Klima: Gletscherschmelze in Antarktis begann möglicherweise schon 1945

Eisberg | Quelle: Pixabay.com | Lizenz: CC0 / GemeinfreiDer Klimawandel ist aktuell wieder in aller Munde und inzwischen werden international große Anstrengungen unternommen, um dem Problem entgegenzuwirken, Eines der größten Probleme im Zusammenhang damit ist die Gletscherschmelze an  Nord- und Südpol. 

In der West-Antarktis gibt es beispielsweise den „Pine-Island-Gletscher“ – Einen Eisstrom, der  rund 10% des west-antarktischen Eisschilds ausmacht und der bei kompletter Schmelze alleine schon einen Anstieg des Meeresspiegels um mehr als einen halben Meter verursachen würde.

Ausgerechnet diese Eisformation gibt aktuell jedes Jahr fast 50 Milliarden Tonnen Eismasse in das Meer ab. Soweit so gut (bzw. schlecht) – Aber überraschenderweise haben Wissenschaftler nun verkündet, dass sich die Ursache für das Schwinden des Pine-Island-Gletschers möglicherweise bereits im Jahr 1945 ereignete.

Zu diesem Zeitpunkt befand sich die gesamte Welt im Kriegszustand – Satellitenaufzeichnungen gab es eben sowenig wie Klimaforschung – Und wenn, dann wurde sie nicht ernst genommen. Was es allerdings gab, war ein Rekord-El-Nino in der Zeit von 1939 bis 1942. Wie auch später noch in den Jahren 1997-1998 und aktuell erst wieder in 2015-2016 hat dieses Phänomen für extreme Wetter-kapriolen gesorgt.

Dieses Ereignis beeinflusste die Umwälzung der Atmosphäre in der Antarktis haben es Warmwasser-Strömen erlaubt, sich im zirkumpolaren Tiefwasser in Richtung der Gletscher zu bewegen. Laut einer aktuellen Studie konnte dieses Warmwasser bis unter den 800 Meter tiefen Kamm vordringen, auf dem der Gletscher zuvor ruhte. Damit begann die Destabilisierung des gesamten Blocks, die dann ab den 1970er Jahren massiv zum tragen kam.

Hier geht es zur Studie:

http://www.nature.com/nature/journal/vaop/ncurrent/full/nature20136.html

1 Gedanke zu “Klima: Gletscherschmelze in Antarktis begann möglicherweise schon 1945

  1. hmmm was ich mich immer Frage bei so „OMG Klimaerwärmung außer Rand und Band“ Meldungen, ob da nicht auch bedacht wurde, das auch die Sonne etwas mehr aufgedreht hat seit ein paar Jahrzenten.
    Es wurde mal gesagt, 10 % mehr Sonnenaktivität und die Meere würden mit kochen etc anfangen und die Erde zu einen Wüstenplaneten werden.
    Sollte da nicht diese geringe Erhöhung, die seit dem 40er Jahren vorherrscht nicht auch massive Auswirkungen haben? Denn eines ist sicher, die Wissenschaftler wissen viel zu wenig darüber, wie sich dieses komplexe Ökosystem verhält, vorallem da die für die Vergangenheit nur Vermutungen anstellen können aufgrund bekannter physikalischer Effekte. Wobei die Natur und der Zufall ja auch immer für Überraschungen gut ist.
    Aber unstrittig ist auf jeden Fall, das der Mensch seinen Beitrag zur Erwärmung leistet, keine Frage. Nur die Größe des Beitrages finde ich strittig.

Schreibe einen Kommentar