Mit Anti-Dumping fängt es an

Stahlwerk | Quelle: Pixabay.com | Lizenz: CC0 / GemeinfreiDie neue Administration in den USA beginnt nun, die von Trump geforderten Wettbewerbs-Vorteile für amerikanische Unternehmen einzufordern.

Somit wurden durch die USA in mehreren Fällen Dumping-Verfahren gegen europäische und chinesische Stahlkonzerne eröffnet. Diese haben Stahl in einer Qualität an die USA geliefert, die man dort ansonsten nicht erhält. Dennoch: In den USA will man sich sicher sein, dass es bei den Lieferungen nicht mit rechten Dingen zu geht und nimmt sich daher das Recht heraus, Strafen zu verhängen.

Und das nicht zu knapp. Strafzölle zwischen 3,62 und 148,02 Prozent des Importwerts liegen durchaus im Rahmen des Möglichen. Das wäre natürlich ein KO-Schlag für die Stahlindustrie außerhalb der USA. Und zudem verstößt eine solche Maßnahme gegen internationales Handelsrecht.

Das auswärtige Amt sowie Sigmar Gabriel äußerten sich dazu wie folgt:

Ich finde es äußert bedenklich, in welchem Ausmaß die USA als wichtigster Handelspartner für viele Staaten der Welt nun gegen internationales Recht verstoßen nur um ihrer teils Maroden Infrastruktur einen Aufschwung zu ermöglichen. Das erinnert mich gleich wieder an eine Passage im Dokumentarfilm „Kapitalismus – Eine Liebesgeschichte“ von Michael Moore. Hier der Ausschnitt, den ich meine:

Komisch oder? Erinnert euch das nicht auch daran? Versucht President Schmalzlocke aktuell, den Post-WWII-Zustand wiederherzustellen und schleichende Wirtschaftssanktionen gegen den gesamten Erdball zu verhängen?

In Rhetorik und Handlungen der letzten Zeit lassen sich eindeutig solche Tendenzen feststellen. Ich hoffe nur, dass das amerikanische Volk aufwacht und erkennt, dass es für ein solches Gedankengut im 21. Jahrhundert kein Platz mehr ist. 

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