Pokémon Go: Das bringt das Dezember-Update

Pokeball | Quelle: Pixabay.com | Lizenz: CC0 / GemeinfreiWas war das für ein Sommer. Eine Hitzewelle jagte die nächste – Und mittendrin kam Pokémon Go und spaltete das Land wie keine andere App zuvor. 

Auch ich habe im Sommer ein paar Wochen gespielt aber dann auch wieder das Interesse verloren. Zu groß war der Frust über Bugs und immer die selben Pokémon – Wenn überhaupt mal welche zu finden waren. 

Doch das und mehr möchte Entwickler Niantic mit dem aktuellen Update 0.49.1 verbessern.

Hier erfährst Du, ob es sich lohnt, die Mittagspausen wieder mit der Nase am Smartphone zu verbringen.

Pokémon Go | Quelle: Eigener Screenshot aus Pokémon Go | Credits: Niantic - Alle Rechte vorbehaltenEines vorab: Ich gehöre eher zu den Spielern, welche die letzten Updates bereits alle nicht mehr mitgemacht haben und seit dem Sommer nicht mehr gespielt haben. Daher könnten hier angesprochene Dinge schon mit den letzten Updates gekommen sein.

Seltene & neue Pokémon:

In der aktuellen Version gibt es neben dem Pikachu mit der Santa-Mütze auch noch ein paar neue Pokémon der 2. Generation. Schade: Diese laufen nicht frei herum, sondern müssen in Eiern ausgebrütet werden.

Innerhalb meiner einstündigen Session habe ich aber zwei Pokémon gefangen, die ich noch nicht hatte. Von daher bin ich guter Dinge, dass man nun auch tatsächlich wieder ein paar mehr Tierchen einfangen kann. Zuletzt gab es in meiner Ecke teilweise nicht einmal mehr ein Taubsi zu holen.

Außerdem waren wesentlich mehr Funde drin als noch im Sommer – Auch wenn abgelegene Straßen weiterhin zum größten Teil ignoriert werden.

Pokémon Go | Quelle: Eigener Screenshot aus Pokémon Go | Credits: Niantic - Alle Rechte vorbehaltenOrtung:

Nachdem im Sommer erst der Tracker aus dem Spiel verschwunden und dann noch die Ortungs-Websites geschlossen wurde, weil Niantic die benötigte API dazu schloss, sprangen viele Benutzer endgültig vom Spiel ab. (Da gehörte ich auch zu) 

Inzwischen kann man sehen, an welchem Pokestop sich die in der Nähe befindlichen Pokémon aufhalten. Anschließend kann man diese auch anklicken und bekommt den Pokestop anschließend in einer kurzen Übersicht angezeigt. Das Ziel wird dann ebenfalls auf der Spielkarte markiert.

In der Praxis klappt das sogar ganz gut – Drei Mal habe ich es ausprobiert und jedes Mal habe ich das Pokémon auch am Pokestop gefunden.

Pokémon Go | Quelle: Eigener Screenshot aus Pokémon Go | Credits: Niantic - Alle Rechte vorbehaltenEs ist allerdings auch gut möglich, dass „In der Nähe“ nicht wirklich „In der Nähe“ bedeutet. Zumindest wenn man – wie vom Entwickler angedacht – fußläufig unterwegs ist. So kann es durchaus passieren, dass man nicht schnell genug ist, und das Pokémon „despawened“. Dann muss man entweder warten und hoffen oder zu einem späteren Zeitpunkt erneut zurück kommen.

Das macht allerdings nur bedingt Sinn, da die Spawnpunkte offenbar inzwischen sehr häufig rotieren – Das ist wohl dem Update geschuldet, da man ja schließlich eine größere Vielfalt an Pokémon bereit stellen möchte.

Das Spiel meldet ein solches Ereignis mit „Das Pokémon ist geflohen!“

Zum Professor schicken:

Sehr praktisch ist die neue Multiselect-Funktion. Mit dieser kann man inzwischen mehrere Pokémon auf einmal auswählen und diese dann gesammelt zum Professor schicken. Schon mal ein Kritikpunkt weniger. 

Pokémon Go | Quelle: Eigener Screenshot aus Pokémon Go | Credits: Niantic - Alle Rechte vorbehaltenVibration-Madness:

Ein ziemlich nerviger Bug ist mir ebenfalls aufgefallen. Ich nutze die Batteriesparer-Option, so dass sich das Display abschaltet, wenn ich das Smartphone senke.

Ohne eine Powerbank in der Tasche ist das die einzige Möglichkeit, ein paar Prozent Akkuleistung zu sparen. Damit man dennoch keine Pokémon verpasst, soll das Gerät dann vibrieren, wenn sich eines in der Nähe befindet. 

Das tut es auch – Und zwar ständig. Alle paar Sekunden vibriert das Handy – Und von Pokémon keine Spur. Das wirkt sich natürlich extrem negativ auf die Akkulaufzeit aus. So wird ein voll aufgeladenes Galaxy S6 Edge in nur einer Stunde Spielzeit fast zur Hälfte entladen. 

Hier muss der Entwickler definitiv noch mal dran.

Pokémon Go | Quelle: Eigener Screenshot aus Pokémon Go | Credits: Niantic - Alle Rechte vorbehaltenMusik? Nein danke!

Ein weiterer, extrem lästiger Bug betrifft die Musikwiedergabe-Fähigkeit des Smartphones bei laufender Pokémon App.

Das hat mich früher schon genervt: Ich musste erst Pokémon Go starten, dann kurz raustabben und im Musikplayer die Musikwiedergabe starten. Dann wieder zurück zu Pokémon Go. Hat man das nicht getan, wurde die Musikwiedergabe gestoppt und ließ sich anschließend gelegentlich nicht wieder starten.

Jetzt ist es schlimmer! Man kann zwar jederzeit Musik anmachen – Sobald man aber wieder zu Pokémon Go zurück tabbt, wird die Musikwiedergabe sofort wieder beendet. Das ist ein absolutes NoGo! Wenn ich unterwegs bin, möchte ich Musik hören und keine App kann mir das verbieten.

Niantic: Unbedingt patchen!

Eierbrüterei:

Positiv aufgefallen ist mir wiederum, dass die Distanzberechnung beim „Eier ausbrüten“ inzwischen wesentlich genauer zu sein scheint. 

Fazit:

Insgesamt wurde das ganze Interface ein wenig „geliftet“, Grafiken laden flüssiger und es erscheinen auch wieder mehr Pokémon. In einer Stunde Spielzeit konnte ich zwei Pokémon fangen, die ich bislang noch nicht hatte – Das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Stand im Sommer.

Nervige Bugs gibt es leider nach wie vor und gerade das mit der Musikwiedergabe im Hintergrund muss unbedingt geändert werden, sollte mich der Entwickler noch einmal zum Spielen bewegen wollen und an abgelegenen Straßen findet man anch wie vor selten Pokestops – Auch wenn es dort Portale in Ingress gibt. Niantic wollte bereits im Sommer nach und nach alle Ingress-Portale zu Pokémon-Go kopieren, was offensichtlich aber immer noch nicht geschehen ist.

Alle, die planen der App irgendwann noch mal eine Chance zu geben sollten sich jetzt zumindest einmal einloggen um das Santa-Pikachu zu fangen. Abgesehen von der Mütze (die wohl auch nach der Weihnachtszeit erhalten bleiben soll) ist dieses Pikachu aber genau so wie alle anderen auch.

Wenn man das einmal gefangen hat, gibt es im Moment wenig Gründe, die mich häufiger zum Spielen bewegen würden – Da braucht der Entwickler wohl noch ein wenig mehr Zeit.

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