Es war einmal – Das Internet

Internet | Quelle: Pixabay.com | Lizenz: CC0 / GemeinfreiHeute gibt es mal nur ein paar Gedankengänge von mir – Inklusive einem leichten Hauch von Nostalgie 🙂

Über die „Wayback Machine“ auf „https://web.archive.org“ kann man sich Archive – also alte Versionen – von sehr vielen Webseiten aus dem gesamten Internet anschauen. Die Archive der Websites gehen dabei teilweise bis in die frühen Tage des Internets zurück.

Ich nutze dies ab und an, um verloren geglaubte Texte, Codes oder ähnlichen Kram wiederherzustellen. Manchmal sogar mit Erfolg.

Heute aber habe ich mir mal die allseits beliebte Technik-Website „heise.de“ vorgenommen und bin auf einen Beitrag vom 11. Dezember 1997 gestoßen, der mich umgehend zum Lächeln gebracht hat.

Und zwar lief dieser unter dem Titel „Mit 34 MBit/s ins DFN“ und der Inhalt lautete kurz und knapp:

Nachdem sich die kommerziellen Internet-Provider und der DFN-Verein am 2.12.1997 auf einen gemeinsamen Internet-Austauschpunkt geeinigt haben (http://www.heise.de/newsticker/data/un-03.12.97-000/), steht jetzt dessen technische Ausgestaltung fest: Künftig verbindet der Knotenpunkt in Frankfurt am Main die beiden Netze mit einer Kapazität von 34 MBit/s. Hiermit wird die derzeit bestehende Gesamtkapazität von 14 MBit/s mehr als verdoppelt.

Die Vereinbarung ist vorerst auf zwei Jahre befristet und beschränkt sich allein auf die 17 beteiligten Internet-Provider und den DFN-Verein. Andere kommerzielle Provider wie die Deutsche Telekom dürfen den gemeinsamen Austauschpunkt nicht nutzen.

–> Quelle:
Heise in der Wayback Machine

Interessant finde ich da die Kapazität der Anbindung. Der DFN-Verein ist der Verein zur Förderung eines Deutschen Forschungsnetzes – die zentrale Einrichtung der Wissenschaft in Deutschland für Entwicklung und Betrieb einer ihr eigenen Kommunikationsinfrastruktur, dem Deutschen Forschungsnetz.  Mit 34MBit/s hatte man damals wohl die State-Of-The-Art Internet-Verbindung. Heute ist das die Kapazität eines durchschnittlichen Hausanschlusses. Kabelnetz-User haben derweils bereits Leitungen jenseits der 100MBit/s.

Ich musste unweigerlich an ein Gespräch zwischen meiner Frau und mir denken, welches wir vor vielen Jahren mal geführt haben. Damals hatten wir einen kleinen Wohnzimmer-Server mit dem wir per FTP Daten zwischen unseren Rechnern sowie den Computern unserer engsten Bekannten geteilt haben. (Und über den wir die ein oder andere Nacht in „Unreal Tournament“ verbracht haben.)

Dieser Server war innerhalb unserer Wohnung über ein 10MBit/s Netzwerk angebunden. Der 100er Switch kam erst später. Jedenfalls haben wir bei einer Übertragung davon geschwärmt, wie toll es wäre, wenn doch eines Tages die Internet-Leitungen auch so schnell wären.

Und da blinzelt man nur einmal mit den Augen und schon sind 15 Jahre vergangen – Und das Internet steckt bald in jedem Gerät. Auch ist mir beim Schreiben dieses Textes ein Video in den Sinn gekommen, welches ich im Zuge einer Recherche vor ein paar Jahren gefunden hatte.

Leider gibt es die ursprüngliche Webseite von der das Video kam offenbar inzwischen nicht mehr – Doch es passt zu einem aktuellen Blog-Artikel von mir, daher lade ich es hier noch einmal hoch 🙂

Der Inhalt ist zwar teilweise schon veraltet – MySpace könnte jetzt Facebook sein – Aber grundsätzlich veranschaulicht es sehr gut, wie sich die technische Entwicklung heutzutage rasant überschlägt.

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