Industrie vs Filehoster – Der Krieg geht weiter

Industrie vs Filehoster – Der Krieg geht weiter

Ein Résumé…

Im Kampf gegen das freie Internet geht die US amerikanische MPAA (Motion Picture Association of America) nun offensichtlich in die nächste Runde.
Nach dem erfolgreichen Schlag gegen Megaupload stehen nun 5 weitere Unternehmen auf der Abschussliste:

Fileserve, MediaFire, Wupload, Putlocker und Depositfiles.
Darauf hin stellen Wupload und Fileserve ihre Dienste ein! Und gerade bei Fileserve sind Terabytes an nützlichen und vor allem legalen Inhalten gespeichert. Dies ist eine dunkle Stunde für das freie Internet!

Ob konkrete Ermittlungen laufen oder ob es sich nur um Einschüchterungsversuche der Content-Mafia handelt ist unklar.

Laut Paramount würden demnach pro Jahr 41 Milliarden PageViews auf das Konto dieser fünf Unternehmen gehen, das wären dann 5 Aufrufe für jeden Menschen auf der Erde.

Währenddessen hat die deutsche GEMA einen Teilerfolg gegen den Filehoster Rapidshare erlangt.

Das Hanseatische Oberlandesgericht hat die ausführliche Begründung seines Urteils im Verfahren Gema gegen Rapidshare vorgelegt. Auf 68 Seiten bestätigt das Gericht darin ein anderes OLG-Urteil aus dem Jahr 2008, das Rapidshare angefochten hatte, und verbietet Rapidshare in der Klageschrift spezifizierte 4815 Musikstücke in Umlauf zu bringen. Unter Androhung „eines vom Gericht für jeden Fall der Zuwiderhandlung festzusetzenden Ordnungsgeldes (…) oder einer Ordnungshaft bis zu 6 Monaten“. Rapidshare hat Revision vor dem Bundesgerichtshof (BGH) angekündigt.

Ich finde, so langsam wird es albern – Sollen die Rechteinhaber doch ein vernünftiges Verfügbarkeits- und Preismodell erstellen – Dann würde es wesentlich weniger Piraterie geben.
Vor Allem würde ich an Stelle der Hosting-Unternehmen nun erstmal das Referenzurteil im Fall Megaupload / Kim Schmitz abwarten – Denn auf einmal scheint dort auch die Anklage zu bröckeln.

Vor Kurzem erst wurde bekannt, daß selbst die NASA und das US-Militär Premiumkonten auf Megaupload hatte!! Die US-Army zum Beispiel hatte mehr als 15.000 Premiumkonten mit 96.507.779 MByte (=94.245 GB) an Daten!!

Somit wäre einer der Hauptanklagepunkte gegen das Unternehmen Megaupload – nämlich die Behauptung, der Dienst würde fast zur Gänze illegale Dateien hosten – schon wieder hinfällig. Ein gefundenes Fressen für jeden Staranwalt!

Es bleibt also spannend!

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