Wie der Klimawandel die Erdrotation verändert

Globe | Quelle: Pixabay.com | Lizenz: CC0 / GemeinfreiDie Erde dreht sich und eiert dabei auch noch ein wenig. Das ist allgemein bekannt. Auch bekannt ist, dass die Rotation über die Jahrhunderte immer langsamer wird – Der Mond bremst die Erdumdrehung allmählich. Das ist für uns jedenfalls kein kurzfristiges Problem – Bisher nahm man an, dass diese Bremswirkung die Tage pro Jahrhundert um etwa 2,3 Millisekunden verlängert – Somit wird die Menschheit wohl niemals erleben, dass die Erde still steht. 

Forscher der Royal Society haben aber nun errechnet, dass diese Bremswirkung viel kleiner ist, als ursprünglich angenommen – Und der Klimawandel könnte dabei mit verantwortlich sein.

Wenn die Bremswirkung durch den Mond teilweise aufgehoben wird, so müssen noch weitere, größere Kräfte am Werk sein. Da die Eiskappen an den Polen schrumpfen – so die Forscher – wird dadurch der Druck auf die Erdkruste verringert, was letztlich zu einer Federung führt, die unter Anderem zu einer verringerten Bremswirkung führt. Somit verlängern sich die Tage pro Jahrhundert nur um 1,78 Millisekunden. 

Das mag nicht viel sein, aber dennoch gibt es uns neue Anhaltspunkte die helfen könnten, die Dynamik unseres Planeten besser zu verstehen. 

Immer wieder interessant, womit die Wissenschaft sich so beschäftigt – Und wo wir eben bei einem „fiktiven“ Stillstand der Erdumdrehung waren:

Dazu gibt es ja haufenweise Filme und eine bekannte Dokumentation. Was aber wirklich passieren würde, hat Florian Freistetter in einem Blog beschreiben.

Mehr Details dazu hier.

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