Wettertrends – Wie wird der Winter 2016/2017

Baum | Quelle: Pixabay.com | Lizenz: CC0 / GemeinfreiDer Herbst läuft gerade an, da wagen sich die ersten Wetter-Spezialisten bereits an eine Prognose für den Winter 2016/2017. So liest man inzwischen immer wieder von einem bevorstehenden Rekord-Winter.

Das kommt mir irgendwie bekannt vor – Ich glaube letztes Jahr um die Zeit gab es schon ähnliche Prognosen. Ich habe mir mal die verschiedensten Modelle und Vorhersagen angeschaut.

Denn auch wenn eine exakte Wettervorhersage für den Winter 2016/2017 zum jetzigen Zeitpunkt ähnlich abenteuerlich wie eine Prognose zu den nächsten Lottozahlen ist, so zeigen sich dennoch ein paar interessante Trends.

Grundsätzlich sind sich natürlich erst einmal alle einig, dass das Jahr 2016 für seine Rekordtemperaturen bekannt ist. Ganz klar – Es war bisher beinahe durchweg zu heiß in Deutschland. (Und anderswo). Das haben wir neben dem Klimawandel in dieser Saison offenbar noch vermehrt den indirekten Auswirkungen der zyklischen Wetterphänomene El Niño und La Niña zu verdanken. Konkret hat sich durch die diesjährige Großwetterlage der Nordatlantische Wirbel (oder auch Nordatlantische Oszillation) dermaßen geändert, dass in unseren Breitengraden derzeit Wind aus westlicher Richtung vorherrscht, wo sonst eher Ostwinde präsent sind.

Das kann für drückende Luft sorgen und ist maßgeblich für die „unangenehmen“ Wetterverhältnisse im Sommer 2016 verantwortlich.

Im Winter bringt dies aber eher mildere und zugleich feuchtere Luft mit sich. Gleichzeitig wird auch ein Vergleich mit dem letzten Rekord-September im Jahr 2006 angeführt nach dem ein verhältnismäßig milder Winter folgte. Wenngleich die US-Wetterbehörde NOAA an dieser Stelle noch keine Vergleiche anstellen möchte, so betont man aber auch dort, dass Europa einen eher milden Winter erwarten darf.

Es ist dabei aber wichtig zu erwähnen, dass es streckenweise auch sehr kalte Phasen geben kann – Da möchte man sich also nicht so wirklich festlegen. Trotzdem wird es größtenteils wohl eher recht mild und vor allem eines: Nass.

Ich bin wirklich gespannt, ob die per Supercomputer berechneten Klimamodelle dieses Mal recht behalten oder ob es wieder so ein „reinfall“ wie im letzten Jahr wird. 2015 sagte man uns einen Rekordwinter mit massiven Kälteeinbrüchen und Schneestürmen voraus – Und es gab einen milden Winter mit echt erstaunlichen Warmphasen im November. Dieses Jahr sagt man uns das Gegenteil.

Wenn das Ganze hinterher so in der Mitte liegt, bin ich ja schon zufrieden. Ansonsten steht der Schlitten schon im Keller bereit 🙂

2 Gedanken zu “Wettertrends – Wie wird der Winter 2016/2017

  1. Da du mit raten angefangen hast, möchte ich bei dieser Wette mit einsteigen 😛
    Ich hab zwar keine Ahnung, aber wär lustig, wenn’s stimmt:
    Ich prognostiziere einen insgesamt eher milden Winter. Durch die Verlagerung der Druckgebilde nach Süden und deren quasistatische Position westlich von uns werden wir meist warme Luft aus dem Süden bekommen. Ein oder zwei mal wird sich das ganze nach Osten verlagern, sodass wir polare Luft bekommen und es für 2-4 Tage bitterkalt wird.
    Um mich mal weit aus dem Fenster zu lehnen sage ich zu diesen Kälteeinbrüchen ein Wintergewitter oder Starkniederschlag voraus, was mal für Blitzeis und zugehörigem Verkehrschaos sorgt.
    Alles in allem wird es wenig Schnee geben, dafür kommt alles auf einmal.
    Nur eines ist sicher: Die Winterdienste werden überfordert sein 🙂

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