Neue Substanz gefährdet die Ozonschicht

Cloud | Quelle: Pixabay.com | Lizenz: CC0 / GemeinfreiNachdem in den 1980er Jahren festgestellt wurde, dass FCKW schädlich für die Ozonschicht ist, gab es beispielloses Abkommen, in dem über 200 Länder der Welt eine schrittweise Reduzierung bis hin zum Verbot des gefährlichen Chemikalienmixes vereinbarten. Seit 1996 werden keine Fluorchlorkohlenwasserstoffe mehr freigesetzt und die schützende Ozonschicht erholt sich langsam wieder.

Nur so konnte gewährleistet werden, dass die Ozonschicht uns auch weiterhin vor der gefährlichen UV-Strahlung der Sonne schützt und wir nicht alle von unserem Stern gebrutzelt werden.

Nun wurde allerdings die nächste Gefahr gefunden…

Und zwar werden in Industrie als auch Medizin diverse Lösungsmittel eingesetzt, in der Hauptsache Dichlormethan. Dieses Zeug galt bisher als unbedenklich, doch nun hat man festgestellt, dass es bis in die Stratosphäre gelangen kann und dort zerfällt. Dadurch wird Chlor freigesetzt – Und das wiederum ist bekanntlicherweise ja schädlich für die Ozonschicht.

Laut einem aktuellen Bericht hat sich die Dichlormethan-Konzentration zwischen 2004 und 2014 verdoppelt – Wenn wir den Ausstoß dieser Verbindung nicht umgehend reduzieren oder gar auf komplett unterbinden, wird sich die Erholung der Ozonschicht um mehrere Jahrzehnte verzögern. 

Die Forschungsgruppe von der Universität Lancaster rechnet aber glücklicherweise damit, dass die Politik entsprechende Vereinbarung ähnlich schnell treffen wird, wie in der FCKW-Krise der 1980er. Ich hoffe, das geht besser als in den Verhandlungen rund um den Klimawandel.

2 Gedanken zu “Neue Substanz gefährdet die Ozonschicht

  1. interesannt, und das obwohl das Ozonloch die letzten Jahre immer weitere Verbesserungen gezeigt hat ….

    bzw wurde die verwendung von dem Zeug schon eingeschränkt seit 2010, es wird hautsächlich noch in Abbeizer etc eingesetzt.

    Außerdem in der Medizin? Dichlormethan soll doch warscheinlich erbgutschädigend und krebsauslösend sein.

    • Findet aber leider immer noch Verwendung, auch bei ätherischen Ölen in der Haaranalytik usw.

      Und ja – Das Ozonloch wird kleiner. Aber es könnte wesentlich schneller gehen

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