegkartuschen ein Volumen von höchstens 2 Millilitern haben.

Die nikotinhaltige zu verdampfende Flüssigkeit darf einen Nikotingehalt von höchstens 20 mg/ml haben.

Ich verstehe das aber hier ein wenig anders:
„Nachfüllbehälter ein Volumen von höchstens 10 Millilitern haben,“ – Nun eine 1Liter Basis-Flasche ist ein Vorratsbehälter und kein Nachfüllbehälter. Philgood sagt zwar immer, dass man die ein oder andere Dampfe mit ner Gießkanne befüllen könnte aber ich glaube nicht, dass einem Dampfer in den Sinn kommen würde, sein Liquid aus der Literpulle in die Dampfe zu kippen.

 „elektronische Einwegzigaretten oder Einwegkartuschen ein Volumen von höchstens 2 Millilitern haben.“ – Die alltägliche Dampfe des Durchschnittsdampfers ist kein Einweg-Gerät sondern ein Mehrweg-Gerät mit einem Tank – und nicht mit einer Kartusche. Also trifft dieser Punkt auch nicht auf die Tankgröße der Durchschnittsdampfer zu.

„Die nikotinhaltige zu verdampfende Flüssigkeit darf einen Nikotingehalt von höchstens 20 mg/ml haben.“ – Für mich passt’s. Ich habe damals mit 18er angefangen und war schnell auf 12, 9 und dann 6… Ganz ehrlich: Wer mehr wie 20er Liquid braucht sollte seine Dampfe wechseln.

Also: Wie seht ihr das? Werden Angst oder Panik hier teilweise schon absichtlich gestreut um Dampfer nicht nur zum mitzeichnen von Petitionen zu bewegen sondern teilweise auch noch mal schnell an den Ladentisch zu bringen? Oder verstehe ich diese Punkte falsch und es wird wirklich keine Liter-Basis mehr geben und jeder rennt nur noch mit nem EVOD rum?

Auf jeden Fall dürften sich die ein oder anderen Shops jetzt schon mal mit ihren Anwälten beraten für den Fall, dass dann doch mal das Ordnungsamt vor der Tür steht.

Mich würde mal interessieren, wie ihr darüber denkt.


Und zum Schluss hier noch mein aktuell eingesetztes Dampf-Equipment. Dabei handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links, die mit meinem Amazon-Partner-Account verknüpft sind. Das bedeutet, dass ich bei Bestellungen über diese Links eine Provision erhalte. Dadurch werden die Produkte aber weder teurer noch gibt es dadurch andere Nachteile. Wo und wann ihr ein Produkt kauft, bleibt natürlich euch überlassen. 🙂 Danke!

13 Gedanken zu “E-Zigaretten – Von Regulierung und Panikmache

  1. Wortspielerei, die, die Regierung bestimmt (oder hoffentlich nicht) merkt!
    Ja, von der Warte aus gesehen und das geschriebene Wörtlich genommen, ist was dran an deiner Überlegung, in der Tat.
    Gut- ein wenig gebunkert, habe ich nur mit der Vorsicht etwas Zeit zu haben, sollte es den Bach runter gehen – wenn nicht habe ich einfach ne Reserve, was ja auch nicht schlimm ist.

    Das fatale ist, es sind alles Spekulationen und noch nix genaues.
    In dem Sinne, könnte aber die anwaltschaft echt gute Karten haben, sozusagen den oberen 10000 das Wort im Munde zu verdrehen und durchsetzen was NICHT deklariert wurde, das es zum Verkauf frei bzw. so bleibt wie es ist.

    herzlichst…

  2. Dein Wort in Gottes Gehörgang … 10 ml Begrenzung … warum wohl? Ganz einfach weil das eienr Schachtel Kippen entspricht und diese wunderbar demnächst ganz zufällig besteuern wird. Der Stoff wird uns Dampfern schon nie ausgehen, aber es wird teuer werden, sehr viel teuer laut den geheimen Plänen der Regierung … glaubt mir es geht eh immer um die Kohle und nix anderes. Von daher kann ich nur jeden empfehlen Nikotin zu bunkern was das Zeug hergibt …

  3. Problem an der Sache ist, dass NICHT nur die Einwegdinger auf 2 ml begrenzt sind, sondern ALLE Tanks… nachzulesen eben auch in dem unsäglichen Pamphlet der TPD2, die vor 2 Jahren EU-weit beschlossen wurde.

    Die letzte Möglichkeit, dies abzuwenden, ist aktuell noch die Petition GEGEN die Umsetzung der TPD2 in nationales Recht, die noch bis Mittwoch läuft und die Mindestmenge an Mitzeichnern seit Sonntag erreicht hat, wobei zum Einen wohl noch Stimmen nach eingehender Prüfung wegfallen werden, andererseits fehlen noch zu den Gesamtstimmen die offline gesammelten Stimmen. Allerdings ist dieser Ausgang ungewiss, da es keine zwingende Pflicht ist, trotz Petition diese öffentlich zur Diskussion zu stellen, sondern man könnte theoretisch diese im Hinterzimmer unter bestimmten Vorwänden heimlich besprechen und uns – mal wieder – vor vollendete Tatsachen stellen.

    Dass dann Klagen kommen, wird sicher niemand bestreiten… ob jedoch der Dampfermarkt nach Rechtsprechung noch existiert, wage nicht nur ich, sondern ein immenser Teil der aktuell noch existierenden Dampfercommunity zu bezweifeln.

    Ich bin kein Fan von „Bunkern“, allerdings will ich auch nicht abwarten, bis das Gesetz rauskommt und alles, was wir aktuell kaufen können an Geräten und Liquids, totreguliert ist. Im Endeffekt muss aber jeder selbst wissen, wie er verfährt.

    Trotzdem allen allzeit gut Dampf und: Positiv Denken!!!!! 😉

  4. Ich habe keine Ahnung wie du auf die 3mg/ml kommst, das ist natürlich nicht so!
    Wie du allerdings die anderen Dinge siehst ist naiv, aber da brauchen wir zwei Monate vor dem Gesetz nicht drüber zu reden, aber alle Leute die diese Wortspielerei im Sinne eines Gesetztes ausschöpfen als Panikmacher zu bezeichnen finde ich nicht ok.
    Als Nachfüllbehälter wird alles bezeichnet was nicht direkt als Verdampfer angesehen wird, der Sinn/ Unsinn war das das böse Nikotin nicht von Kindern als Getränk genutzt wird, klar ist Schwachsinn, aber so soll es sein!
    Einwegverdampfer dürfen nur noch 2ml haben, sehe ich wie du, ein Tankverdampfer ist kein Einwegvd, aber was diese neuen Verdampfer für Auflagen haben ist im strengen Sinne gar nicht durchführbar (Auslaufsicher, Kindersicher, Gleichmäßige Nikotinabgabe, sicheres Nachfüllen und alle Geräte müssen 6 Monate vor Einführung vorgelegt werden)
    Jeder der länger dampft weiß das diese Auflagen nicht durchführbar sind, genau genommen kann jedes Gerät was entwickelt wurde abgelehnt werden, alleine die Auslaufsicherheit ist nicht durchführbar!
    Kleine Betriebe/ Hersteller wird es schnell nicht mehr geben, Inovative Geräte wird es nicht mehr geben, aber warten wir mal ab, sind nur noch 2,5 Monate dann wissen wir wer Recht hat!

  5. Wer den Gesetzentwurf genau liest, stößt weit unten darauf, dass Geräte die im bisherigen Richtlinien entsprechen bis November 2016 weiter verkauft werden dürfen. Das lässt darauf schließen dass im November eine Verordnung herauskommt. Diese wird dann im Detail regeln, wie neue Geräte auszusehen haben. Im Mai wird sich also noch nicht so furchtbar viel ändern. Dann werden die beruhigenden Stimme laut, dass das doch alles nicht so schlimm sei. Im November kommt dann die böse Überraschung, die dafür sorgt, dass ein Großteil der heute zur Verfügung stehenden Geräte und Liquids vom Markt verschwinden.
    Zudem wird dem zuständigen Minitserium die Ermächstigung erteilt, Verordnungen ohne weitere Prüfung durch den Bundestag oder den Bundesrat zu erlasen. Die bedeutet, dass jederzeit weitere Einschränkungen kommen können. Dies wird auch geschehen, da der zuständige Beamte ein erklärter Gegner der E-Zigarette ist. Einen „vier Punkte Plan“ zur „Ausmerzung“ des Dampfens hat er auch schon vorgestellt.

  6. Warum eigentlich nicht bunkern….irgendwann muss man ja sowieso neues Liquid kaufen. Klar hätten die Shopbetreiber dann einen höheren Umsatz…im Umkehrschluß jedoch später weniger Umsatz, da sich die Leute auf Vorrat eingedeckt haben.

  7. 50.000 von 2 Millionen…traurig …das garnix…Phil sollte mal überdenken wo,der Rest der Dampfer ist..denen scheint es am pö vorbeizukommen gehen…

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