Kernfusion Lite

Beispiel für eine Kernfusion. Bild von Wikiedia, Lizenz: Public Domain http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Deuterium-tritium_fusion.svg
Beispiel für eine Kernfusion. Bild von Wikiedia, Lizenz: Public Domain http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Deuterium-tritium_fusion.svg

Und wieder einmal erschreckt und fasziniert mich die Welt der Nachrichten auf’s Neue.

Seit Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten ist die Welt der Wissenschaft auf der Suche nach einer neuen Energiequelle um den Energiebedarf der Zukunft zu decken. Neben immer leistungsfähigeren Wind-Turbinen taucht inzwischen sogar ein rundes Solar-Modul auf, welches gar dazu in der Lage sein soll, den Bedarf eines Wohnhauses aus dem aufgefangenen Mondlicht zu erzeugen. (Was allerdings bei wolkigen Nächten oder bei Neumond ist, darüber schweigt sich der Hersteller noch aus).

Sehr vielversprechend scheint auch die Möglichkeit zu sein, Atomkerne miteinander zu fusionieren. Fusions-Energie scheint also die Lösung für alles zu sein – Wenn nicht das Problem der Umsetzbarkeit wäre. Auf der Sonne findet dieser Vorgang Tag für Tag statt – Es wäre natürlich richtig toll, dies auch auf der Erde bewerkstelligen zu können. So wäre ein funktionierendes Fusionskraftwerk dazu in der Lage, weit aus mehr Energie zu erzeugen, als ein Atomkraftwerk es jemals könnte.

Schätzungsweise 3 oder 4 Meiler würden ausreichen, um ganz Europa mit Strom zu versorgen. Milliarden Euro sind in die Entwicklung geflossen, zwei Testkraftwerke gibt es nun schon, eines in Europa und eines in den USA. Jedoch funktionieren will das ganze trotz der ganzen Forschungsgelder und der jahrelangen Entwicklungszeit durch die schlausten Köpfe dieser Welt bisher noch nicht so richtig. Bis vor Kurzem wurde sogar mehr Energie in den Prozess gesteckt als später wieder unter dem Strich herausgekommen ist. Dafür wurden gigantische Anlagen errichtet, bestehend aus abermillionen komplizierter Bauteile.

Dabei scheint das auch einfacher zu gehen!

Denn was einem 13-jährigen Schüler (Jamie Edwards aus dem vereinigten Königreich) gelungen ist, dürfte so manchen Wissenschaftler in Verlegenheit bringen:

Mit nur umgerechnet 3600,00 Euro hat der Junge im Labor seiner Schule einen zwar kleinen aber funktionsfähigen Fusionsreaktor gebaut. Dieser wurde vor versammelter Klasse vorgestellt und kurz in Betrieb genommen. Messungen haben bestätigt, dass das Gerät tatsächlich funktioniert. Die Arbeit an dem Gerät hat der Schüler in nur 5 Monaten durchgeführt.

Hier gibt’s noch ein paar Infos dazu: Dailymail

Ich sage dazu nur: Genial! Weiter so! Wenn das unsere Jugend ist, dann besteht ja vielleicht doch noch Hoffnung für die Welt 🙂

 

3 Gedanken zu “Kernfusion Lite

  1. hmmm schöne Sache, aber bei dieser Fussionsart wird 1. ne Menge Neutronenstrahlung frei, und 2. ob der Wirkungsgrad ausreichend ist, um den den Initiator (der Laser oder Strahlungsquelle) zu versorgen.

    denn eine fusion zu erzeugen ist nicht schwer, eine Langfristige effektive Fussion ist was ganz anderes.

    zu dem SolarModul:

    hmm ganz ehrlich, auf dieser kleinen Fläche auch mit einer Fangkugel mit ca. das Doppelte einer normaler Solarzelle. mit der Füssigkeit in der Kugen villeicht auf 2,5 Fache einer Solarzelle.
    Und zudem ist immernoch die Frage, wieviel Energie in die Produktion geflossen ist.

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