Wie Google und YouTube einem das Leben schwer machen

Google | Quelle: Pixabay.com | Lizenz: CC0 / GemeinfreiWie alles begann…

Es war ein kalter Winterabend im Januar 2017 als ich nach einer ausgiebigen Arbeitswoche noch den aktuellen Stand auf meiner Website überprüfte, Kommentare beantwortete und Statistiken prüfte.

Da fiel mir ein Werbebanner auf meiner Site auf, der über das Google adsense Programm implementiert worden war. Ein Online-Essenslieferdienst. Ich dachte mir: Boah, darauf hast Du jetzt Bock!

Der Banner war schnell geklickt, das Essen bestellt (war lecker!) und die Bestätigungsmail war auch schnell da. Zusammen mit einer Nachricht von Google über die Aufkündigung meiner adsense Partnerschaft.

Und damit ging der Stress los…

Grundsätzlich ist natürlich erst einmal klar, dass man keine Banner auf der eigenen Seite anklicken sollte. Auch wenn man das zu Testzwecken durchaus mal macht. Aber ich habe mir gedacht, dass Google als weltweit führender Technologiekonzern dazu in der Lage sein sollte, Abrechnungen eingeloggter Google-Partner von denen anderer Websiteuser zu unterscheiden. Ist wohl nicht so. Schade.

Man sollte meinen, dass Google echte Klicks, die sogar zu Umsatz geführt haben von Fake-Klicks unterscheiden kann. Nope, ist nicht so.

Dann sollte man meinen, dass der Support ernsthaft eingereichte Beschwerdeformulare ordentlich liest und sich die bisherige Zusammenarbeit mit dem Partner noch einmal genau anschaut. Ist wohl auch nicht so.

Dann wäre es auch normal, dem Partner eine Verwarnung samt Begründung zu schicken bevor man alle Dienste restlos aufkündigt. Auch das ist wohl nicht so.

Es ist wirklich schade, dass man trotz mehrfacher Einsprüche nur mir Standard-Texten abgespeist wird und keinen persönlichen Kontakt zu einem Supporter erhält – Egal was man versucht. Und das geht nun schon seit 10 Monaten so. Dass ich über Google nun keinen Umsatz mehr auf meiner Seite mache ist aber nur die Spitze des Eisberges.

Google’s adsense Dienst ist natürlich auch mit den anderen Google-Diensten verknüpft. So wie mit Youtube. Auch hier wurde meine YouTube Partnerschaft sofort aufgekündigt und die Monetarisierung von Videos wurde damit sofort deaktiviert. Auch das ist nicht ganz so schlimm, da ich meistens Mixes hochlade, die dann von den Rechteinhabern monetarisiert werden. Ist ja auch richtig so, dass die Ihren Anteil bekommen. Soweit alles klar.

Aber seit Kurzem kann man in den Youtube Videos nun weder im Abspann noch in den Anmerkungen eigene Links setzen – Das geht nur noch, wenn man Youtube Partner ist – Und somit gezwungenermaßen über ein adsense Konto verfügt. Das bedeutet für mich nun, dass ich weder meine eigene Website noch Patreon als Crowdfunding-Page direkt in meinen Videos verlinken kann. Ich muss die Links nun also aufwändig in die Videos mit rein rendern und hoffen, dass jemand die Adressen abtippt oder in der Beschreibung des Videos nachschaut.

Aber mein adsense Payment Wallet funktioniert seltsamerweise noch. Geld für Google-Produkte ausgeben, darf ich also weiterhin! Jipieh! 

Liebes Google-Team:

War bei euch nicht mal die Prämisse „Don’t be evil“ in der Firmenstrategie als Motto verankert? Auch das Thema „Werbefreundlichkeit“ macht im Moment ja wieder die Runde – Viele Youtuber leiden extrem darunter.

Kundenfreundlichkeit geht jedenfalls anders und auf diese Weise sorgt man nur dafür, dass die Gemeinschaft auf andere Produkte abwandert. Sehr schade, dass einige Firmen immer den Sinn für Gemeinschaft und Zusammenarbeit verlieren sobald sie eine gewisse Größe erreicht haben.

Liebe Grüße,
Ein Google-User der ersten Stunde…


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