Spionage per Ultraschall

Spionage | Quelle: Pixabay.com | Lizenz: CC0 / GemeinfreiNach dem eher noch halbwegs „lustigen“ Burgerking-Werbegag kommen so langsam aber sicher immer mehr Praktiken der Werbetreibenden an’s Licht.

Dabei setzt sich in den USA ein neuer, sehr bedenklicher Trend durch, der Benutzer von Android Smartphones ohne deren Wissen rund um die Uhr beobachten und ausspionieren kann.

Auch hier spielt wieder die Spracherkennung der Geräte eine Rolle – Dieses Mal jedoch anders als gedacht. Und heimlich…

Bei einer Studie wurde in über 200 Apps Software gefunden, die es den Anbietern erlaubt, Android Geräte nach Frequenzen im Ultraschall-Bereich lauschen zu lassen. Werbetreibende können dann bei Fernseh- oder Radiowerbung Ultraschallgeräusche einspielen, die das menschliche Ohr nicht wahrnehmen kann – Die Smartphones allerdings schon. 

Diese Information wird dann an einen entsprechenden Server weitergeleitet und so können die Werbetreibenden erfahren wer einen Werbespot gehört / gesehen hat und wann. Aber der Spaß geht noch weiter.

Schließlich können diese Geräusche auch in Kaufhäusern oder anderen, öffentlichen Gebäuden erzeugt werden. So wird sichtbar, wann man sich in welchem Kaufhaus / Gebäude aufgehalten hat und vor welchem Regal man wie lange stand und so weiter und so fort. Denkbar sind auch Signale in Ubahnen, Bussen, Zügen, Bibliotheken, Krankenhäusern und so weiter.

Das Gemeine an dieser Methode ist, dass die Ultraschallgeräusche für die Menschen nicht wahrnehmbar sind – Man weiß also nie, wann und wo man gerade ausspioniert wird. Paranoia lässt grüßen.

Durchgeführt wurde die Studie von der technischen Universität Braunschweig – Leider gibt es keine Liste mit den betroffenen Apps. Allerdings ist wohl bereits raus, dass die App von Mc Donalds betroffen ist. Auch scheint die Technik bisher nur in den USA eingesetzt zu werden – Wollen wir mal hoffen, dass Europa da einen Riegel vorschiebt.

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