Leben auf anderen Welten

Colonial Life, Lizenz: Public Domain by NASASind Leben und vor allem auch dauerhaftes Überleben der Menschheit auf anderen Planeten überhaupt möglich? Und wenn ja: Welche Voraussetzungen müssen jenseits der technischen Ausrüstung erfüllt sein?

Wenn man den technischen Aspekt wie den Flug sowie die Ausrüstung zum Bau einer Kolonie beispielsweise auf dem Mars einfach einmal außen vor lässt oder als gegeben ansieht und die ganze Sache noch einmal aus einem metaphysischen Blickwinkel heraus betrachtet, könnte das Ergebnis ganz anders ausfallen als man vielleicht meint.

Doch dafür sind Überlegungen nötig, die über normale wissenschaftliche Forschung hinaus gehen.

Public Domain | Credit: NASAHeute ist mir mal philosophisch zumute und ich möchte eines vorweg nehmen:

Es handelt sich hierbei um rein theoretische Überlegungen. Manch einer könnte im Laufe dieses Textes zu der Vermutung kommen, ich hätte nun völlig den Verstand verloren wenn ich auf solche Überlegungen komme. Doch die Ideen, welche ich für meine Überlegung zugrunde lege sind allesamt nicht einmal von mir. Es sind wissenschaftliche Studien und Beobachtungen sowie Aussagen von Menschen überall auf der Erde.  Ich möchte diese Ideen im folgenden Beitrag zusammen führen und basierend darauf Anforderungen an zukünftige Kolonien der Menschen außerhalb der Heimatwelt Erde festlegen.

Dazu muss ich nicht nur auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten Zeit zurück greifen sondern auch Überlegungen anstellen, die man ansonsten nur von Theologen und Philosophen erwarten würde.

Vor einer Weile habe ich einen Beitrag zum Thema „Das Große Ganze“ verfasst. Dieser Artikel behandelte die Überlegung, dass alle Lebewesen im Universum durch eine Art Netzwerk miteinander verbunden sind. Dass Wahrnehmung und Gefühle ebenso wie Wissen durch das große Netz fließen und sogar eine unsterbliche Seele als Fundament jeder Lebensform ist nach dieser Überlegung nicht nur denkbar sondern höchst wahrscheinlich.

Public DOmain | Credit: NASADiesen Gedanken möchten wir hier weiter verfolgen und auf die moderne sowie künftige Raumfahrt anwenden. Bevor wir aber auf die eigentliche Frage „Ist Leben auf anderen Welten überhaupt möglich?“ zurück kommen können, muss ich leider etwas ausholen.

Nur um es noch einmal zu verdeutlichen: Es handelt sich hierbei um theoretisches, theologisches sowie philosophisches Gedankengut. Die Entwicklung einer Idee, entstanden aus Phantasie und gewürzt mit dem, was man heute glaubt zu wissen.

Die heutige Idee basiert zudem auf Beobachtungen, so gesehen also auf Naturwissenschaften. Um diese Überlegung weiter zu fundieren, möchte ich zunächst auf das Prinzip des kollektiven Bewusstseins sowie der kritischen Masse eingehen. Bereits gegen Ende der 1950er Jahre gab es zu diesem Thema eine Reihe beeindruckender Experimente.

So haben Wissenschaftler beispielsweise einer Gruppe von Affen Kartoffeln zum Essen gebracht. Die Affen haben diese ungewaschen verschlungen und waren davon begeistert. Einigen Affen wurde unabhängig voneinander beigebracht, die Kartoffeln vor dem Verzehr zu waschen – So dass diese noch besser schmecken.

Die Tiere haben dies Ihren Artgenossen in den einzelnen Grüppchen beigebracht so dass immer mehr Affen ihre Kartoffeln gewaschen haben. Das ging so weit, dass eines Tages eine kritische Masse aus – in diesem Beispiel – ca. 100 Tieren die Fertigkeit besaß, ihre Kartoffeln zu waschen. Was dann geschah war erstaunlich: Plötzlich beherrschten alle Tiere auf der Inselgruppe diese Technik und haben sie angewendet. Und zwar auch Lebensgemeinschaften, die zuvor gar keinen Kontakt mit den anderen Affengruppen hatten.

Diese Forschungen entsprechen leider nicht dem heutigen Standard und sind daher umstritten, jedoch wurde das Experiment mehrfach an anderen Stellen wiederholt und führte immer zu ähnlichen Ergebnissen. Wer mehr darüber erfahren möchte, sollte sich den Wikipedia-Artikel zum „Phänomen des hundertsten Affen“ als Ausgangsbasis für weitere Recherchen anschauen.

Universe CellNun ist die Menschheit bekanntermaßen kognitiv sehr weit entwickelt und dazu in der Lage, Wissen durch aufgezeichnete Daten in allerhand Formen zu vermitteln und weiterzugeben. Nichts desto trotz sind wir ein Teil der Natur und somit auch ein Teil des großen, kosmischen Plans – Somit müssen kritische Masse und kollektives Bewusstsein auch auf uns zutreffen.

Das wiederum kann aber nur funktionieren, wenn es eine Art Energiefeld gibt, welches – zumindest auf mittlere Distanz – alle Lebewesen miteinander verbindet. Man sollte sich an dieser Stelle eine Art Nervennetz analog zum Gehirn vorstellen in dem jedes Lebewesen eine Art Synapse ist die durch Energie-Impulse Daten senden, empfangen und speichern kann.

Diese Netzstruktur ist überall im Universum anzutreffen. In unseren Zellen, in unseren eigenen Internet-Strukturen und auch in der Konstellation der Galaxien. Es ist also nur logisch anzunehmen, dass auch das Netzwerk der Lebewesen untereinander solche Strukturen annimmt.

Aber auch wenn jedes Wesen ein – inzwischen messbares – Energiefeld besitzt, so scheint es dennoch Unterschiede zu geben, welche die Verbundenheit der Lebensformen untereinander direkt betrifft. Warum konnten die Affen denn sonst erst Kartoffeln waschen, nachdem wir es ihnen beigebracht haben? Schließlich können wir Menschen das nicht erst seit den 1950er Jahren und über die Verbindung hätten die Affen es schon längst durch ihre Menschlichen Nachbarn erlernen können.

Die Hauptgründe dafür scheinen – wie ich vermute – zwei Faktoren zu sein: Das Gefäß der „Seele“ sowie die Entfernung zwischen Absender und Empfänger. So ist die Seele zwar das Bewusstsein eines jeden, lebenden Wesens – Die Steuerung sowie Verarbeitung der Signale die das Wesen umgeben, muss jedoch durch ein Gehirn erfolgen. So kann eine Seele offenbar nur Informationen korrekt deuten, deren Inhalt sie bereits versteht. Um neue Inhalte zu erlernen ist zunächst ein Gehirn erforderlich.

Sunrise - Public Domain, Credit: NASAMoment Mal: Seele? 

Ich bin der Überzeugung, dass es nicht reicht einfach ein Stück Fleisch auf den Tisch zu legen in der Hoffnung, dass dieses ein Energiefeld abstrahlt. Es gibt unzählige Aussagen von Menschen, die klinisch tot waren, über ihrem Körper geschwebt haben wollen oder einen Tunnel durchschritten haben wollen an dessen Ende ein grelles Licht gewesen sein soll. Auch verstorbene Freunde und Verwandte sollen gesehen worden sein.

Bei so vielen Berichten zu dem Thema haben sich natürlich auch Wissenschaftler gefunden, die der Sache auf die Spur gekommen sein wollen. So hat beispielsweise gegen Ende des Jahres 2014 eine Studie für Aufsehen gesorgt, welche dem „Leben nach dem Tod“ endgültig die Existenz bescheinigen soll.

Dabei ist auch wichtig zu wissen, dass sich viele Menschen an Erlebnisse aus früheren Leben erinnern wollen. Auch dazu hat es bereits verschiedenste Studien gegeben, die diese Aussagen oftmals belegen konnten.

OK – Damit (bewusstes) Leben also funktioniert, muss es schon mal eine Kombination aus einem Gefäß für die Seele (dem Körper) und der Seele selbst geben. Soweit so gut – Nehmen wir dies in unserem Fall also mal als gegeben hin.

Jetzt gibt es allerdings noch den zweiten Faktor: Distanz!

Wer kennt es nicht: Freund/Freundin/Frau/Mann sind abwesend und man sitzt alleine herum. Eine Weile schafft es der Mensch, sich durch verschiedenste Tätigkeiten bei Laune zu halten. Mit immer moderneren Technologien wie dem Internet gelingt dies sogar relativ gut. Doch früher oder später kommt trotz Online-Chat und Social Network bei den meisten Menschen das Verlangen auf, sich mit anderen Personen zu treffen – Und das nicht nur virtuell. Echte, körperliche Nähe ist gefordert.

In großen Städten ist dieses Verlangen nicht so groß, vermutlich durch die andauernde Menge anderer Menschen in unmittelbarer Nähe. Doch auch hier kommt das Verlangen früher oder später durch. Besonders bei Kindern, die für sich bereits hoch empfindsam sind, ist Aufmerksamkeit ein Schlüssel zu einer erfolgreichen Entwicklung. Immer wieder hört man berichte, von Menschen die vor Einsamkeit einfach verendet sind.

Galactic Highway, Public Domain | Credit: NASAAuch zeigen Menschen, die von Berufs wegen komplexe Probleme lösen müssen eine wesentlich höhere Produktivität, wenn sie im Team arbeiten. Dabei funktionieren Teams Studien zufolge weitaus besser, wenn die Mitarbeiter zusammen sitzen anstatt nur über eine Online-Konferenz miteinander verbunden zu sein.

Wir sind also an einem Punkt an dem wir sagen können dass bewusstes, dauerhaftes und erfolgreiches Leben nur dann möglich ist, wenn es eine ausreichend große Anzahl anderer Lebensformen der gleichen Gattung in einer nicht zu großen Entfernung voneinander gibt.

Die Überlegung geht aber noch weiter!

Da wir nun davon ausgehen, dass es eine Art Seele gibt die zur Kommunikation mit anderen Seelen der gleichen Art nicht zu weit von diesen entfernt sein darf und diese nach dem Tod das jeweilige Gefäß verlassen: Wo bleiben die dann?

Earth From Above | Public Domain | Credit: NASAWenn sich manche Menschen an frühere Leben erinnern wollen, so scheint die Theorie der „Wiedergeburt“ nahe zu liegen. In der Zwischenzeit scheinen die Seelen irgendwo „zwischengelagert“ zu werden. Glaubt man den großen Religionen, so könnte dies eine Art Paradies sein. Aber offenbar reisen die Seelen nicht durch den interstellaren Raum sondern bleiben an ihren jeweiligen Planeten gebunden. Zu dieser Vermutung komme ich, da bislang noch kein Mensch von Erinnerungen aus früheren Leben berichtet hat, welches sich nicht auf dem Planeten Erde abgespielt haben soll. Die Zeit, die zwischen den früheren Leben und dem „aktuellen“ Leben liegt scheint dabei relativ willkürlich zu sein.

So sind es mal 200 Jahre, mal 1000, mal auch nur 50 – Immer angenommen, dass die Aussagen der Betroffenen korrekt sind.

Wenn es also basierend auf dieser Annahme nicht nur ein kollektives Bewusstsein gibt sondern auch Erinnerungen an frühere Leben, so liegt nahe, dass die Evolution sich beschleunigt, je mehr Wissen sich im „Pool“ des jeweiligen Volkes befindet und je öfter dieser Pool durch Wiedergeburten wieder in den aktiven Einsatz kommt. Da der Zyklus aber scheinbar keinen festen Regeln folgt kann man dahingehend nur von einer Wahrscheinlichkeitsrechnung ausgehen nach der sich die Abstände proportional zur Anzahl verfügbarer und vor allem kompatibler Gefäße verkürzen.

Public Domain | Credit NASASpätestens an dieser Stelle denken sich einige von euch sicherlich: Was für ein Spinner, das ist ja peinlich – Wie kommt man auf diese Ideen? Nun – Wie ich bereits in der Eröffnung dieses Artikels erwähnt habe: Das sind ja gar nicht meine Ideen! Genau genommen sind dies alles nur Überlegungen, die auf unabhängig voneinander durchgeführten wissenschaftlichen Beobachtungen, Interviews mit betroffenen Menschen und althergebrachten Religionen basieren und die ich nun zusammengeführt habe um auf folgende Frage eine Antwort zu finden: Ist ein dauerhaftes, gutes Überleben auf anderen Welten überhaupt möglich?

Wie man sich denken kann, setze ich hier einfach mal voraus, dass die nötige Technologie vorhanden ist um Gebäude zu bauen, Sauerstoff und Nahrung sowie ausreichend Energie zur Verfügung zu stellen.

Wenn man all diese zusammen gesammelten Informationen aus dem Text oben als Grundlage nimmt, müsste für eine dauerhafte Kolonisierung von beispielsweise dem Planeten Mars so einiges an Vorarbeit geleistet werden. Die Kolonie müsste innerhalb kürzester Zeit aus mehreren tausend Kolonisten bestehen um die nötige Vielfalt zu erzeugen. Man müsste sich zudem um Nachwuchs kümmern. Und wie würden sich die Kinder entwickeln, wenn kein ausreichend großer Pool an verbundenen „Synapsen“ im „Netzwerk“ bereit steht.

City Lights | Public Domain| Credits: NASAUnd nehmen wir für einen Moment auch mal an, dass es auf dem Mars (oder jeder anderen zu kolonisierenden Welt) zuvor schon einmal kompatibles Leben gegeben hat, welches aber bereits ausgestorben ist. Basierend auf der Überlegung, dass eine Seele gebunden an ihre Heimatwelt oder der Welt auf der das Gefäß verstorben ist: Kann der dazugehörige Pool dann Einfluss auf unsere Nachkommen haben?

Grundsätzlich wäre eine dauerhafte Kolonisierung anderer Welten vom metaphysischen Standpunkt aus betrachtet also durchaus möglich – Wenn auch nur mit einer ausreichend großen Kolonie. Einige hundert Siedler könnten eine Kolonie zwar dauerhaft betreiben – Um den Siedlern aber eine reelle Chance auf individuelle Entwicklung zu geben sollten es meiner Meinung nach aber mehrere tausend sein.

Und man sollte sich natürlich über eines im Klaren sein:

Selbstverständlich wird die Menschheit – sollte sie überleben wollen – eines Tages zu neuen Welten aufbrechen müssen. Doch man sollte stets im Auge behalten, wie sich die Nachfahren der Siedler entwickeln und sich bereit halten die Welten die man kolonisiert auch wieder verlassen zu können.

Denn nicht umsonst hat sich das Universum die Erde als Zuhause für die Menschen ausgesucht.

Es wird auch sehr interessant zu sehen, wie die künftige Mars-ONE Mission sich bewähren wird.

Bild-Infos: Die Bilder in diesem Beitrag sind aus dem öffentlichen Bildarchiv der NASA auf www.nasa.gov. Alle Bilder sind als „gemeinfrei“ klassifiziert (Public Domain) und dürfen uneingeschränkt weiter genutzt werden.

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