Macht das Unmögliche möglich

Puzzle | Stockphotosforfree.com | Lizenz: GemeinfreiEin Gedankengang.

Wir glauben unsere Welt zu verstehen. Wir landen unsere Roboter auf fremden Planeten, wir beobachten unsere eigene Welt mit tausenden Satelliten und versuchen das Wetter auf die Minute genau vorherzusehen.

Wir errechnen das Klima auf der Welt wie es in 100 Jahren sein wird und lassen Partikel aufeinander knallen um zu schauen, wie es zu Beginn unseres Universums ausgesehen haben mag.

Und doch gibt es so viele, ungelöste Probleme auf der Welt. Seuchen, Hungersnöte, Kriege, Resourcenknappheit und was es nicht sonst so alles gibt. Und auch wenn einzelne Sparten der Wissenschaft – insbesondere im Bereich der Elektronik – scheinbar ständig mit neuen Innovationen aufwarten, so scheint die Entwicklung unserer Wissenschaft insgesamt zu stagnieren.

Klar – wir wissen, wie wir eine Maschine auf einem fremden Asteroiden landen können, doch die eigentlichen Probleme unserer Zivilisation sind immer noch die gleichen, wie noch vor 60 Jahren. Aber warum ist das so? Wo ist der menschliche Erfindungsgeist, wenn es um die echten Brocken geht?

Dass das dunkle Mittelalter uns eine Phase der technischen Stagnation gebracht hat, ist heutzutage unbestritten. Dann kam die Renaissance und mit ihr in nur wenigen Jahren eine technische Revolution, die bis heute ihresgleichen sucht.

Wissenschaftler versuchen seither, mit kilometerlangen Berechnungen eine Aufgabe zu übernehmen, die in den Jahrhunderten zuvor meist bei den Philosophen lag. Es gilt zu klären, warum wir hier sind und wie das Universum in dem wir uns befinden funktioniert. An und für sich eine tolle Sache, doch seit die Mathematik quasi zu einer Pflichtveranstaltung jeglicher Forschung wurde, probieren wir einfach zu wenig aus.

Damals, als man noch nicht dachte, alles errechnen zu können, sind findige Leute einfach hingegangen und haben versucht, ihre Ideen umzusetzen. Wenn heutzutage aber jemand eine – eventuell auch noch orthodoxe – Idee hat, so muss man erst einmal Geldgeber suchen, die dann wiederum von Wissenschaftlern mit Bärten an großen Tafeln oder mächtigen Computern durchrechnen lassen, ob die Idee des Erfinders überhaupt umsetzbar ist.

Wenn sich ein junges Genie überhaupt erst einmal traut, diesen bürokratischen Weg zu gehen und seine Idee auf diese Weise prüfen zu lassen, so kommt in den meisten Fällen nur heraus: Das ist physikalisch nicht möglich, das ist zu teuer, das hat keinen Nutzen. Das schreckt viele junge Menschen davon ab, sich überhaupt erst einmal Gedanken um neue Innovationen zu machen. Viel zu groß ist das Risiko verspottet zu werden oder emotional durch eine Berg- und Talfahrt zu reisen.

Das treibt die Leute reihenweise in den Stumpfsinn des Konsumkapitalismus. Die Meisten machen sich nicht einmal mehr Gedanken: Viel zu einfach ist es, lieber in die behütenden Arme der gut geölten Medienlandschaft zu fliehen.

Und das ist nicht nur totaler Quatsch sondern auch noch im höchsten Maße gefährlich.

Wir müssen einfach wieder mehr ausprobieren! Geht nicht, gibt’s nicht – Das haben wir doch als Kinder gelernt. Nicht alles, was die Formeljongleure sagen muss auch stimmen. So sollte es beispielsweise physikalisch unmöglich sein, durch Impulse, die in einem in sich geschlossenen System stattfinden Einfluss auf die Außenwelt nehmen zu können – Aber es klappt doch.

Als Erfinder – oder jemand der es gerne sein möchte – muss man sich also immer wieder auf den Geist der Renaissance zurück besinnen. In einer Zeit, in der man nicht viel wusste, konnte man nur vermuten. Und ausprobieren. So kamen viele neue Ideen auf die Welt. Manche haben funktioniert, manche nicht. Aber so ist es nun einmal.

Kurz gesagt: Wenn man eine Idee hat, sollte man sich nicht in Gedanken nach der Frage verrennen, ob das überhaupt möglich ist. Vielmehr sollte die Frage im Raum stehen, WIE es möglich ist. Frei nach dem Motto: Vergiss alles, was Du bisher gelernt hast.

Vielleicht können wir so eines Tages über einen Tellerrand schauen, den wir uns selbst geschaffen haben.

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