Wie schütze ich mein Smartphone vor Viren und Trojanern

Blueprint | Stockphotosforfree.com | Lizenz: GemeinfreiSchon längst haben kriminelle Individuen das Geschäft mit Viren und ähnlicher Malware, die speziell auf mobile Betriebssysteme ausgerichtet ist, für sich entdeckt. Das Einschleusen von Trojanern auf mobile Endgeräte nichtsahnender Nutzer ist für Cyberkriminelle eine lukrative Angelegenheit, da sich auf den Smartphones private Daten wie Passwörter und Online-Banking-Informationen einfach und unbemerkt kopieren lassen, was für das Opfer sehr schnell in einer Katastrophe enden kann. Einen effektiven Schutz gegen Angriffe auf die Privatsphäre der Nutzer bieten diverse mobile Sicherheitslösungen, die sich schnell und unkompliziert auf das mobile Endgerät installieren lassen.

Android ist das Mobilbetriebssystem mit der meisten Malware.

Zwischen den einzelnen mobilen Plattformen gibt es gravierende Unterschiede in Bezug auf Viren und Trojaner. Die Gefahr, dass Viren auf das mobile Betriebssystem gelangen, ist bei Smartphones auf Basis von Android um ein Vielfaches höher als bei anderen mobilen Betriebssystemen. Android ist zurzeit die zentrale Plattform für Viren- und Malwareentwickler, denn fast alle Schädlinge für Smartphones, die in letzter Zeit aufgetaucht sind, waren eigens für das Android-Betriebssystem entwickelt worden und funktionieren auf anderen mobilen Betriebssystemen nicht. Einer aktuellen Studie zufolge, die im Auftrag von Kaspersky Lab durchgeführt wurde, hatten über 99 Prozent aller entdeckten Smartphone-Trojaner das Android-Betriebssystem als Ziel. Abgesehen von einiger harmloser Malware existieren so gut wie keine Viren für das iOS von Apple, das BlackBerry OS sowie für das Windows 8 Phone.


Gefälschte Apps aus unabhängigen App-Stores

Die große Mehrheit der Smartphone-Malware gelangt mit ungewollter Mithilfe des nichtsahnenden Nutzers auf das mobile Endgerät. Die Smartphone-Schädlinge geben sich in der Regel aus als nützliche Apps oder Spiele und gelegentlich sind es sogar Kopien echter Programme, die mit tückischen Zusatzfunktionen versehen sind, um auf die privaten Daten des Opfers zu gelangen. Dabei sind vor allem Smartphone-User gefährdet, die Apps und Spiele über unabhängige App-Stores beziehen, denn diese App-Stores von Drittanbietern sind die Hauptwege, über die Smartphone-Malware und Trojaner verbreitet werden. Alternativ werden Smartphone-Schädlinge auch per Spam-Mail und SMS-Nachrichten verbreitet, indem den Nutzern Downloadlinks zugeschickt werden, mit der Aufforderung scheinbar nützliche Apps kostenlos zu beziehen. Die offiziellen App-Stores von Google und Co. sind in der Regel frei von Schadsoftware. Es sind nur wenige Fälle bekannt, bei denen sich Malware-Apps in den offiziellen Store einschmuggeln konnten.

Mobile Sicherheitslösungen bieten einen soliden Schutz

Mittlerweile haben viele Softwareunternehmen, die schon seit Jahrzehnte Sicherheitslösungen im Desktop-Bereich anbieten, auch Rundum-Sicherheitspakete für mobile Smartphones im Portfolio. Diese Antimalware-Produkte, die eigens für mobile Systeme entwickelt wurden, bieten dem Nutzer einen soliden Schutz gegen diverse Online-Gefahren wie Viren, Trojaner und Spam-Attacken. Außerdem sind viele dieser Sicherheits-Apps wie Kaspersky Internet Security  mit einer Reihe zusätzlicher Funktionen wie Anti-Diebstahlschutz und nützlichen Backup-Features versehen.

Diese Zusatzfunktionen bieten den Nutzer einen perfekten Rundumschutz.

4 Gedanken zu “Wie schütze ich mein Smartphone vor Viren und Trojanern

  1. naja wenn man die unzähligen Varianten eines Viruses als jeweils einen eigenständigen Virus sieh, kommen die Zahlen hin. Das war auch auf Heise erst von paar Wochen das Thema.

    Trotzdem ist Android das beliebtesten Angriffsziel, weil trotz der iPhone Dominanz die überall tretmühlenartig runtergebetet wird, die größte Verbreitung hat aber auch den User genau wie Windwos viel mehr Freiheiten lässt und nicht bevormundet.

    Das man aber nun ein AV Programm fürs Smarti braucht, würde ich dennoch nicht sagen, solange man folgende Sachen beherzigt.

    die Option „Apps aus unbekannten Quellen zulassen“ ausschalten, Nur Apps aus dem Appstore und nicht jeden Scheiß installieren (nur Apps die schon paar millionen downloads haben oder von einen TopEntwickler stammen )

  2. wie wollen andere Nutzer da schaden anrichten? Dazu müssten die den Entwickler acc ja highjacken oder die App von maniulierten webseiten aus direkt aufrufen und angreifen. Und da macht Android schon mal n strich durch die rechnung, denn ganz automatisch öffnet sich ne App nur, wenn du es eingestellt hast. Ansonsten wird Nachfragt, ob du die öffnen willst.
    Die einzige App die wirklich angreifbar wäre, wäre chrome ansich und die plugins. Da haste aber fast jede Woche nen Patch der die neusten Lücken stopft.

    Was ich aber Android vorhalte ist das Chrome sich mit den ACC des Users der am Smarti eingeloggt ist, sich auch gleich bei den Webseiten einloggt. Das ist extrem ungünstig.

    • Ungünstig? Ich finde das eher praktisch. Ansonsten bist Du ja nicht verpflichtet, dich über Chrome irgendwo einzuloggen. Du kannst den Browser ja auch ohne die Anbindung an die Google Cloud verwenden.

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