Unter dem ewigen Eis

GOCE | Image: ESA | Copyright - Free for use by the mediaAls die Mission des „Gravity field and steady-state ocean circulation explorer“ oder kurz GOCE der europäischen Weltraumagentur ESA im März 2009 startete, war es noch „lediglich“ das Ziel, das Gravitationsfeld der Erde und die Einflüsse der Weltmeere auf jenes zu erforschen.

Dieser Teil der Mission war ein voller Erfolg und der Satellit verglühte nach getaner Arbeit am 11. November 2013 kontrolliert in der Erdatmosphäre. 

Doch dies sollte noch lange nicht das Ende von GOCE sein – Denn immer noch gewinnen Forscher fantastische Erkenntnisse aus den gewaltigen Datenmengen des ehemaligen Satelliten.

So können wir zum Beispiel nun mit Fug und Recht behaupten, auch das letzte Stückchen Erde vermessen zu haben. Denn mit Hilfe der Gravitationssensoren war es GOCE möglich, durch den dicken Panzer aus Eis zu schauen, der die Antarktis bedeckt. Und die Ergebnisse sind erstaunlich.

GOCE - Antarctica | Quelle: ESA | Lizenz: Free to use by the Media

So haben wir nun ein exaktes Bild der südlichsten Kontinentalplatten der Erde – Und können sogar noch erkennen, wie sie mit den restlichen Platten noch vor rund 160 Millionen Jahren verbunden gewesen sind.

Übrigens: Auch wenn die Eismassen derzeit bedingt durch den Klimawandel zu schmelzen beginnen, könnte der Menschheit hinsichtlich des Anstieges der Meeresspiegel noch etwas Aufschub gewährt werden.

Denn neueste Erkenntnisse legen nahe, dass die derzeit noch gewaltigen Eismassen die Erdkruste nach unten drücken. Sobald dieser Druck sich verringert, hebt sich auch die Erdkruste etwas an. Skandinavien wurde beispielsweise seit der letzten Eiszeit um etwa 900 Meter angehoben – Wir sprechen hier über einen Zeitraum von etwa 12.000 Jahren.

Bleibt diese Steigrate erhalten, so könnte dies letzten Endes auch die Eisplatten stabilisieren – Denn durch einen Anstieg um ca. 8 Meter hätte der Ozean keinen direkten Kontakt mit dem Eis mehr. Darauf hin könnten die Eisplatten sogar wieder wachsen.


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