LYNDEN PRO E-Zigarette | Test & Erfahrungsbericht

LYNDEN PRO 2 | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiNach der LYNDEN AIR TubeMod hat PowerCigs unter seiner Marke LYNDEN nun auch eine All-In-One-Box heraus gebracht.

PowerCigs hat mir das Gerät freundlicherweise zum Testen zur Verfügung gestellt und ich habe das Teil nun seit einer Weile gedampft. Sehr erfreulich ist, dass man sich neben der inzwischen weit verbreiteten SubOhm Technik nun auch auf klassische Dampfer eingestellt hat – Es gibt nun Coils in den verschiedensten Variationen.

Außerdem gibt es nun ein paar neue Features – Auch, wenn man bei den Coils ein wenig getrickst hat. 

Ob die Box auch was kann und wie sie sich so im Alltag schlägt, erfahrt ihr hier in meinem neuesten Testbericht 🙂

Auf geht’s!

Der Lieferumfang:

LYNDEN PRO Paket | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiIch beginne immer ganz gerne mit dem Lieferumfang. Dieser gestaltet sich bei der LYNDEN PRO recht übersichtlich – Man erhält neben dem Grundgerät noch zwei DripTips, einen „normalen“ und einen SubOhm-Coil, ein Ladekabel sowie eine Bedienungsanleitung.

In meinem Paket war darüber hinaus noch eine Schutzhülle für 18650er Akkus mit dabei – Ob das zum regulären Lieferumfang gehört, kann ich allerdings nicht sagen, da mein Karton offensichtlich schon mal geöffnet war. Das ist für Testgeräte allerdings normal und nicht weiter tragisch.

Der Akku selber befindet sich nicht im Lieferumfang.

Der erste Eindruck:

LYNDEN PRO | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiDas Gerät liegt definitiv gut in der Hand, der Taster ist auch im dunklen gut zu erspüren und die Außenbeschichtung ist wunderbar griffig – Diese kennt man bereits von der LYNDEN AIR. Insgesamt sieht das Gerät sehr wertig aus und ist bestens verarbeitet.

Die Gewinde sind ordentlich gefräst, sowohl am Verdampfer oben als auch beim Akkuverschluss unten – Es gibt keine scharfen Kanten.

Die beiden Taster auf der Vorderseite dienen der Einstellung der gewünschten Leistung. Diese Knöpfchen sind aus Plastik gefertigt und nicht beschichtet. Das passt meiner Ansicht nicht wirklich ins Bild. Hier hätte ich mir ebenfalls wie man Haupttaster eine Gummibeschichtung gewünscht. Außerdem kann es sehr schnell passieren, dass man diese Knöpfe während des Dampfens versehentlich betätigt.

Das Display besteht aus einer Reihe LED’s, die in einzelnen Schritten die aktuell gewählte Leistung des Gerätes anzeigen oder während man gerade dampft die verbleibende Akkukapazität anzeigen.

Das ist im ersten Moment ungewohnt, da man von anderen BoxMods eher Zahlen und Icons im Menü erwartet. Nach einer Weile hat man sich zwar einigermaßen dran gewöhnt – Ich vermisse allerdings nach wie vor die Anzeigen für Coilstärke und Watt-Zahl. Das hätte man definitiv besser machen können.

Die Verdampfereinheit:

LYNDEN PRO Verdampfereinheit | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiDie Verdampfereinheit ist ein wirklich ausgeklügeltes Stück Technik.

Das Gerät verfügt über eine Kindersicherung – Möchte man die Verdampfereinheit aus dem Gerät heraus nehmen um an den Coil oder den Tank zu kommen, so muss man sie von oben drücken und gleichzeitig drehen – Ansonsten dreht sich nur die oben angebrachte Airflow. Das ist vom Prinzip her gut gemeint, entpuppt sich in der Praxis aber manchmal als schwierig. 

Man verstellt hier sehr schnell die Airflow und da sich diese auf gleicher Höhe mit dem Verschluss befindet, ist manchmal nicht wirklich erkennbar, ob die Einheit nach dem Befüllen des Tanks nun wieder korrekt sitzt oder nicht – Es gibt einen kleinen Abstand zwischen dem Grundgerät und dem Verdampfer (für die Airflow), so dass der Eindruck entstehen kann, dass der Verdampfer nicht korrekt sitzt. Hier sollte man kurz dran ziehen um zu sehen ob er sich löst.

LYNDEN PRO | Verdampfereinheit mit Coil | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiDer Coil wird an der unteren Seite festgeschraubt und dann von oben in den Tank getaucht. Manch einer mag nun denken: Oh, das kenne ich doch! Und da muss ich denjenigen auch Recht geben, doch dazu später mehr.

Die Airflow oben am Verdampfer ist leider der nächste Kritikpunkt, den ich an dem Gerät sehe. Denn dieser ist zum einen sehr leichtgängig und kann auch einfach verstellt werden, wenn man das Gerät in der Jacken- oder Hosentasche transportiert.

LYNDEN PRO | Verdampfereinheit mit DripTips | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiEs gibt eine ganz kleine Einbuchtung oben auf dem Ring der Airflow. Am 2. Ring wiederum gibt es eine 2. Markierung. Wenn beide Markierungen übereinander stehen, ist die Airflow komplett geöffnet. Dreht man den Ring davon weg, so schließt man die Airflow allmählich. 

Ich habe allerdings auf allen Einstellungen kaum einen Unterschied bemerkt – Die Airflow-Control ist also meiner Meinung nach nicht wirklich gut gelöst. 

DripTips:

LYNDEN PRO Driptip | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiSubOhm Dampfer erhalten ein klassisches, kurzes Driptip mit großer Öffnung. Dieses fühlt sich angenehm an und ist aus Metall gefertigt. Für traditionelle Dampfer liegt ein Driptip mit innen liegender Spirale dabei. Diese soll Verhindern, dass Liquid beim Dampfen in den Mund spritzen kann.

Das funktioniert auch wunderbar und beeinflusst den Geschmack auch nicht. Hier wieder ein eindeutiger Pluspunkt!

Die Coils:

LYNDEN PRO Coil | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiDie Coils der LYNDEN PRO liefern ausgezeichneten Geschmack und super Dampfmengen. Allerdings hat man hier ein wenig getrickst.

Es handelt sich dabei – unabhängig vom LYNDEN Aufdruck – nämlich um CUBIS Coils von Joyetech. Das ist allerdings auch kein Nachteil, denn die CUBIS Coils haben eine ausgezeichnete Haltbarkeit, sehr geringe Serienstreuung und produzieren einen ausgezeichneten Geschmack, der keine Wünsche offen lässt.

Somit hat man sich bei LYNDEN offenbar dazu entschieden, eine bewährte Technik einzusetzen, die darüber hinaus absolut blubber- und auslaufsicher ist.

LYNDEN PRO | Coil Vergleich | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiHier im Bild haben wir links die Verdampfereinheit sowie einen Coil aus einer Joyetech AIO Pro C und rechts die Verdampfereinheit sowie einen der mitgelieferten Coils aus dem Paket der LYNDEN PRO. Abgesehen von der Färbung oben (die im Übrigen vom Liquid kommt) sind diese absolut baugleich.

Ich habe diese zudem untereinander getauscht – Funktioniert einwandfrei. Somit hat man mit der gewaltigen Produktpalette der CUBIS Coils eine richtig gute Auswahl an verschiedenen Coils – Von Liquid Control über Nickelcoils bis zu CLAPTON Coils ist alles dabei. Diese Kompatibilität macht die LYNDEN PRO zu einem absoluten Alleskönner – Und die Coils sind vom Preis-Leistungsverhältnis unschlagbar. Ich dampfe schon seit über einem Monat mit dem gleichen Coil, ohne dass der Geschmack darunter gelitten hätte. Dicker Pluspunkt an der Stelle.

Dazu ist aber noch zu sagen, dass ich derzeit hauptsächlich Dinge wie Red Astaire, Heisenberg oder klassische Pfefferminze dampfe. Also alles eher helle Liquids, die einen ähnlichen Grundton haben. Dunkle Liquids belasten die Coils natürlich stärker. Aber wenn man immer so bei 4 Wochen auskommt ist das – wie ich finde – schon perfekt. 

Meine Selbstwickler mache ich spätestens nach zwei Wochen schon immer neu 🙂

Der Tank:

LYNDEN PRO | Ansicht oben | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiDie Befüllung des Tanks findet von oben statt – Die Verdampfereinheit wird dazu komplett heraus geschraubt. An der Stelle hätte ich mir gewünscht, dass es eine abschraubbare TopCap gibt, so dass man den nassen Coil nicht immer mit herausnehmen muss. Grundsätzlich ist das aber ein Luxus-Problem.

Beim Befüllen muss man allerdings ein wenig aufpassen. In der Anleitung steht, dass der Tank bis zum oberen Rand befüllt werden soll. Das ist allerdings nicht ganz richtig. Der Tank darf nur bis zum oberen Rand des Sichtfensters befüllt werden, da die Verdrängung durch den Coil anschließend sonst zu einer Sauerei führen würde.

LYNDEN PRO Tankfenster | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiDas Tankfenster selber ist aber groß genug, um den aktuellen Befüllungsstand jederzeit im Blick zu haben. Darüber hinaus ist der 2ml große Tank in 7 auswählbaren Farben beleuchtet.

Auch diese Technik hat man hier offenbar von Joyetech adaptiert. Wenn die Dampfe durch 5-Klick-Abschaltung gesperrt ist, kann man durch mehrsekündiges Drücken des Haupttasters durch die einzelnen, verfügbaren Farben gehen. Ist die gewünschte Beleuchtungsfarbe erreicht, entsperrt man das Gerät einfach wieder. Wahlweise kann die Beleuchtung auch komplett abgeschaltet werden.

Neben der Leistungseinstellung durch die beiden Steuertaster kann man das Gerät auch in den Bypassmodus versetzen. Dann dampft man immer mit der maximal vom Akku zur Verfügung gestellten Leistung. Das kommt also dem mechanischen Dampfen sehr nahe.

Den Akku kann man über eine integrierte USB-Buchse mit jedem handelsüblichen Ladegerät aufladen. Pass-Thru-Dampfen ist dabei ebenfalls möglich. Ich empfehle aber, immer einen Zweitakku dabei zu haben und die Akkus über ein separates Ladegerät aufzuladen. Das ist meistens schonender für die Zellen.

FAZIT:

Die LYNDEN PRO ist eine sehr gute „Edeldampfe“ in schickem Design mit ein paar kleinen Schwächen. Würden eine TopCap integriert, die Airflow verbessert und das „Display“ optimiert, gäbe es an dem Gerät nichts auszusetzen.

Ansonsten bietet sie hervorragenden Geschmack, lange Lebensdauer der Coils dank CUBIS Technologie und ist absolut auslauf- und blubbersicher. Das Gerät ist robust und edel verarbeitet – Abgesehen von den zwei Einstellungstasten.

Ich würde mich freuen, wenn es für dieses Modell noch ein Update geben würde, welches diese Kritikpunkte beseitigt – Dann wäre ich rundum zufrieden mit dem Gerät und könnte mir keinen besseren Alltagsdampfer mehr vorstellen.

Im täglichen Gebrauch macht die LYNDEN PRO eine gute Figur und ist definitiv ein Hingucker. Für den aktuellen Marktpreis von knapp 55,00€ kann man damit nicht wirklich etwas falsch machen. 

Gut Dampf!


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