Powerline – Wenn WLAN keine Lösung ist

Wire | Quelle: Pixabay.com | Lizenz: CC0 / GemeinfreiIch höre inzwischen so oft von Bekannten und in SocialNetwork-Gruppen davon, dass Video- und Audiostreaming über WLAN eine absolute Katastrophe ist. Für Leute, die sich damit schon ein wenig beschäftigt haben, ist das auch ein alter Hut.

WLAN und Streaming ist immer so eine Sache – Das kann abhängig von der Position des Routers, der Anzahl anderer Funknetzwerke in der direkten Umgebung sowie der Beschaffenheit des Gebäudes und umliegender Elektrogeräte schon eine echte Qual sein. Insbesondere in Ballungsgebieten.

Um so verwunderlicher finde ich es, dass die einfachste und effektivste Alternative den wenigsten Leuten bekannt zu sein scheint – Powerline.

Ich sehe das bei denjenigen Bekannten, die beispielsweise im Keller oder auf dem Dachboden ein Video- oder Audiostudio eingerichtet haben und regelmäßig Streams in’s Netz stellen. Oftmals werden dann Verlängerungskabel in den Keller oder Flur gezogen an denen ein WLAN Repeater angeschlossen wird, der dann das Funknetz in einer einigermaßen zufriedenstellenden Qualität im Haus verteilt. Für mobile Endgeräte ist das sicherlich eine Lösung aber es sieht erstens in den meisten Fällen scheiße aus und wenn man es dann mal hin bekommt, den Repeater richtig zu verstecken reicht das Signal dann trotzdem wieder nicht aus.

In den meisten Fällen empfehle ich dann, auf Powerline umzustellen. Und in den meisten Fällen ernte ich dann fragende Blicke. Dabei ist die Technik einfach und effizient und ich hatte eigentlich angenommen, dass inzwischen jeder davon gehört hat. Immerhin gibt es das nun schon seit etwa 10 Jahren oder so – Und die Adapter werden immer besser.

Im Grunde genommen ist es nur ein kleiner Stecker, der in eine der freien Elektro-Steckdosen gestöpselt wird. Vorzugsweise in der Nähe des eigentlichen Internet-Routers. Auf der Vorderseite findet man dann einen klassischen Netzwerk-Anschluss. Ein kurzes Kabel vom Router in den Powerline-Adapter genügt.

Den zweiten Powerline-Adapter steckt man dann in eine Steckdose in der Nähe des Ziel-Ortes – Also beispielsweise auf dem Dachboden oder im Streaming-Zimmer. Auch dort kommt dann wieder ein normales LAN-Kabel dran – Das verbindet man dann entweder mit einem Switch oder mit einem separaten WLAN-Router falls man von dort aus via Funknetz weitermachen möchte.

So hat man dann über das hausinterne Stromnetz ein funktionierendes LAN aufgebaut – Ohne viel konfigurieren zu müssen und ohne Störquellen auf dem Weg zwischen den beiden Powerline-Adaptern. Würde man die selbe Strecke mit Repeatern über das Funknetz zurück legen, so könnte das Signal auf dem Weg durch zahlreiche Elektrogeräte und andere Funknetze gestört werden.

Aktuelle Adapter haben eine gute Signalsicherung – Die anfänglichen Probleme von vor 10 Jahren gibt es eigentlich nur noch in den wenigsten Fällen. Damals war es schon mal problematisch, wenn ein Staubsauger eingeschaltet wurde oder so etwas. Das sollte heutzutage kein Ding mehr sein.

Wichtig ist nur, dass sich die Start- und Zielsteckdose im selben Stromnetz befinden – Also vorzugsweise am selben Sicherungskasten zusammenlaufen. Und man sollte natürlich auch gleich zu guten Endgeräten greifen, da diese über bessere Sicherungsmechanismen verfügen – Nur so kann eine störungsfreie Übertragung gewährleistet werden. Bei Bedarf können natürlich auch mehrere Powerline-Adapter in verschiedenen Zimmern untergebracht werden. Mit Routern und Switches an den jeweiligen Endpunkten können dann sogar Teilnetze in größeren Haushalten geschaffen werden.

Wie gesagt: Diese Teile sind inzwischen sehr ausgereift, da die Technik schon seit einigen Jahren auf dem Markt ist – Um so verwunderlicher für mich, dass so wenig Leute davon gehört haben.


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