Pizza ist eine Droge und Pesto zerstört die Umwelt

Pizza | Lizenz: CC0 / GemeinfreiDie unheimlichen Enthüllungen rund um unsere beliebtesten Lebensmittel hören einfach nicht auf. Nach der erschreckenden Meldung über krebserregende Wurstwaren im letzten Monat heißt es nun, dass verarbeitete, industriell gefertigte Lebensmittel ähnlich auf die Menschen wirken wie eine Droge. Und der Appetit der westlichen Welt auf italienische Gerichte und Saucen hat signifikanten Einfluss auf die Zerstörung von Ökosystemen.

Das müssen wir uns natürlich nun mal näher anschauen.

Verarbeitete Lebensmittel enthalten in der Regel Fettzusätze und raffinierten Zucker. Diese Stoffe können im Belohnungszentrum unseres Gehirnes Vorgänge auslösen, die man ansonsten nur von synthetischen Drogen kennt. Und genau so können sie uns auch süchtig machen.  Das ist nicht nur Köchen schon länger bekannt, sondern wird nun auch durch eine wissenschaftliche Studie handfest belegt, so schreibt Nick Rose bei Munchies.

Das wird natürlich auch die Lebensmittelindustrie wissen und nicht nur wohlwollend hinnehmen sondern aktiv zur Umsatzsteigerung einsetzen. Und so kann sehr schnell aus dem vermeintlich gesunden Müslimix aus der großen Kartonpackung eine Sucht-falle werden, die den ahnungslosen Konsumenten unterbewusst an die Produkte der Lebensmittelkonzerne bindet. Auch wenn man den Produzenten nichts Böses unterstellen wollen würde, so ist doch hinlänglich bekannt, dass schon seit Jahrzehnten gefährliche Inhaltsstoffe aufgrund von Profitmaximierung in unseren Lebensmitteln landen. So wird nicht nur das inzwischen als gefährlich bekannte und umwelttechnisch äußert fragwürdige Palmöl in nahezu jedem Produkt verwendet, auch wird trotz vorhandener Alternativen als Süßungsmittel das stark umstrittene und für Kinder besonders gefährliche Aspartam eingesetzt. Ja selbst in Kindercola findet man häufig Phosphorsäure – Die nicht nur dafür bekannt ist, den Knochenbau zu stören sondern sich auch in der Waffenproduktion höchster Beliebtheit erfreut.

Hier kann ich übrigens die Benny Cola empfehlen – Das einzige mir bekannte Produkt aus dieser Linie, bei dem keine Phosphorsäure eingesetzt wird.

Es ist wirklich eine Schande, wie die Lebensmittelindustrie teils unachtsam, fahrlässig und gewissenlos mit der Gesundheit ihrer Kunden spielt – Möge Gott eurer Seelen gnädig sein, denn ich bin es nicht. Aber immerhin sieht man daran, wie wichtig es heutzutage geworden ist, möglichst viel selber zu kochen und frisch zuzubereiten. Glücklicherweise erfreut sich das Kochen nach jahrelangem Fristen als Randerscheinung nun wieder wachsender Beliebtheit. Kochsendungen sind beliebt wie nie zuvor und Fernseh-Köche wie Frank Rosin oder Steffen Henssler werden gefeiert wie Superstars. Und womit? Mit Recht!

Ich freue mich sehr darüber, dass das Kochen wieder gesellschaftsfähig ist und wieder einen festen Platz im Lifestyle der westlichen Zivilisation eingenommen hat. Viel zu lange haben wir uns ablenken lassen von den Verlockungen der Konsumgesellschaft. Aber das bringt mich auch schon zum nächsten Thema.

Mediterranes Essen, insbesondere der italienische Stil erfreut sich aufgrund der zumiest äußerst gesunden Zusammensetzung sowie des vielfältigen Geschmacks in allen Teilen der Welt einer immer wachsenderen Beliebtheit. Doch auch hier kann der Schuss leider nach hinten los gehen, so schreibt Nick Rose weiter. Denn aufgrund der riesigen Nachfrage an italienischen Zutaten sowie dem aus der aufkeimenden, zugehörigen Industrie erwachsenden Preiskampf werden weltweit immer mehr Regionen für den Anbau eben jener Zutaten verwendet, die wir so lieben.

Dass dabei nicht nur die Qualität oftmals leidet, ist nur die Spitze des Eisberges. Denn auf diese Weise werden Pflanzen in fremde Ökosysteme eingeschleppt, die da nicht nur nichts zu suchen haben sondern auch heimische Arten auslöschen können. Und das – so lehrt uns die Geschichte – war bislang noch nie eine so gute Idee.  Wer also ein gesundes Pesto zaubern möchte ohne dabei die Umwelt unnötig zu belasten, sollte ggf. die Zutaten-liste leicht ändern.

Denn wer beispielsweise Pinienkerne durch Walnüsse, Cashews, Pistazien oder Mandeln ersetzt, hat nicht nur einen sehr ähnlichen Geschmack sondern auch ein gesundes, reichhaltiges Pesto, welches auch mit dem Umweltbewusstsein bestens vereinbar ist.

 

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