Der Treibstoff der Zukunft

Foto: Nessquick, „Tankanzeige“, CC-Lizenz (BY 2.0) http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de Das Bild stammt aus der kostenlosen Bilddatenbank www.piqs.deDie Frage, was nach dem Ölzeitalter kommen wird beschäftigt Menschen auf der ganzen Welt seit Generationen. Während die Angst vor dem Klimawandel durch den CO²-Ausstoß immer größere Kreise zieht und die Energiepreise aufgrund der immer kostenintensiveren Ölförderung stetig steigen, forschen die Konzerne nach alternativen Antriebssystemen.

Insbesondere im KFZ-Bereich gehen diese Entwicklungen derzeit in Richtung Elektromobilität, doch die Reichweite und Ladezeiten der Akkuzellen sind für die meisten Autofahrer bekanntlich neben den zusätzlichen Anschaffungskosten das Argument Nummer 1, beim Autokauf zu einem herkömmlichen Verbrennungsmotor zu tendieren.

Wasserstoffzellen sind ein anderer Ansatz, doch auch hier trifft man noch auf gewaltige Probleme hinsichtlich Sicherheit, Produktion und Speicherung.

Doch auf dem Weg zu einem Punkt, an dem man nicht mehr auf fossile Brennstoffe angewiesen ist, zeigen sich manchmal überraschende, neue Pfade. So, wie auch jetzt im Rahmen des Programms „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Ausgerechnet das bislang als Klimakiller verteufelte Kohlendioxid soll nun die Lösung für viele Energiefragen der nahen Zukunft werden. Der neue, synthetische Kraftstoff „Blue Crude“ wird aus Kohlendioxid und Wasser gewonnen. Die Firma „Sunfire“ aus Dresden stellt diesen derzeit testweise unter ausschließlicher Verwendung von erneuerbaren Energien her. Der Treibstoff beinhaltet kein Schwefel, verbrennt sehr sauber und trägt die gleiche Energiemenge wie herkömmlicher Diesel. Er verbrennt sehr sauber und die Grundelemente sind nahezu unbegrenzt vorhanden.

Außerdem kann dieser Kraftstoff in jedem Dieselmotor verwendet werden ohne dass eine Umrüstung fällig wird.

Für die weitere Forschung stellt der Bund über die nächsten 5 Jahre weitere zwei Milliarden Euro zur Verfügung. Sollte das Projekt erfolgreich sein, könnte schon sehr bald günstiger und nachhaltiger Kraftstoff an den Zapfsäulen verfügbar sein. Der Dieselmotor dürfte dann eine Renaissance erleben.

Hierzu gibt es auch ein kurzes Video, welches erste Eindrücke vermittelt:

sunfire: Synthetischer Diesel aus Wasser, Luft und Ökostrom

Weitere Informationen:
Webseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

3 Gedanken zu “Der Treibstoff der Zukunft

  1. Hallo liebes Team vom Guender-net — zu dieser Geschichte haben wir übrigens auch ein Video gedreht, das jetzt hier zur Verfügung steht: bit.ly/sunfire_video1

    Liefert einige Eindrücke und Hintergründe sowie Mitschnitte von der Betankung des Dienstwagens von Johanna Wanka.

    • Hallo und vielen Dank für das Update. Ich habe das Video bereits in den Beitrag eingefügt.

      Das ist wirklich eine fantastische Arbeit, die ihr da leistet! Weiter so, solche Ideen braucht das Land!

  2. Eine super Idee um das „zu viel“ an erneuerbaren Energien nutzbar zumachen, statt die Kraftwerke abzuschalten. Denn bevor gar nix benutzt wird, ist das immer noch gut.
    Interessant wäre wirklich mal eine Zahl zum Wirkungsgrad.
    Meines Wissens schafft man Heute eine Elektrolyse mit ca. 60%. Ein Dieselmotor schafft im Mittel ca. 25%. Mit Übertragunsverlusten dürfte da insgesamt etwa 10% Nutzenergie rauskommen. Aber wie gesagt, bevor man den Strom „wegschmeißt“ ist das eine sinnvolle Nutzung!

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