Innokin Ares MTL Selbstwickelverdampfer – Test und Erfahrungsbericht

Hallo liebe Leute,

heute habe ich mal wieder einen etwas umfangreicheren Test für Euch am Start. Und zwar hatte ich vor einer Weile bereits die Chance, an einen Innokin Ares Selbstwickler zu kommen, den ich nun auch für eine Weile gedampft habe. Das Ding ist jetzt auch ganz neu auf dem europäischen Markt zu haben – Daher möchte ich an dieser Stelle meine Erfahrungen mit dem Teil mit euch teilen.

Ist der Ares wirklich das Wunder, von dem alle schwärmen?

Ares - Karton | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiFangen wir erst einmal ganz klassisch mit der Verpackung und dem Inhalt an. Zuerst dachte ich, dass ich einen Fake erwischt habe, da der Karton relativ klein und unscheinbar daher kommt. Immerhin hat man in zahlreichen US-Reviews vorab schon gesehen, dass ein unglaublicher Lieferumfang bei dem Verdampfer dabei sein soll.

Das war auch mit einer der Gründe, warum ich von mehreren Geräten, die zur Auswahl standen zum Ares gegriffen habe.

Doch der Schein trügt.

Ares - Inhalt | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiSobald man die Schachtel öffnet, findet man Schicht für Schicht immer weitere Teile mit dabei, so dass man tatsächlich auf einen gewaltigen Lieferumfang stößt, der alles – wirklich alles – beinhaltet, was man für den Einstieg in das „Selbstwickeln“ benötigt.

Mit dabei sind neben dem Grundgerät ein Ersatztank sowie ein Satz Ersatzdichtungen in verschiedenen Farben, ein VapeRing zum Schutz des Tanks, Watte, Draht, zwei vorgefertigte Wicklungen (1 Ohm), Anleitungen, Garantiekarten, zwei DripTips und sogar Wickelhilfen.

Das habe ich in der Form so wirklich noch nie erlebt. Bis dahin also Top!

Ares - Ersatzkit | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiDer mitgelieferte Ersatztank ist allerdings getönt. Das gefällt mir persönlich nicht so, da ich mich in der Regel dann im Halbdunkel abends vor dem Rechner viel zu sehr anstrengen muss, den aktuellen Liquidstand zu beobachten. Aber für den Ares könnte es passen – Warum? Da komme ich später noch einmal zu.

Dichtungsringe (Oringe) sind für alle benötigten Stellen in doppelter Ausführung dabei. Neben den vormontierten Ringen in Schwarz gibt es hier noch je ein Set in weiß und in Grün. 

Ich habe mir gleich mal die grünen Ringe aufgezogen.

Nicht vergessen: ORinge vor dem ersten Montieren der Dampfe mit ein wenig Liquid einfeuchten.

Ares - Tools | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiZudem gibt es – wie bereits erwähnt – die mitgelieferten Tools. Das sind im Detail:

Ein Schraubendreher mit Kreuz und Schlitz, jeweils an den beiden Seiten aufschraubbar. Dann gibt es noch zwei Wickelhilfen von den beiden Youtubern, die für Innokin beratend an dem Verdampfer mitgewirkt haben. (Doch dazu später mehr)

Die eine ist für Spaced-Coils gedacht, also für Wicklungen, bei denen etwas Abstand zwischen den einzelnen Windungen ist. Und die andere für Micro-Coils – Also Wicklungen, deren Windungen eng beieinander liegen.

Ich habe beide ausprobiert und bleibe eher bei meinem 0,3er Schraubendreher – Bin wohl zu doof dazu.

Ares - Watte und Draht | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiDesweiteren haben wir ein dickes Wattepad. Dabei soll es sich um organic Cotton handeln. Die Watte hat auch die gleiche Struktur und Faserung, wie meine japanische Muji-Watte – Aber ich finde die klassische Muji-Watte schmeckt „besser“. Damit meine ich, dass die mitgelieferte Watte bei mir unglaublich lange gebraucht hat, bis man diesen „Wattebeigeschmack“ nicht mehr hatte. Meine Muji-Watte hingegen ist vom ersten Moment an Geschmacksneutral. Was das angeht von meiner Seite aus ein Minus-Punkt.

Dazu gibt es dann noch etwas Kanthal-Draht (beste Qualität) sowie zwei vorgefertigte Wicklungen zu jeweils 1 Ohm. Eine davon habe ich im Ares am laufen – Die andere habe ich spaßeshalber mal in meinem Merlin verbaut. An den Wicklungen gibt es echt nichts zu meckern. Ich dampfe Sie bei etwa 14 Watt.

Ares - Zerlegt | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiDer Verdampfer selber ist solide gebaut und lässt sich prima zerlegen. Ein paar Tücken für unbedarfte Nutzer gibt es dann aber schon.

Denn das Verbindungsstück zwischen der Base mit dem Deck und der Verdampferkammer kann sehr leicht verkantet werden. Es handelt sich dabei um ein Feingewinde, welches sich – wenn einmal verkantet – schnell „festfressen“ kann und dadurch dann auch leicht Schaden nehmen kann.

Hier ist es wichtig, den Verdampfer sofort wieder aufzudrehen, sobald man merkt, dass es klemmt.

Ares Airflow 1 | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiSehr gelungen ist – auf den ersten Blick zumindest – die Airflow. Der Ring lässt sich stufenlos verstellen und sitzt dabei auch nicht zu locker. Zur Regulierung gibt es mehrere, verschieden große Luftlöcher.

Das Besondere an der Stelle ist jedoch, dass es nicht nur die klassische Airflow auf der einen Seite gibt, sondern dazu auch noch eine einzelne Bohrung für zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten.

Ares Airflow 2 | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiHier gibt es dann die Möglichkeit, jeweils nur ein einzelnes Lüftungsloch zu öffnen, unabhängig von der gewählten Größe.

Grundsätzlich eine gute Idee – In meinem Fall „pfeift“ der Verdampfer aber sehr unangenehm, bis ich mindestens zwei Löcher geöffnet habe. Laut den Tests amerikanischer Youtuber soll das nicht vorkommen – Bei mir pfeift das Ding aber ganz schön. Hier ein dicker Minuspunkt.

Ares - Anleitung | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiAls sehr positiv hingegen empfinde ich die mitgelieferte Anleitung. Hier wird wirklich sehr detailliert aufgezeigt, wie das Gerät zu wickeln ist, was zur Watte zu beachten ist und wie der grundsätzliche Aufbau des Verdampfers ist.

Bei dem Punkt „Wicklung und Watte“ muss ich aber auch noch ein wenig ausholen.

Denn da wartet auf den Selbstwickel-Neueinsteiger bereits die nächste Herausforderung.

Ares - Deck | Quelle : Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiDas Deck selber ist sehr aufgeräumt. Eine Wicklung ist auch total einfach und schnell angebracht. Das Besondere hier sind zum einen der Luftzugang unten durch das Gitter. Die Luft muss also direkt an der Wicklung vorbei. Und die zweite Besonderheit ist die Lage der Verdampferkammer.

Diese liegt etwas erhöht im Tank und soll dadurch verhindern, dass der Verdampfer durch die Airflow ausläuft. Interessantes Konzept. Bleibt natürlich noch abzuwarten, wie es funktioniert.

Ares Wicklung | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiBei der Wicklung selber hat man ordentlich Platz zur Verfügung. Diese sollte möglichst gleichmäßig, mittig und kurz über der Luftführung sitzen. 

Wichtig hier: Die Verdampferkammer ist relativ eng – Das ist zwar super für den Geschmack, das bedeutet aber auch, dass man sehr genau beim Abschneiden der Drahtenden sein muss.

Diese dürfen in keinem Fall zu weit überstehen, ansonsten erzeugt man mit dem Draht einen Kontakt zur Wand der Verdampferkammer – Und damit einen Kurzschluss.

Ein kleiner Feinelektronik-Saitenschneider ist dafür auf jeden Fall Pflicht. 

Ares - Watte | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiJetzt kommt der größte Knackpunkt: Die Watte. Ob der Verdampfer hinterher wirklich dicht ist und gut schmeckt, steht und fällt mit Platzierung und Menge der Watte.

Die Watte muss durch die seitlichen Auswulstungen wie ein Docht bis nach unten auf den Tankboden gelegt werden-. Das hat den Vorteil, dass der Verdampfertank quasi bis zum Schluss leergeschnorchelt werden darf, ohne dass es kokelt.

Allerdings muss man hier wirklich die richtige Menge Watte wählen. Zu viel Watte und es gibt keinen guten Geschmack und ggf. sogar einen Abriss des Liquidflusses. Zu wenig Watte und der Verdampfer wird gnadenlos auslaufen.

Auch muss die Watte genau in der Führung liegen und muss diese voll ausfüllen – Darf aber nicht beim Zudrehen vom Gewinde gequestscht werden. Da der Verdampfer für Wickelanfänger geeignet sein soll, finde ich, dass diese Stelle wirklich besser gelöst sein müsste. Obwohl ich nun schon sehr lange Zeit selber wickle, habe ich mehrere Anläufe gebraucht um die richtige Menge zu finden, so dass das Gerät nicht sifft.

Ares - Tank | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiAuch die Tatsache, dass die Verdampferglocke etwas höher im Tank steht anstatt wie bei herkömmlichen Topfillern unten am Boden zu sitzen, hilft an der Stelle nicht wirklich weiter.

Und das Problem ist: Unten im Airflow-Bereich ist ein wenig Platz. Ihr merkt es also nicht sofort, sollte das Gerät einmal auslaufen. Erst dann wenn der Liquidschwall aus der Airflow tröpfelt. 

Grundsätzlich ein toller Aufbau – Aber definitiv nicht für Anfänger geeignet.

Ares - Befüllung | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiBefüllt wird das Gerät wie inzwischen eigentlich üblich mit einer Slide-And-Fill-Vorrichtung oben an der Topcap. 

Das ist eine schöne Sache – Aber nichts Revolutionäres mehr. Hier auch schon ein weiterer Minuspunkt – Wenn man mal nicht genau darauf achtet und die Topcap nicht wirklich feste zudrückt nach dem Befüllen, neigt der Verdampfer dazu an der Topcap zu siffen, sobald man ihn leicht schräg hält.

No-Go für die Hosentasche…. Hier muss man wirklich aufpassen, dass man ihn richtig feste verschließt und nach dem Befüllen noch mal kurz abwischt.

Ares - Profil | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiMEIN FAZIT:

Geschmackstechnisch macht der Ares nichts falsch. Der Liquidgeschmack kommt sauber und unverfälscht rüber – Aber leider nicht mit der mitgelieferten Watte. Die Intensität des Geschmacks ist dabei allerdings auch nicht so groß, wie beim Augvape Merlin.

Grundsätzlich ist der Ares auch kein schlechtes Gerät – Ich finde nur, dass er für Anfänger nicht geeignet ist. Als Anfänger im Bereich des Selbstwickelns wünscht man sich ein Gerät, welches leicht zu Wickeln, pflegeleicht, sicher und zuverlässig ist. In diesen Punkten hat mich der Ares nicht überzeugt. Man muss viel zu viel beachten und merkt es auch nicht gleich, wenn man mal etwas falsch gemacht hat.

Ist das Gerät erst einmal korrekt „aufgesetzt“, ist es jedoch wirklich ein guter Verdampfer. Nur beim Befüllen sollte man aufpassen – Und entgegen der einhelligen Meinung, dass die höher platzierte Verdampferkammer ein Auslaufen generell verhindern sollte, muss man auch bei diesem Gerät die Airflow vor dem Befüllen schließen, um eine größere Sauerei zu verhindern.

Ich muss sagen – Nach all den positiven Reviews aus den Staaten hatte ich mir da etwas anderes erhofft. Mein Ares steht daher aktuell als Ersatzverdampfer wieder im Schrank, für den Fall dass ich plötzlich Bock auf ein anderes Liquid bekomme. In der restlichen Zeit dampfe ich entweder wieder meinen Merlin, der zum einen besser schmeckt und zum anderen viel pflegeleichter ist – Oder eben meine neue Version des NRG Tank auf dem Vaporesso Switcher. 🙂


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