Neue Straßenbahnen in Essen

Foto vom 22. März 2014 am Gernisnusplatz in Essen Frohnhausen
Foto vom 22. März 2014 am Gernisnusplatz in Essen Frohnhausen

Heute haben Bekki und ich in Frohnhausen am Gervinusplatz eine, der 27 neuen Straßenbahnen (NF2) der Essener EVAG gesehen. Der Fahrer winkte noch fröhlich, als er sah, dass ich ein Foto mache. 🙂

Weiter hinten waren noch Techniker mit Laptops in der Bahn, überall hingen Kabel herum und man war eifrig am Testen, was das neue Stück Technik kann.

Diese neuen Niederflurbahnen sollen künftig die alten, um 1980 herum gekauften Straßenbahnen ersetzen – Ihr wisst schon: Die Dinger mit den Treppen, welche ein Albtraum für alle Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen sind.

Dabei wird es außerdem eine Änderung im Streckennetz geben. Die Linie 107 wird aufgeteilt und bekommt auf der Strecke eine neue, wesentlich effizientere Linie hinzu: Die Linie 108.

Auf der Linie 108 werden jedoch weiterhin die alten Bahnen mit den Stufen fahren. Das liegt daran, dass die Einstiege in diesem Abschnitt zu hoch für Niederflurbahnen sind – man würde beim Einsteigen also nach unten herunterfallen. 🙂 Diesen Streckenabschnitt kann man auch nicht einfach umbauen, denn dort fahren auch die höheren Stadtbahnen wie die U17.

Wer mehr Informationen über die geplanten Änderungen im Streckennetz erfahren möchte, kann sich auf der Website der EVAG dazu informieren: Klick mich

3 Gedanken zu “Neue Straßenbahnen in Essen

  1. so schön die neuen auch sind, die haben immernoch den einen Nachteil, nämlich das die Spurbreite von bis zu 1000mm einfach zu gering ist. Was in Chemnitz mit Normalspur von 1435 mm das für einen Unterschied macht, ist gewaltig:

    http://www.evag.de/typo3temp/pics/caf78b9537.jpg

    vs.

    http://trampicturebook.de/tram/germany/chemnitz/pics_vario/2010-07-19-0668-X800.jpg

    Rollstuhlfahrer können da bequem hin und her rollen, von Kinderwagen ganz zu schweigen. Auch mit den Fahrrad gibt es keine Probleme, selbst wenn man es im Gang stehen hat, weil sonst alles voll ist.

    auch die alten Tatra Straßenbahen aus der DDR hatten schon ein enomes Platzangebot:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/ff/Chemnitz,_Tatra_T3D,_interior.jpg

    Das interssante ist auch, das bald dieselelektische Straßenbahnen von Chemnitz im normalen Regionalnahrverkehr der Bahn eingesetzt werden sollen, so das vom Zentrum aus auch ohne Umsteigen am Bahnhof Orte mit normalen Bahnhöfen erreicht werden können ähnlich einer S-Bahn.

  2. Aber das wäre doch ohne einen kompletten Streckenumbau gar nicht möglich. Hier gibt es viele Haltestellen in der Straßenmitte, bei denen nach rechts und links nicht wirklich Platz für eine Verbreiterung der Bahnen wäre.

    Was bleiben würde: Das Reduzieren einer Sitzreihe von doppelt auf Einzelplatz so wie in dem Bild der DDR-Bahn.

    Aber ansonsten sehe ich keine Chance auf Essen’s Straßen 😉

  3. eben, entweder es erfolgt eine Spurverbreiterung oder dieser Platznachteil wird immer bleiben.
    Aber da das für die Verkehrsbetriebe eben keinen finanzellen Vorteil bedeutet, so eine Verbreiterung, sondern extreme kosten, bleibt der Fahrgastkompfort eben auf der strecke. Und eine Sitzreihe ausbauen, das wird nix, denn dann wäre ja die angepeilten vorhanden Plätze nicht mehr erreichbar und gewisse Bürgergruppen würden wieder motzen

    p.s. Nachtrag zu dem Straßenbahnen als S-Bahn. Es soll sogar dann wohl soweit gegen, das die dann mit 3 Stromnetzen (600 V / 750V = und 15 kV ~ ) fahren sollen im Endeffekt, so das die durchweg eingesetzt werden können, selbst als Ersatz für bei Ausfall Regionalbahnen. Außerdem im Gegensatz zu normalen Straßenbahnen (max. 80 km/h) können diese bis zu 100 km/h (beide, die Diesel – Elektro sowie die eventuelle komplett Elektro) fahren.

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