USA 2016 – Erste Umfrageergebnisse für die Nominierungen

USA Flag Wave 2 | StockPhotosForFree | Lizenz: Public Domain / GemeinfreiAlle vier Jahre beginnt das unterhaltsamste, politische Ereignis überhaupt: Die größte Republik der Welt läd‘ zu fröhlichen Wahlen.

Die Präsidentschaftswahl 2016 in den vereinigten Staaten  dürfte für einige Aufregung sorgen, denn heutigen Umfrageergebnissen zufolge könnte sich in den US Medien die Schlacht des Jahrhunderts ereignen. Bevor es jedoch so weit kommt, müssen die beiden großen Parteien erst einmal ihren jeweiligen Präsidentschaftskandidaten aufstellen.

In diesem Rennen hat Jeb Bush, der Bruder des bekannten George W. Bush im republikanischen Lager die Nase leicht vorne. Bei den Demokraten jedoch sieht es bereits jetzt nach einem klaren Sieg für Hillary Clinton aus – Der Frau des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton. Die ersten Umfrageergebnisse sprechen bescheinigen ihr einen gewaltigen Vorsprung.

Sollte sich herauskristallisieren, dass es bei diesen beiden Kandidaten bleibt, so dürfte der Wahlkampf in den USA im kommenden Jahr ungeahnte Ausmaße erreichen. Denn einerseits sehen viele Bürger die Vormachts-Stellung der USA in der Welt bedroht. Unter Präsident George W. Bush wurden zwei sogenannte „Präventivkriege“ als Folge der Ereignisse am 11. September 2001 gestartet, die zwar sowohl in Amerika als auch in der restlichen Welt stark umstritten sind, doch herrschten zumindest für eine Weile Einigkeit und eine gefühlte Sicherheit auf der anderen Seite des Atlantiks. Nach dem Abzug der Hauptstreitmacht der westlichen Allianz aus besagten Konfliktregionen jedoch, der unter Präsident Barack stattgefunden hat, konnten sich aus den Resten der Widerstandbewegung sowie ehemaliger, in der Region aktiver Kräfte mächtige Organisationen wie der „Islamische Staat“ bilden.

Von Jeb Bush erwartet man einen ähnlich harten Kurs wie von seinem Bruder, die aktuell von Präsident Obama angeführte Strategie reicht dem großen Teil der alten, republikanischen Garde nicht aus. Insbesondere das Erstarken des islamischen Staates könnte daher vielen Wählern ein Dorn im Auge sein und wird im Wahlkampf mit Sicherheit als eine der größten Schwächen der Demokraten ausgespielt. Da sich die außenpolitischen Erfolge von Obama an dieser Stelle leider an einer Hand abzählen lassen und auch im Inland nur wenige Reformen durchgeführt werden konnten, dürften sich viele Wähler in die Richtung der Republikaner bewegen.

Auf der anderen Seite steht Hillary Clinton. Dynamisch und wortgewandt ist sie bereits jetzt im Volk hoch angesehen. Dazu kommt die historische Chance, dass sie als erste Frau überhaupt das Amt des amerikanischen Präsidenten innehaben könnte. Dies ist nicht nur für die weiblichen Wähler interessant, auch viele junge Wähler könnten sich an der Wahlurne für Hillary entscheiden. Punkten kann sie vor allem mit dem „Jobwunder 2.0“, welches durch die neuesten Zahlen am amerikanischen Arbeitsmarkt belegt wird. Doch auch in Sachen Außenpolitik ist sie kein unbeschriebenes Blatt mehr.

In den Jahren 2009 bis 2012 diente die ehemalige „First Lady“ als „Secretary of State“, also als Außenministerin unter Präsident Barack Obama. Bereits damals kritisierte sie die „lasche“ Außenpolitik des Präsidenten und betonte, dass es von absoluter Priorität sein sollte, die Führungsrolle der Vereinigten Staaten in der Welt wieder herzustellen. Zwar wurden bisher keine Details zu ihrer politischen „Agenda 2016“ offengelegt, doch man kann davon ausgehen, dass sie vor diesem Hintergrund nicht in die gleichen Fettnäpfchen treten wird.

Somit dürften an und für sich bereits jetzt die Eckpunkte für das größte Politikspektakel der nächsten Jahre feststehen. Und auch wenn die Nominierungen noch nicht abschließend geklärt sind – Interessant wird dieser Wahlkampf in jedem Fall.

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