Wie ein 20-Jähriger die Weltmeere retten möchte

Water Reflecting Particles | Stockphotosforfree.com | Lizenz: GemeinfreiDie Weltmeere sind voll mit Dreck. Meistens handelt es sich dabei um Plastikteile, die entweder unachtsam weggeworfen wurden, absichtlich verkippt wurden oder durch den Wind vom Festland weggetragen wurden bis sie sich letztlich alle in den Ozeanen sammeln.

Über 600 große Jumbojets könnte man mit der Menge an Plastik füllen, von der man schätzt, dass sie in den Meeren herum schwappt. Das ist natürlich nicht nur super schlecht für die Lebewesen und Pflanzenwelt, es löst sich auch ganz langsam auf und kleinste Partikel davon landen in unseren Nahrungsmitteln.

Doch kaum schreibe ich einen Artikel über den fehlenden Erfindungsgeist der heutigen Zeit, so finde ich schon einen Bericht über einen 20-jährigen, jungen Mann der bereits im Jahr 2016 damit beginnen will, die Weltmeere von all dem Dreck zu befreien. Und die Lösung ist total einfach – Aber richtig genial!

Das System besteht aus einer Reihe schwimmender, im Ozean treibender Barrieren, die mit einer totalen Länge von etwas über 2000Metern künftig das längste Objekt in den Ozeanen darstellen werden. Das Plastik wird an den Barrieren aufgehalten und anschließend aus dem Meer gefischt. Laut Angaben des jungen Boyan Slat ist diese Methode extrem kostengünstig und fast achttausend schneller als alle bisherigen Methoden zur Meeresreinigung.

Das Prototyp-System wird bereits im 2. Quartal 2016 vor der japanischen Küste ausgesetzt und soll dem Team um Slat ermöglichen, wichtige Erkenntnisse und praktische Erfahrungen mit der neuen Technologie zu sammeln.

Das ist wirklich mal eine fantastische Idee und ich bin wirklich begeistert von diesem Unterfangen.

Es gibt auch bereits ein kurzes Informationsvideo zu dem Projekt:

THE OCEAN CLEANUP – The Beginning

Ich wünsche der ganzen Crew von „The Ocean Cleanup“ viel Erfolg. Ihr genießt meinen tiefsten Respekt!

5 Gedanken zu “Wie ein 20-Jähriger die Weltmeere retten möchte

  1. Hallo Livia,

    danke für Deinen Kommentar 🙂

    Ja, das denke ich auch. Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie junge Menschen mit guten Ideen die Welt verändern können – Wenn man sie nur lässt.

  2. nettes Projekt, nur was mir persönlich kopfzerbechen bereitet ist erstens, wie wetterfest das ist (denn die See kann wirklich erbarmungslos sein!) und wie das mit der Unteroberflächenströmung aussieht, die alle leichteren Objekte die nicht direkt auf den Wasser oder auf direkten Niveau zur Oberfläche sich befinden, mit sich zieht, sprich auch unter der Barriere durch (z.B. Plastetüten)

    @Lo

    die 1600 Meter sind aber nicht richtig oder … weil auf der Website steht da was von 2300 Meter und bis zu 100 km

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