EM-Drive – Und er funktioniert doch nicht…

Spacecraft | Quelle: Pixabay.com | Lizenz: CC0 / GemeinfreiDie Vorfreude war groß, als die NASA 2015 einen Versuchsaufbau startete, der den theoretischen EM-Drive als praktisch umsetzbar kennzeichnete – Ein Antriebssystem, welches gegen die Gesetze der Physik zu funktionieren schien. Mit Hilfe reflektierender Mikrowellen innerhalb eines geschlossenen Gefäßes konnte im Testaufbau ein Vorschub entwickelt werden.

Ohne dass dafür ein Ausstoß nötig war.

Also quasi das Bewegen eines Autos nur durch Drücken gegen das Lenkrad. Nötig gewesen wäre dafür lediglich elektrischer Strom – Und kein Treibstoff mehr.

Doch wie sich nun gezeigt hat, war das alles nur ein kühner Traum.

Die Wissenschaft beweist mal wieder, dass durch stetige Tests und Gegentests immer genauere Ergebnisse erzielt werden können. Und dass man jede These auch irgendwie prüfen kann. Und diese dann belegt – Oder eben auch nicht.

Im Falle des EM-Drive hat sich das Institut für Luft- und Raumfahrttechnik der Technischen Universität Dresden die Zeit genommen, zahlreiche Tests durchzuführen. Schon bald wurde man skeptisch. Denn auch, wenn dem Antrieb gar keine Energie zugeführt wurde, kam es zum Vortrieb.

Und so stellte man schnell fest, dass der vermeintliche Vortrieb nur auf eine Wechselwirkung zwischen der Verkabelung des Experiments und dem Magnetfeld der Erde zurückzuführen war. Um es kurz zu sagen: Der eigentliche Versuchsaufbau war schlampig umgesetzt.

Und so entpuppt sich einer der großen Ingenieursträume unserer Zeit als simpler Messfehler.


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