Voyager 1: Triebwerke nach 37 Jahren wieder gezündet

VoyagerGoldenRecord | Quelle: Pixabay.com | Lizenz: CC0 / GemeinfreiDie in den 1970er Jahren in den Weltraum entsandte Sonde Voyager 1 ist das am weitesten von der Erde entfernte, von Menschen gemachte Objekt – Aktuell bereits im interstellaren Raum.

21 Milliarden Kilometer hat das gute Stück nun bereits zurück gelegt und die Systeme funktionieren immer noch (zum größten Teil) einwandfrei.

Nun musste die Sonde neu ausgerichtet werden, damit sie weiterhin korrekt mit der Erde kommunizieren kann.

Das muss in regelmäßigen Abständen passieren, damit die Hauptantenne immer auf die Erde gerichtet bleibt.

Dabei gab es nur ein entscheidendes Problem…

Für die notwendigen Kurskorrekturen wurden bisher immer die Lagekontrolldüsen genutzt. Diese sind darauf ausgelegt, kurze Schubstöße abzugeben, um das Raumschiff auf der richtigen Position zu halten. Unglücklicherweise lässt die Leistung dieser Düsen seit 2014 immer mehr nach, so dass die Kurskorrektur zuletzt nicht mehr korrekt gewährleistet werden konnte.

Um das zu umgehen, musste man jetzt alte, seit 37 Jahren nicht mehr genutzte Kurskorrektur-Düsen reaktivieren. Diese sind allerdings nicht für kurze, kontrollierte Schubstöße gedacht und mussten daher erst einmal umprogrammiert werden. Dazu musste das Team alten Programmcode aus den 1970er Jahren neu lernen und verstehen.

Doch es hat geklappt. Nachdem der Befehl ausgeführt wurde, konnten die Wissenschaftler etwa 19 Stunden später ein Signal von Voyager empfangen, welches die Ausführung bestätigte. Ob heutige Technik da auch so gut mitgespielt hätte? Man weiß es nicht 🙂

Auf jeden Fall Vintage-Advantage. Und so können wir auch weiterhin auf neue Daten von Voyager 1 hoffen.

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