Test & Erfahrungsbericht – Augvape Merlin RTA (Selbstwickelverdampfer)

Merlin stilisiert quer | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiNachdem mein guter, alter Flash-e-Vapor so langsam seine ersten Mucken zeigt und auch in Punkto Geschmack keine Chance gegen den Veco-Tank von Vaporesso hatte war für mich klar, dass ein neuer Selbstwickel-Verdampfer her muss.

Nach einer Weile der Recherche und einigen Unterhaltungen mit anderen Dampfern ist die Wahl dann auf den – oftmals unterschätzten – Merlin RTA von Augvape gefallen.

Ob der Merlin sich gegen den Flashie behaupten kann und was es sonst noch so alles zu beachten gibt, könnt ihr in diesem Beitrag erfahren.

Vorwort:

Eines vorab: Wenn der Merlin erst einmal richtig läuft, schmeckt und dampft er fantastisch! Er hat allerdings auch so seine Mucken und Momente in denen ich dachte: Was soll das denn jetzt werden?

Wenn man sich allerdings erst einmal daran gewöhnt hat und ein paar Dinge beachtet, dann bekommt man einen wunderbaren Selbstwickler für kleines Geld!

Lieferumfang & Details:

Merlin Inhalt | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiMit im Paket sind neben dem Grundgerät (inkl. eines Kunststoff-Driptips) ein Ersatztank, eine Tüte mit Dichtungsringen und einem kleinen Schraubendreher, ein kleiner Inbusschlüssel für die Wicklung, eine Kurzanleitung in mehreren Sprachen sowie eine vorgefertigte Coil.

Was für ein Ersatzglas man bekommt, hängt übrigens immer von der gewählten Verdampfer-Variante ab. Ich habe mir den silbernen Merlin bestellt und erhalte als Ersatztank ein dunkles Rauchglas während das transparente Glas vormontiert ist. Wenn man sich (wie ein Bekannter von mir) jedoch den schwarzen Merlin bestellt ist das genau umgekehrt.

Merlin Notch Coil | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiIch empfehle in jedem Fall das transparente Glas zu verwenden, da man ansonsten sowohl was den Liquidstand als auch die Position der Liquidcontrol angeht relativ blind ist. Das Rauchglas ist wirklich sehr sehr dunkel.

Die mitgelieferte Coil ist eine sog. Notch-Coil – Ich kann euch allerdings nicht sagen, was für einen Widerstand das Ding hat und wie es sich so schlägt. Da man in den meisten Foren liest, dass es sich erst gar nicht lohnt, dieses Ding einzubauen, liegt es nun noch in meiner Packung rum 🙂

Das Gerät im Detail:

Merlin liegend | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiDas Gerät selber ist relativ einfach gehalten und besteht aus 5 Komponenten: Dem Driptip, der Topcap, der Glashülse, der Verdampferkammer mit dem Kamin und der Base mit dem Deck und der Airflow Control.

Das Ganze ist natürlich aus rostfreiem Edelstahl gefertigt. Der Tank fasst 4ml Liquid. Als Durchmesser werden 23mm angegeben – Das passt also auf jeden, etwas stärkeren Akkuträger.

Merlin Oberseite offen | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiBefüllt wird das gute Stück wie inzwischen üblich von oben. Die Topcap lässt sich einfach abschrauben und sitzt dennoch ordentlich fest. Durch die Riffelung an der Seite ist sie gut zu packen und macht auch dann keine Mucken, wenn man gerade mal draußen unterwegs ist und auf die Schnelle neues Liquid nachfüllen möchte.

Die Gewinde sind allesamt super sauber geschnitten und ich konnte auch keine scharfen Kanten ausmachen.

Merlin Unterseite offen | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiDer Tank lässt sich allerdings auch von unten aufschrauben und ermöglicht auch dann einen Zugang zum Deck, wenn der Verdampfer aktuell befüllt ist.

Da durch die Verdampferkammer eine größere Verdrängung an der Unterseite des Gerätes besteht, konnte ich den Tank auch dann aufschrauben, wenn ich das Gerät erst kurz zuvor befüllt hatte – Und das ganz ohne Sauerei.

Merlin Unterseite | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiDer Luftzug wird durch die unter dem Deck befindliche AFC eingestellt – Zusätzlich liegt direkt unter dem Deck noch eine Schraube, die den Luftzug nochmal zusätzlich reduziert. Das Gerät ist also sowohl für DTL als auch für MTL Dampfer geeignet.

Der Kontakt unten ist höhenverstellbar aber nicht gefedert. Darüber hinaus gibt es auf jedem Gerät noch eine Seriennummer – Nett 🙂

Das Deck:

Merlin Deck | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiIm Merlin findet man ein normales Velocity-Deck. Das ist inzwischen sehr weit verbreitet und besticht durch seine Einfachheit. Theoretisch könnte man hier auch eine Dual-Coil-Wicklung unterbringen – Der Merlin setzt aber ganz klar auf Single-Coil-Konfigurationen. 

Dual-Coil ist hier natürlich kein Ding – Dann sollte man aber die Luftzug-Schraube auf der Unterseite des Decks entfernen.

Befestigt wird die Wicklung durch kleine Inbusschrauben, die mit dem mitgelieferten Inbusschlüssel von der Seite her bequem bewegt werden können. Das Deck ist sowohl für Selbstwickel-Einsteiger als auch für fortgeschrittene Wickelprofis geeignet.

Der erste Eindruck:

Merlin auf iPower | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiNachdem die einfache, doch schicke Optik des Geräts mich sehr angenehm überrascht hat, habe ich natürlich direkt mal eine einfache Wicklung aufgezogen und mal los gedampft. Meine üblichen 1,4Ohm mit 12Watt sollten es für den Anfang tun.

Die Dampfentwicklung war auch wie erwartet – Aber vom Geschmack war ich zunächst sehr enttäuscht. Ich schmeckte weniger das Liquid als die Watte und der Dampf selber fühlte sich seltsam „trocken“ an.

Inzwischen habe ich aber herausgefunden, wie das zustande kam und habe nun eine Wicklung, die wirklich gut schmeckt.

Auch wenn das Velocity-Deck super einfach zu wickeln ist, gibt es hier ein paar Sachen zu beachten, auf die ich bei dieser Gelegenheit einmal eingehen möchte. Insbesondere dann wenn man von Verdampfern mit einem anderen System kommt, kann man bei dem Merlin trotz des einfachen Decks eine Menge falsch machen.

Meine Wohlfühl-Wicklung:

Merlin Wicklung Watte | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiBeim Merlin scheint es hinsichtlich der Wicklung drei essentielle Faktoren zu geben: Breite, Höhe und Watte.

Die Wicklung sollte relativ breit sein und sich möglichst bis zu den „Befestigungslöchern“ für den Draht erstrecken. Sobald eure Wicklung platziert ist, solltet ihr sie ein wenig anheben. Sie sollte zwar mittig über dem Luftloch liegen, jedoch von der Höhe her nicht direkt darüber.

Meiner bisherigen Erfahrung nach gibt es mehr Geschmack, wenn die Wicklung weiter vom Luftloch entfernt ist. Das ist beim Merlin anders als beispielsweise beim Flashie.

Merlin Wicklung Watte nass | Quelle Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiDas nächste A und O ist die Watte. Hier dürft ihr auf gar keinen Fall zu viel von nehmen. Die Watte muss einfach ganz locker in den dafür vorgesehenen Mulden liegen und sollte immer schön „fluffig“und locker sein. Wer von Verdampfern wie dem Flashie kommt, der kennt die Sache anders herum. Denn dort konnte man quasi ein ganzes Wattepad mit in die Verdampferkammer stecken.

Beim Merlin gilt: Weniger ist mehr. Ich nutze dafür übrigens die gute alte japanische Muji Watte.

Merlin Wicklung Seite | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiAn den Aussparungen für den Liquid-Zufluss kann man das hinterher wunderbar sehen. Hier sollte die Watte locker auf der Innenseite liegen und genügend Platz lassen, so dass das Liquid nach fließen kann.

Keine Bange: Auch wenn die Watte locker drin liegt (sie muss natürlich komplett in den Mulden liegen) kommt es nicht zur Sifferei. Ihr solltet die Watte mit einem dünnen Schraubendreher oder einer Pinzette etwas nach unten drücken.

Und auch wenn ihr die Watte bereits direkt auf dem Deck angefeuchtet habt, solltet ihr noch etwa 10 Minuten warten bis ihr anfangt zu dampfen.

Das sind jetzt natürlich nur persönliche Erfahrungen. Aber wenn ihr die Wicklung so ausrichtet und wenig Watte nehmt, solltet ihr einen vollmundigen Geschmack und gute Dampfentwicklung erhalten.

Merlin Liquidnachfluss | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiEinmal zusammengebaut kann man den Tank auf der unteren Seite noch drehen. Durch diese Drehung öffnet oder schließt man die Liquid-Zufuhr. Wenn nun kräftige Luftblasen an den Löchern unten zu sehen sind, fließt das Liquid ordentlich nach.

Diese Liquidzufuhr sollte man vor dem Nachfüllen unbedingt zu schrauben und erst wieder öffnen, wenn die Topcap fest verschraubt ist! Sobald man das einmal vergisst, nimmt einem der Merlin das sehr übel. Denn dann wird Liquid in die Verdampferkammer gedrückt und läuft anschließend über die Airflow unten wieder aus. Das sollte man also in jedem Fall im Kopf behalten.

Fazit:

Merlin Packung | Quelle: Eigenes Foto | Lizenz: CC0 / GemeinfreiWenn man die paar kleinen Kniffe von oben kennt und erst einmal eine Wicklung gefunden hat mit der man sich wohl fühlt, ist der Merlin ein hervorragender Selbstwickler zum kleinen Preis.

Das Gerät ist super verarbeitet, bietet einen sehr intensiven und sauberen Geschmack und ist darüber hinaus relativ pflegeleicht.

Ich dampfe ihn mit kleinstmöglicher Luftzufuhr – Dabei fällt allerdings auf, dass durch das Kondensieren des Dampfes besonders bei kalten Außentemperaturen an der Airflow gelegentlich Flüssigkeit zurück bleibt die auch mal schnell in die Base fließen kann. Bei jedem Befüllen sollte man das Gerät daher kurz unten auspusten – Natürlich ein Stück Küchenpapier auf der anderen Seite gegen halten. 😉

Außerdem sollte man das Gerät nach dem Befüllen kurz abwischen, da sich an der Topcap schon mal etwas Liquid sammeln kann, welches dann beim Zuschrauben außen über den Tank laufen kann. Hier hätte ich mir eine bessere Dichtung gewünscht. Einmal verschlossen ist das Gerät aber dicht – Da tropft und sifft nichts.

Geschmacklich ist er wie gesagt auch nicht zu verachten – Und mit einer halbwegs moderaten Wicklung auch echt schonend im Liquidverbrauch. 

Und wem das Ganze zu groß und schwer wird: Vom Merlin gibt es auch noch eine MINI Variante.

Bitte lasst mich wissen, sollten dazu noch weitere Fragen auftauchen 🙂

Vape on!


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8 Gedanken zu “Test & Erfahrungsbericht – Augvape Merlin RTA (Selbstwickelverdampfer)

  1. kannst du mir sagen welche größe das gewinde bei der luftöffnung im deck hat? ist es m2,5?
    ich möchte mir nächmlichden merlin gerne anschaffen und eine düse mit kleinerem innendurchmesser einsetzen. danke. gruß, jure.

  2. Hi,

    danke für diesen Post. Hast du den Merlin aktuell noch im Einsatz? Ich suche überall vergebens nach einer Gewichtsangabe. Kannst du mir das vielleicht beantworten?

    Viele Grüße Ata

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