Flut und Dürre

Wüste | Quelle: Pixabay.com | Lizenz: CC0 / GemeinfreiDerzeit gibt es mehrere Katastrophenalarme in Mitteleuropa. Wieder einmal werden ganze Landstriche überflutet. Auch die deutsche Hauptstadt Berlin hat es dieses Jahr extrem hart getroffen – Die Bilder von überfluteten Straßen und schwimmenden Autos gehen durch alle Medien.

Klimaforscher sagen schon seit Jahren voraus, dass wir uns an solche Wetterverhältnisse so langsam gewöhnen sollten. So sollen Überflutungen dieser Art nun zum „normalen“ Wetterbild in mitteleuropäischen Sommern gehören.

Doch während es bei uns Überflutungen gibt, ist der Süden Europas von Dürre betroffen. In Teilen Italiens überlegt man gar, die Trinkwasserversorgung für Attraktionen und selbst für reguläre Haushalte für mehrere Stunden täglich abzuschalten – Um Wasser zu sparen.

Doch woran genau liegt das und kann man daran auch kurzfristig etwas tun?

Durch die sich aufwärmende Arktis verändert sich das Verhältnis von Tiefs und Hochs;  ihre Zugbahnen über Mitteleuropa werden verändert, so dass Tiefdrucksysteme auch über längere Zeit über Deutschland und Co. fest hängen und gewaltige Niederschlagsmengen innerhalb kürzester Zeit bringen. 

Das bedeutet allerdings auf der anderen Seite auch, dass der Regen, der bei uns herunter kommt woanders fehlt. Südeuropa fehlt nun das Wasser, in Rom will man nun teilweise schon die Wasserversorgung begrenzen. Aber was können wir da tun, um auch kurzfristig zu helfen.

Es gibt beispielsweise in Deutschland an den Flüssen ein hervorragendes Schienen-Netz. Ich würde daher dafür plädieren, dass wir aus unseren Seen und Flüssen nach Befüllung der Trinkwasser-Bassins das überschüssige Wasser abpumpen und auf große Tank-Züge verladen. Das Wasser kann dann zum Selbstkostenpreis dahin gebracht werden, wo es gebraucht wird. Egal ob Italien oder Spanien oder sonst ein Mitgliedsland der EU.

So kann – und sollte – sich die EU untereinander helfen. Ähnlich wie beim Ökostrom muss in solchen Zeiten nicht nur der Strom dahin gebracht werden wo er gebraucht wird, sondern auch das Wasser.

Und das Tolle daran ist: Wenn wir nun Millionen Liter Wasser in die Seen und Flüsse Südeuropas kippen, verdampft das auch dort wieder statt hier. Somit könnte dieser Wetterzyklus zumindest teilweise (und die sonstigen Klima-Maßnahmen unterstützend) durch diese Aktionen durchbrochen werden.

Also ab mit dem Wasser auf die Schiene!

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