Indien ist viertes Mitglied im Mars-Club

Mars-OrbitEs muss nicht immer die NASA sein! Nach den USA, der europäischen Raumfahrtorganisation sowie der ehemaligen Sowjetunion hat Indien nun als Vierter erfolgreich ein Raumfahrzeug in die Umlaufbahn des roten Planeten gebracht.

Die Sonde Indiens „Mars Orbiter Mission“, kurz „MOM“ ist am Dienstag, den 23. September gegen 02:11 Uhr mitteleuropäischer Zeit vom Schwerefeld des Planeten erfasst worden und ist nach einem 24-minütigen Bremsvorgang schließlich in eine stabile Umlaufbahn eingeschwenkt.

Die Sonde unter dem Namen „Mangalyaan“, was etwa soviel bedeutet wie „Mars Schiff“ hat sich zuvor auf einer 10-monatigen Reise befunden und ist nur zwei Tage nach der NASA-Sonde „Maven“ eingetroffen.

In der Hauptsache handelt es sich bei der 74-Millionen-Dollar teuren Mission um eine technische Demonstration bei der Indien beweisen möchte dass es dazu in der Lage ist, ein Raumschiff zum Mars zu schicken. Dennoch gibt es an Bord eine Kamera sowie vier weitere, wissenschaftliche Instrumente, mit denen man die Marsoberfläche und seine Atmosphäre analysieren möchte.

Beispielsweise möchte man Methangas suchen, welches allgemein als deutlicher Hinweis für einstiges Leben auf dem roten Planeten gedeutet wird. Lebewesen produzieren 90% des Methangases in unserer Erdatmosphäre

Die Umlaufbahn der Sonde bringt Sie bis ca 365 Kilometer an die Oberfläche des Planeten heran, allerdings in der entferntesten Position auch bis auf eine Distanz von ca. 80.000 Kilometer. Eine Umkreisung dauert 77 Stunden.

Aussagen der indischen Raumfahrtagentur „ISRO“ zufolge soll die Mission zwischen 6 und 10 Monaten dauern.

Somit befinden sich nun insgesamt fünf aktive Orbiter in der Umlaufbahn des Mars, dazu kommen zwei funktionsfähige Bodeneinheiten: Die NASA Rover Opportunity und Curiosity.

IMAGE: NASA Mission Viking, Lizenz: US-PD

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