Wieder mal Tricks für längere Akku-Laufzeit

Mobile | Quelle: Pixabay.com | Lizenz: CC0 / GemeinfreiZunächst einmal: Frohes Neues an alle meine Leser. 🙂 Schön, dass ihr auch in diesem Jahr wieder auf dem Blog vorbei schaut. Hier wird sich in diesem Jahr wieder einiges tun.

Die Weihnachtszeit sowie der Jahreswechsel sind vorbei und das emsige Treiben in Deutschlands Städten geht wieder los. Traditionell wurden auch wieder eine ganze Menge Smartphones zu Weihnachten verschenkt und schon erscheinen auf allen gängigen Newsportalen wieder „Tipps für eine längere Akkulaufzeit“.

Diese Beiträge erscheinen einfach immer wieder und fast immer steht das Gleiche drin. Die meisten Tipps sind für den Normaluser nicht umsetzbar, nutzlos oder einfach falsch. Diese werde ich heute mal auseinander pflücken und natürlich werde ich auch mal meine eigenen Erfahrungen zum besten geben. Denn man kann durchaus problemlos mit dem Akku über den Tag kommen.

Zunächst einmal möchte ich darauf hinweisen, dass bei den aktuellen Wetterverhältnissen im Januar 2017 grundsätzlich eine kürzere Akkulaufzeit zu erwarten ist – Insbesondere dann, wenn man sich mit dem Gerät oft draußen in der Kälte aufhält. Das ist normal und auch nicht weiter schlimm – Man sollte das Gerät nur möglichst warm und wettergeschützt tragen.

Displayhelligkeit:

Die meisten Portale führen eine zu hohe Displayhelligkeit als Hauptgrund für zu hohen Akkuverbrauch an. Grundsätzlich ist das auch korrekt, da das Display wirklich der größte Verbraucher in einem Smartphone ist.

Wenn wir aber mal von den aktuellen Geräten ausgehen, so ist meistens eine automatische Helligkeitseinstellung für die Displays vorinstalliert. Ich habe mich im letzten Sommer selber intensiv mit den Displayeinstellungen beschäftigt und die automatische Regelung abgeschaltet. Um es kurz zu machen: Bringt alles nichts.

Man sieht dann bei bestimmten Lichtverhältnissen nicht mehr viel auf dem Bildschirm und ist ständig nur damit beschäftigt, die Helligkeit nachzuregeln, Irgendwann ist man es entweder leid oder vergisst die Einstellung auf einem zu hohen Wert. Grundsätzlich lohnt es sich da, die automatische Einstellung beizubehalten.

Bluetooth / GPS / WLAN / LTE:

Die Funkverbindungen werden als zweites, großes Kriterium angeführt. So soll man Bluetooth, LTE & Co möglichst immer abschalten.

Bei Bluetooth kann ich bedingt zustimmen – Jedoch gibt es viele Leute mit Bluetooth Headsets. Wenn man so ein Gerät verwendet, sollte man die Bluetooth Antenne an lassen, da das ständige Ein- und Ausschalten dieser durch den Initialisierungsprozess ansonsten mehr Strom verbraucht als der Dauerbetrieb. Dazu kommt, dass alle Sender/Empfänger inzwischen über ausgeklügelte Energieoptionen verfügen. Wer keine Bluetooth-Hardware verwendet, kann dieses Modul aber bedenkenlos abschalten.

GPS wiederum ist bei mir grundsätzlich aktiviert. Es nutzen einfach zu viele Funktionen im Gerät dieses Modul. Angefangen bei GoogleMaps bis hin zum Fitness-Tracker. Mit dem GPS-Modul habe ich weniger negative Erfahrungen hinsichtlich des Batterieverbrauchs gemacht. Wer nun argumentiert, dass das Smartphone bei aktiver Navigation doppelt so viel Energie verbraucht, sollte sich darüber im Klaren sein, dass dies weniger an der GPS Antenne liegt als an der Tatsache, dass das Display im Navi-Betrieb dauerhaft eingeschaltet bleibt.

WLAN macht bei mir auch keine Probleme. Auf der Arbeit, Zuhause oder bei Freunden – Das WLAN ist immer an. Das hat sogar zur Folge, dass die meisten Apps, die via Internet verbunden sind im WLAN-Betrieb energiesparender arbeiten. Wer also über diverse Hotspots verfügt, sollte die WLAN-Antenne erst gar nicht aus machen. Lediglich die Option „automatisch mit offenen Hotspots verbinden“ würde ich aus Sicherheitsgründen abschalten.

LTE soll man auch abschalten, weil 3G stromsparender arbeitet. Das ist ja mal eine ganz tolle Idee…. Nicht! Warum nutzt man ein Smartphone? Doch vermutlich, weil man Apps nutzen möchte, Musik streamen, mal ein Video anschauen und und und. Mit 3G ist das eine Qual. Dieser ach so tolle Tipp der Spezialisten ist also gänzlich nutzlos. Wer sein Mobiltelefon nur für’s Telefonieren oder die ein oder andere SMS nutzt, sollte sich ein klassisches Barren-Gerät zulegen – Da halten die Akkus dann auch schon mal eine ganze Woche. 🙂

Apps beenden:

Immer wieder gern dabei ist der Tipp, alle stromfressenden Apps zu beenden. Und so sind einige Nutzer permanent dabei, über den Taskmanager alle laufenden Apps zu beenden. Und wundern sich in der Regel, dass der Akkustand trotzdem nicht länger stabil bleibt.

Dabei sind die aktuellen Betriebssysteme extra dafür ausgelegt, inaktive Apps auszulagern und sowohl deren Energieverbrauch als auch deren Speichernutzung effizient zu verwalten. Wer also ständig hingeht und alles beendet, was im Hintergrund läuft, der riskiert sogar eine kürzere Akkulaufzeit, da alle Programme und die dazu nötigen Dienste bei jedem Start dann komplett neu initialisiert werden müssen.

Mein Tipp daher: Lasst euer Smartie also einfach machen, insbesondere wenn ihr die aktuelleren Versionen von iOS oder Android nutzt. Wenn das Gerät irgendwann mal nicht mehr so flüssig läuft, startet es einfach mal neu. Meiner Erfahrung nach frisst selbst eine im Hintergrund mitlaufende Kamera-App kaum Energie. 

Powerbanks für unterwegs:

Powerbanks sind eine praktische Sache für Leute, die gerne stundenlang unterwegs Zocken oder sonstige, energieintensive Anwendungen mobil einsetzen. (Beispielsweise die Navigation im Auto). Für andere Anwendungsgebiete rate ich aber davon ab. Man sollte das Gerät ab einem Akkustand von etwa 15% aufladen – Und nach erfolgter Ladung vom Netzteil entfernen.

Permanenter Betrieb über eine externe Powerbank oder am Netzteil sorgen langfristig eher für kurze Akkulaufzeiten.

Akkusparer-Apps:

Gerne wird auch auf sogenannte Akkusparer-Apps verwiesen. Die meisten, aktuellen Systeme bringen solche Funktionen allerdings schon mit. Grundsätzlich wäre ich eher vorsichtig, solche Optimierungs-Apps aus dem Playstore zu installieren, da diesen weitreichende Berechtigungen auf das System gegeben werden müssen.

Meine Einstellungen (Android):

Ich bin bisher gut damit gefahren, die automatische Helligkeitseinstellung für das Display zu nutzen. Mein Bluetooth ist aus, WLAN und GPS sind immer an. Die Option „Intelligenter Netzwechsel“ sowie automatisches Verbinden mit Hotspots sind abgeschaltet.

Außerdem hilft es, im PlayStore die Update-Benachrichtigungen sowie die automatischen App-Updates abzuschalten. Außerdem in den Einstellungen unter Geräteinformationen die automatischen Software-Updates (Firmware) deaktivieren. Lieber ab und an mal selber suchen.

Ich starte mein Gerät einmal die Woche neu und beende laufende Apps nur selten. Als Software-Optimierer läuft die Android-Onboard-Funktion „Smart Manager“ (Samsung oder kompatible)

Das Display Timeout ist auf 30 Sekunden festgelegt.

Damit komme ich trotz intensiver Nutzung auf ene Akkulaufzeit von durchschnittlich 30 Stunden. Geladen wird ab 15% Restkapazität.

Probiert’s mal aus. 🙂

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