Krebsrisiko durch Fleisch – Wirklich so hoch wie man denkt?

Brotzeit | Lizenz: CC0 / GemeinfreiZu einer zünftigen Brotzeit gehören Wurst- und Fleischprodukte für viele Menschen fest dazu.

Um so besorgniserregender ist natürlich die aktuelle Meldung der Weltgesundheitsorganisation WHO die besagt, dass bearbeitetes Fleisch das Risiko an Darmkrebs,  Tumoren der Bauchspeicheldrüse oder Prostatakrebs zu erkranken signifikant erhöht – und zwar um 18%.

Zudem sind bestimmte Fleischprodukte durch die WHO in die Gruppe 1 krebserregender Stoffe aufgenommen worden – In die selbe Gruppe in der man auch Asbest und die Inhaltsstoffe von Tabak findet.

Das klingt nun natürlich äußert bedrohlich – Aber wie schlimm steht es denn nun wirklich um die Fleischgenießer?

Betroffen sind laut der Studie der Internationalen Krebsforschungsagentur IARC verarbeitete Fleischprodukte wie beispielsweise Wurst, Schinken, alles gepökelte und alle Produkte in denen mehrere verschiedene Fleischsorten gemischt werden. Das ist an und für sich natürlich eine große Produktpalette. Um euch aber zumindest ein wenig zu beruhigen:

Man bekommt jetzt nicht mit einer Wahrscheinlichkeit von 18% Krebs durch den Verzehr von Fleischprodukten!

Denn nur das relative Krebsrisiko erhöht sich um 18%. Was das bedeutet, kann man folgendem Rechenbeispiel von Quarks & Co entnehmen: Nehmen wir an. dass ein 45-jähriger Mann ein Risiko von 0,4 Prozent hat, in den nächsten 10 Jahren an Darmkrebs zu erkranken, so würden 50 Gramm verarbeitetes Fleisch pro Tag dieses Risiko auf einen Wert von 0,5 Prozent steigern. Man kann also erst einmal aufatmen.

Das ist nun weder ein Freifahrtschein, noch ein Grund überstürzt zur Krebsvorsorge zu rennen. Denn grundsätzlich sollte man sich immer um eine ausbalancierte, gesunde Ernährung bemühen. Und das bedeutet – wie wir alle schon länger wissen – dass man nicht unkontrolliert Fleisch in sich hineinstopfen sollte. In Deutschland wird schon seit ein paar Jahren empfohlen, nur zwei bis drei Mal die Woche Fleisch zu essen – Auch der Umwelt zuliebe. Und dann reicht es finanziell in den meisten Fällen für ein gutes Stück Biofleisch.

Sofern man das beherzigt, sollte dem Fleischgenuss also nichts im Wege stehen – Guten Appetit 🙂

5 Gedanken zu “Krebsrisiko durch Fleisch – Wirklich so hoch wie man denkt?

  1. wieder mal künstliche Panikmache meiner Ansicht nach …. der Mensch ist eben nicht für gemacht 100+ zu werden, sry wenns hart klingt, aber es ist leider so.

    Klar ist es schön, wenn man lange das Leben genießen kann, aber die Natur hat es nunmal nicht vorgesehen für die meisten.

      • naja aber was denkst du aber was nun passieren wird? Es wird weniger Wurst und Fleisch von Rind und Schwein gekauft, dafür mehr Geflügel. Damit werden wird bei dem der einen Art ein Überangebot vorhanden, was die Rinder und Schweinefarmen unter Druck setzt. Zum anderen wird bei Geflügel ein Mangel erzeugt.

        Genau sowas wird immer lustigerweise immer dann veröffentlicht, wenn die Preise sich bei einer Sorte von Fleisch längere Zeit auf einen niedrigen Niveau bewegen. Denn der große Teil der Bevölkerung liest da nicht tiefer rein, sondern handelt einfach, sprich kauft kein Rind und Schweinefleisch mehr sondern Geflügel, was besser sein soll.

        • Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass es dieses Mal dazu kommt. Die Meldungen, die so etwas sonst verursacht haben bezogen sich eher auf Verunreinigungen / Verseuchnungen oder so. Also BSE, Vogelgrippe, Schweinegrippe usw.

          Dieses Mal geht es um etwas, das scheinbar schon immer der Fall war – Die Leute werden sich also kaum von ihrer Wurst abbringen lassen. Und wenn dann vermutlich eher kurzfristig und in geringem Maße.

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